Fahrrad winterfest machen: Die besten Tipps

Fahrrad winterfest machen
Foto: © Alexandra Falken / photocase.com

Rutschfeste Reifen, zusätzliche Beleuchtung und der richtige Sattel bringen dich und dein Fahrrad trotz Schnee, Eis und Kälte sicher durch den Winter.

Lange kann es nicht mehr dauern, bis er kommt – der Schnee. Und mit ihm vereiste Straßen und rutschige Wege. Wer sich trotz allem nicht überwinden kann in überfüllte, stickige U-Bahnen zu steigen und auf sein Rad nicht verzichten kann, dem sei geraten: warm einpacken und sehr vorsichtig fahren.

Mit diesen vier Tipps kommst du im Winter trotz Schnee und Eis sicher ans Ziel:

1. Winterfestes Rad dank rutschfester Reifen

Eine gute Investition für schneebedeckte Wege: Spikes. Die Reifenmäntel mit kleinen Metallspitzen sind zwar nicht ganz billig (ab circa 50 Euro), lohnen sich aber, wenn du sie mehrere Winter nutzt. Der Nachteil der Spikes: Auf Asphalt fährt es sich weniger komfortabel. Bessere Allrounder sind einfache Winterreifen fürs Rad, sie bieten auch Grip auf nassem Schnee und sind wesentlich leichter als Spikes.

Reine Winterreifen ohne Spikes bekommst du beispielsweise von Continental; Continental hat sogar einen Winterreifen speziell für E-Bikes im Programm. Der Fahrradreifen-Spezialist Schwalbe dagegen bietet nur noch Winterreifen mit Spikes an, weil die lt. Schwalbe „die einzig sichere Lösung“ für Schnee und Eis sind. Anders als bei Autos sind Spikes bei Fahrrädern in Deutschland erlaubt.

Fahrrad für den Winter
Winterreifen mit Spikes von Schwalbe. (Foto: © Schwalbe)

Eine selbstgemachte Alternative: mehrere stabile Kabelbinder in kurzen Abständen voneinander um die Reifen binden, die überstehende Enden abschneiden – und fertig. Aber vorsichtig: Die DIY-Winterreifen sind nur für Fahrräder mit Scheiben- oder Trommelbremsen geeignet. Außerdem nicht ausprobieren, wenn dein Fahrradlicht per Dynamo betrieben wird.

2. Mehr Licht beim Radfahren im Winter

Auch das Thema Dynamo spielt im Winter eine nicht unwesentliche Rolle. Wer bisher mit einem Seitenläufer-Dynamo unterwegs war, sollte diesen spätestens im Winter durch einen Nabendynamo austauschen (lassen). Denn: Seitenläufer rutschen auf nassen und kalten Reifen durch, das Licht funktioniert nicht. Ein Nabendynamo ist an jedem Winterrad ein Muss.

Mittlerweile bieten auch viele Hersteller Nabendynamo mit Standlichtautomatik an. Das ist vor allem im dunklen Winter eine Überlegung wert – so erkennen dich Autofahrer, auch wenn du z. B. gerade an einer roten Ampel halten musst.

Wer sein Fahrrad noch mehr ins rechte Licht rücken möchte, setzt auf Speichenreflektoren. Die kleinen Röhrchen werden am besten in jede Speiche des Rades stecken. Ein zusätzlicher Fahrrad-Mantel mit eingebauten Reflektoren, und das ganze Rad reflektiert.

3. Der richtige Fahrradsattel

Freunde von Gelsätteln sollte in der kalten Jahreszeit besser einen anderen Sattel montieren – bei Minustemperaturen wird das Gel schnell steinhart. Ein beschichteter Sattelüberzug schützt vor Nässe, Kälte und Rissen. Mit einem bequemen Überzug aus Kunstfell sitzt es sich auch auf dem kühlen Leder- oder Kunststoffsattel schön warm.

Zudem solltest du den Sattel unbedingt etwas niedriger einstellen. Wer unerwartet bremsen oder halten muss, kann sich so schneller mit den Beinen abstützen.

4. Fit für den Winter: die Wintertipps des ADFC

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club ADFC empfiehlt für den Winter:

  • Halte größeren Abstand als im Sommer.
  • Bremse frühzeitig und maßvoll.
  • In Kurven solltest du weder bremsen noch treten, besonders bei fester Schneedecke oder glatter Straße.
  • Vermeide auf Glatteis Lenkbewegungen und lass das Rad ausrollen, ohne zu bremsen.
  • Damit du besseren Halt auf der Fahrbahn hast, lass etwas Luft aus den Reifen.

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(3) Kommentare

  1. Tolle Ideen, da ich bewusst kein Auto mehr habe und diese durch ein Rad ersetzt habe,fahre ich auch im Winter. Gerade morgens zur Arbeit wenn es dunkel ist brauche ich zb sehr gutes Licht

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