Doku-Tipp: Winter on Fire – Ukraine’s Fight for Freedom

winter on fire
Foto: CC0 / Pixabay / SamuelFrancisJohnson

Der aktuelle Ukraine-Krieg steht mit dem langjährigen Unabhängigkeitskampf der Ukraine in Verbindung. Die Dokumentation „Winter of Fire“ beschäftigt sich mit den Euromaidan-Protesten, die eine entscheidende Rolle in diesem Kampf spielen.

Die Fortsetzung des Unabhängigkeitskampfes der Ukraine

Die Netflix-Dokumentation „Winter on Fire“ handelt von den Euromaidan-Protesten, die im November 2013 begannen. Grund für die Proteste war das Freihandelsabkommen der Ukraine mit der EU. Dieses war zwischen der EU und dem damaligen Präsidenten Viktor Janukowitsch schon länger im Gespräch und sollte bald unterzeichnet werden. Der damalige ukrainische Präsident tat dies unter russischem Druck dann jedoch nicht.

Dies verärgerte die Bevölkerung und führte zum Beginn der Euromaidan-Proteste am 21. November 2013 durch protestierende Studierende. Die ukrainische Bevölkerung forderte die Unterzeichnung des Freihandelsabkommens mit der EU, wie ursprünglich geplant. Die Dokumentation zeigt, wie sich die friedlichen Proteste der Bevölkerung im Laufe der folgenden Wochen entwickelten .

Verfügbarkeit: Netflix

Dauer: 138 Minuten

So entwickelten sich die Euromaidan-Proteste weiter

Im Laufe der Euromaidan kam es zu blutigen Auseinandersetzungen mit der Polizei und anderen Spezialeinheiten.
Im Laufe der Euromaidan kam es zu blutigen Auseinandersetzungen mit der Polizei und anderen Spezialeinheiten.
(Foto: CC0 / Pixabay / oleg_mit)

Es wird deutlich, dass alle Bevölkerungsschichten am Protest teilnahmen. Dies zeigt unter anderem der erste Dezember 2013, an dem der sogenannte „Marsch der Millionen“ stattfand. Es wird auch gezeigt, wie die Polizei sowie die Berkut,welche eine ukrainische polizeiliche Spezialeinheit war, schließlich mit Gewalt auf die Protestant:innen reagierten. Diese ließen sich davon jedoch nicht einschüchtern. Sie setzten ihre Proteste fort und verbarrikadierten unter anderem den Majdan Nesaleschnosti (deutsch: Platz der Unabhängigkeit), welcher Kiews zentraler Platz ist. Der Name des Platzes findet sich auch in der Bezeichnung für die Proteste wieder: „Euro“ steht für Europa, „-maidan“ für den Protestort. 

Auf Forderungen der Demonstrant:innen über die Unterzeichnung des Freihandelsabkommens reagierte die Regierung mit neuen Gesetzen, die eine Diktatur legalisierten. Die Reaktionen auf die Proteste wurden daraufhin immer gewaltsamer und erreichten irgendwann ihren Höhepunkt. Die Polizei, die Berkut und die Tituschki gingen im Namen der ukrainischen Regierung hart gegen Demonstrant:innen vor, auch durch Tötung und Verletzung. Nach diesem Höhepunkt kam es zu neuen Verhandlungen zwischen den Demonstrant:innen und der damaligen Regierung. Der Ausgang dieser Verhandlungen war schließlich die Absetzung und Flucht von Janukowitsch sowie Neuwahlen. Die Protestant:innen hatten somit ihr Ziel erreicht, wenn auch für einen hohen Preis.

Utopia-Fazit: Die Dokumentation zeigt, wie lange die Ukraine schon für ihre Unabhängigkeit kämpft. Es wird außerdem deutlich, dass dieser Kampf für die Ukraine schon einige Opfer gefordert hat. Die Dokumentation kann dir einige weiteren Hintergrundinformationen liefern – wie zum Beispiel über den Machteinfluss Putins in der Ukraine oder über die lange Vorgeschichte der Ukraine bezüglich ihrer Unabhängigkeit von Russland. Diese können dir helfen, den jetzigen Krieg besser zu verstehen.

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