Klimaklasse: Warum nicht jeder Kühlschrank in die Abstellkammer darf

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Von einer Klimaklasse liest du gerade zum ersten Mal? Keine Sorge! Wir erklären dir was das bedeutet, warum es für deinen Kühlschrank wichtig ist und was der Unterschied zur Energieeffizienzklasse ist.

Klimaklasse – Was verbirgt sich hinter dem Begriff?

Jeder Kühlschrank ist in eine Klimaklasse eingeordnet.
Jeder Kühlschrank ist in eine Klimaklasse eingeordnet.
(Foto: CC0 / Pixabay / mohamed_hassan)

Dein Kühlschrank ist eine Anschaffung, die lange halten und funktionieren soll. Damit ein Kühlschrank immer optimal läuft, ist eine bestimmte Umgebungstemperatur notwendig. Dein Kühlschrank muss umso mehr Energie aufwenden, um abzukühlen, je höher die Temperatur um ihn herum ist. Du kannst demnach Strom sparen, wenn du deinen Kühlschrank geschickt platzierst.

Befindet sich die Umgebungstemperatur deines Kühlschrankes außerhalb des angegebenen Toleranzbereiches, können Öl oder Kühlflüssigkeit ihre Konsistenz verändern. So kann es passieren, dass der Motor deines Kühlgerätes Schaden nimmt.

Deshalb solltest du dir vor dem Kauf überlegen, wo du den Kühlschrank in Zukunft aufstellen möchtest. Im Winter kann es zum Beispiel zwischen Küche und Abstellkammer große Temperaturunterschiede geben.

Damit du weißt, welcher Kühlschrank besser für die Küche geeignet ist und welcher auch problemlos in der Abstellkammer funktioniert, gibt es diese vier Klimaklassen:

  • SN = Subnormal:  +10°C bis +32°C
  • N   = Normal:       +16°C bis +32°C
  • ST = Subtropisch: +16°C bis +38°C
  • T   = Tropisch:      +16°C bis +43°C

Die angegebenen Temperaturen beziehen sich auf die Umgebungstemperaturen. In einer bewohnten Küche fällt die Temperatur normalerweise nicht unter 16°C und steigt in unseren Breitengraden meist nicht über 32°C. Die Klimaklasse N (Normal) wäre in diesem Fall ideal. Da es in einer Abstellkammer im Winter kälter als 16°C werden kann, solltest du für diesen Standort einen Kühlschrank der Klimaklasse SN (Subnormal) wählen.

Klimaklasse und Energieeffizienzklasse: Wo liegt der Unterschied?

Klimaklasse und Energieeffizienzklasse sind nicht dasselbe.
Klimaklasse und Energieeffizienzklasse sind nicht dasselbe.
(Foto: CC0 / Pixabay / Tumisu)

Die Angabe der Energieeffizienzklasse anhand der ampelfarbigen Schilder auf Elektrogeräten zeigen an, wie effizient ein Elektrogerät funktioniert. Am effizientesten bedeutet, dass es am wenigsten Strom verbraucht. 

Im März 2021 wurde ein neues Energielabel unter anderem für Kühlschränke eingeführt. Es geht von A bis G, wobei A am energieeffizientesten ist und G am meisten Strom verbraucht. Vorher gab es noch die Label A+ bis A+++, wobei A+++ am effizientesten war. 

Informiere dich vor deinem Kauf neben der Energieeffizienzklasse auch über weitere Geräteeigenschaften wie Lebensdauer und zusätzlichen Ressourcenverbrauch, um das nachhaltigste Gerät zu finden.

Zur Erinnerung: die Klimaklasse gibt an, bei welcher Umgebungstemperatur der Kühlschrank optimal läuft.

Gelten Klimaklassen nur für Kühlschränke?

Die oben angegebenen Klimaklassen von SN bis T gelten für Kühl- und Gefriergeräte. Es gibt aber auch Klimaklassen für Türen. So weißt du, in welchem Temperatur- und Feuchtigkeitsbereich du die Tür einsetzen solltest.

Die Zuverlässigkeit von verschiedenen Mess-, Steuer- und Regelgeräten hängt ebenfalls von der Klimaklasse ab.

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