Blut spenden: Das solltest du vorher wissen

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Foto: CC0 / Pixabay / Big_Heart

Blut spenden kann fast jede:r und du hilfst damit anderen Menschen in Lebensnot. Wenn du das erste Mal Blut spenden möchtest und noch Antworten auf deine Fragen suchst, bist du hier richtig.

Blut spenden: Wichtige Infos vorab

Vor der ersten Blutspende hast du vielleicht ein paar Fragen: Kann ich mich mit Krankheiten anstecken? Wie lange dauert das Ganze? Werde ich dafür bezahlt?

Die wichtigste Antwort zuerst: Bei der Blutspende kannst du dich nicht mit Krankheiten anstecken. Jede Blutspende ist wichtig, denn sie kann einem anderen Menschen im Ernstfall das Leben retten. Alle anderen Antworten findest du im folgenden Artikel. 

Übrigens: Nach §10 des Transfusionsgesetzes erfolgt für das Spenden von Blut keine Bezahlung. Spendende erhalten aber eine Aufwandsentschädigung, in der Regel etwa 20 Euro.

Aktueller Hinweis: Derzeit können Blutspenden vermehrt gebraucht werden, um in die Ukraine transportiert zu werden – zum Beispiel über die Charité oder das DRK.

Blut spenden: Wie läuft das Ganze ab?

Vor der eigentlichen Spende wirst du registriert, deine Spenderdaten aufgenommen sowie eine kurze ärztliche Untersuchung (zum Beispiel Puls messen) durchgeführt. Die Spende selbst dauert nicht lange – nur ein paar Minuten wird dir dein Blut abgezapft. Danach bleibst du noch eine Weile zur Erholung. Für den ganzen Prozess kannst du mit etwa einer Stunde rechnen.

Wichtig: Nicht jede:r darf Blut spenden, einige Voraussetzungen musst du dafür erfüllen. Unter anderem musst du mindestens 18 Jahre alt sein, mindestens 50 Kilogramm wiegen und dich rundum gesund fühlen. Alle weiteren Voraussetzungen findest du zum Beispiel auf der Website von Unicum. Außerdem müssen zwischen den Spenden mindestens 56 Tage liegen. Männer dürfen sechs Mal im Jahr, Frauen nur vier Mal spenden.

Nach der Spende wird dein Blut in ein Labor geschickt und dort untersucht. Sollten dabei auffällige Entdeckungen gemacht werden, wirst du umgehend informiert.

Tipp: Nach dem Blutspenden solltest du dich ausruhen, viel trinken und etwas essen. Dann normalisiert sich dein Kreislauf ganz schnell wieder. Snacks und Getränke stehen normalerweise kostenfrei beim Spenden zur Verfügung.

Für deine Spende kannst du laut §10 des Transfusionsgesetzes unter Umständen eine Aufwandsentschädigung bekommen, meist in Form einer kleinen Stärkung, manchmal auch Gutscheine. Die Institution bekommt deine Blutspende also kostenlos, der anschließende Weiterverkauf an Krankenhäuser deckt laut DRK die Kosten, um die Blutpräparate herzustellen.

Wofür wird das Spenderblut genutzt und wo kannst du Blut spenden?

Spenderblut ist für das Gesundheitssystem unerlässlich.
Spenderblut ist für das Gesundheitssystem unerlässlich.
(Foto: CC0 / Pixabay / rdelarosa0)

Blutspenden sind enorm wichtig für das Gesundheitssystem. Bei schweren Verletzungen und großen Operationen geht nichts ohne Blut. Wusstest du, dass ein Großteil der Bevölkerung mindestens einmal im Leben auf Spenderblut angewiesen ist?

Das meiste Blut kommt bei Krebs-, Herz- und Magen-Darm-Erkrankungen zum Einsatz. Danach folgen Verletzungen durch Unfälle. Bei schweren Unfällen können es laut DRK bis zu zehn Blutkonserven sein.

Tipp: Wenn du nicht weißt, wo du Blut spenden kannst, wirst du zum Beispiel auf der Website vom Deutschen Roten Kreuz fündig. Dort findest du alle Termine für deine Stadt. Das Deutsche Rote Kreuz deckt etwa 70 Prozent des Bedarfs an Blutspenden ab. Darüber hinaus findest du auf der Website des StKB Informationen zu staatlichen und kommunalen Spendenorten.

Der Spenderausweis

Seit Januar 2012 gibt es den Blutspenderausweis im praktischen Kartenformat. Wenn du zum ersten Mal Blut spendest, erhältst du diesen etwa vier Wochen nach der Blutspende per Post.

Wichtig: Trage deinen Spenderausweis immer bei dir. Wenn du einen Unfall hast und eine Transfusion benötigst, kann dadurch kostbare Zeit gespart werden.

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