Füllmenge bei Lebensmitteln: Nicht immer das, was draufsteht

Füllmenge
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Die tatsächliche Füllmenge kann sich bei Lebensmitteln von der sogenannten Nennfüllmenge unterscheiden, die auf der Packung angegeben ist. Wir erklären dir, wie die rechtlichen Grundlagen aussehen und was du beim Einkaufen beachten solltest.

Was versteht man unter der „Füllmenge“?

Die Nennfüllmenge auf der Verpackung gibt das Gewicht oder Volumen eines Lebensmittels an. Sie muss gut lesbar und für Verbraucher:innen deutlich erkennbar sein. Bei flüssigen Nahrungsmitteln kann die Nennfüllmenge in Litern oder Millilitern angegeben sein, bei festen Produkten in Kilogramm, Gramm oder Milligramm. Zum Teil wird auch die Stückzahl ausgewiesen. Bei Nahrungsmitteln, die mit einer Flüssigkeit aufgegossen sind, ist meist außerdem das Abtropfgewicht ausgewiesen. Wie die Nennfüllmenge genau anzugeben ist, regelt die Fertigpackungsverordnung.

Die Nennfüllmenge kann dabei von der tatsächlichen Füllmenge abweichen. Nach dem Gesetz galt hier das Mittelwertprinzip. Das bedeutet, dass die Produkte einer Charge den Durchschnitt der Nennfüllmenge anzeigen. Nach Angaben der Verbraucherzentrale Niedersachsen sind geringfügige Abweichungen erlaubt, die aber festgelegten Toleranzgrenzen unterliegen. Beispielsweise ist für 100-Gramm-Packungen eine Unterschreitung von 4,5 Prozent erlaubt. Dadurch kann eine Schokoladentafel beispielsweise auch einmal nur 91 Gramm enthalten.

Füllmenge bei Lebensmitteln: Darauf solltest du achten

Ein bewusstes Konsumverhalten kann dir helfen, Mogelpackungen zu vermeiden.
Ein bewusstes Konsumverhalten kann dir helfen, Mogelpackungen zu vermeiden.
(Foto: CC0 / Pixabay / stevepb)

Da die Füllmenge bei Lebensmitteln sich oft vom tatsächlichen Inhalt der Packung unterscheidet, solltest du bewusst einkaufen gehen. Wir haben dir die wichtigsten Tipps für deinen Einkauf zusammengestellt:

  • Preise vergleichen: Saisonware (wie beispielsweise Süßigkeiten zu Weihnachten) wird oftmals zu einem deutlich höheren Preis verkauft. Es lohnt sich daher, den Saisonpreis mit dem Grundpreis abzugleichen, also dem Preis pro 100 Gramm. Dazu kannst du zum Beispiel den Preis eines Schoko-Weihnachtsmanns mit dem Preis einer Tafel Schokolade vom selben Hersteller vergleichen.
  • Mogelpackungen meiden: Nicht immer ist es einfach, Mogelpackungen zu erkennen. Wenn dir jedoch auffällt, dass Produktverpackungen zur Hälfte aus Luft bestehen oder du versteckte Preiserhöhungen feststellst, solltest du das Produkt mit deinem Kauf nicht unterstützen.
  • Beschwerde einreichen: Solltest du Mogelpackungen bemerken, lohnt es sich auch, eine Beschwerde einzureichen. Das kannst du über die Verbraucherzentrale, den/die Händler:in oder die Hersteller:innen tun. Möglicherweise lässt sich eine faire Behandlung der Konsument:innen nur so langfristig herbeiführen.

Insgesamt werden Konsument:innen häufig hinters Licht geführt, wenn es um die Füllmenge geht. Ein bewusstes Konsumverhalten kann dir helfen, dem entgegenzuwirken. Generell empfehlen wir dir, deine Lebensmittel in einem Unverpackt-Laden zu kaufen. Dort kannst du die gewünschte Menge der Nahrungsmittel selbst bestimmen und sparst ganz nebenbei auch Verpackungsmüll.

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