Blähton: Wann das Substrat sinnvoll ist

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Blähton besteht aus Ton und wird vor allem von Hobbygärtnern als Substrat verwendet. In diesem Artikel liest du, wie du Blähton sinnvoll einsetzen kannst.

Blähton besteht aus „aufgeblähtem“ Ton (Granulat) und dient der Herstellung von Leichtbeton. Gartenfreunde verwenden es aber vor allem als Substrat für Blumen und Bäume, um die Bodenqualität zu verbessern. Denn in dem Substrat gelingt es Pflanzen besser, ihre Wurzeln zu schlagen. Sie halten besser zwischen den kleinen Tonkügelchen als in (reiner) Blumenerde. Daher verwenden viele Gärtner ein Gemisch aus Substrat und Erde.

Wirkungsweise von Blähton

Bei Sukkulenten kann Blähton verwendet werden.
Bei Sukkulenten kann Blähton verwendet werden. (Foto: CC0 / Pixabay / sweetlouise)

Gerade bei Sukkulenten ist Blähton als Substrat sehr beliebt. Denn es schützt vor Staunässe am Topfboden: Der Blähton hält die Erde fest, sodass sie nicht auf den Boden sinken und dort schimmeln kann. Aber das Material hat noch einen Vorteil: Blähton speichert selbst keinerlei Nährstoffe, weshalb alle dazugegebenen Nährstoffe direkt in die Wurzeln der Pflanzen gehen, anstatt vom Substrat aufgenommen zu werden. Daher kannst du den Nährstoffgehalt des Bodens leicht über die Zugabe von Wasser steuern. In das Wasser gibst du einfach die notwendigen Nährstoffe, was dir das Gärtnern ungemein erleichtert.

Blähton entsteht, indem kalkarmer, aber eisenhaltiger Ton bei Temperaturen um 1.000 °C rotiert. Dabei formen die Maschinen die winzigen Tonteilchen zu kleinen Kugeln. Diese sind porös, nehmen deshalb besonders gut Wasser auf und geben es langsam an die Wurzeln ab.

Blähton im Garten richtig einsetzen

Blähton ist auch bei professionellen Hydrokulturen beliebt.
Blähton ist auch bei professionellen Hydrokulturen beliebt. (Foto: CC0 / Pixabay / jcesar2015)

Richtig angewendet, kann Blähton dir das Gärtnern deutlich erleichtern:

  • Besonders bei Töpfen, Kübeln und Blumenkästen kannst du Blähton als Substrat verwenden. Nimm dazu einfach mittelgroße Blähtonkügelchen und fülle sie unten in den Behälter. Fülle anschließend den Behälter mit Blumenerde auf. Der Blähton hilft, Staunässe in den Behältern zu verhindern.
  • Auch im „normalen“ Gartenboden kannst du Blähton unter die Erde mischen. Etwa fünf bis zehn Prozent des Volumens sollten aus Blähtonkügelchen bestehen. Besonders bei Lehmböden ist dies empfehlenswert, da er vergleichsweise fest ist und durch den Blähton aufgelockert wird.
  • Für Hydrokulturen und Bäume ist Blähton ebenfalls beliebt. Insbesondere Palmen (zum Beispiel die Yucca-Palme) und Sukkulenten bilden lange Wasserwurzeln aus, die gut zwischen den Tonkügelchen Halt finden. Dies erleichtert die Nährstoffaufnahme über den Ton. Zudem kann der Ton nicht schimmeln und das Risiko für Schädlinge ist geringer. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass er strukturstabil ist und nicht durch Mikroorganismen oder andere natürliche Prozesse zersetzt wird. Somit muss das Substrat praktisch nie ausgetauscht werden.

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