Energieeffizienz: Was steckt hinter dem Begriff?

Glühbirne, Glühlampe
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Was macht eigentlich die Energieeffizienz eines Elektrogeräts aus? Und wie kannst du damit den Stromverbrauch senken? Hier erfährst du, wie du mit den richtigen Geräten Energie und Geld sparst und worauf du beim Kauf achten kannst.

Was ist Energieeffizienz?

Ein leerer Kühlschrank verbraucht mehr Energie als ein gut gefüllter.
Ein leerer Kühlschrank verbraucht mehr Energie als ein gut gefüllter. (Foto: Colourbox.de)

Wenn jemand „effizient“ handelt, meinen wir damit, dass er sein Ziel mit wenig Aufwand erreicht oder dabei wenig Kosten verursacht. Effizienz beschreibt also das Verhältnis von Nutzen und Aufwand. Je geringer der Aufwand bei gleichem Nutzen, desto höher die Effizienz. Dieses Prinzip lässt sich auch auf Elektrogeräte anwenden.

Die Energieeffizienz eines Geräts gibt an, wie viel Prozent der verbrauchten Energie für seine eigentliche Aufgabe aufgewendet werden. Hier einige Beispiele:

  • Bei einer herkömmlichen Glühlampe liegt die Energieeffizienz bei 5% und weniger. Das bedeutet, dass 95% des Stromverbrauchs der Lampe in Wärme umgewandelt werden. Daher ist der Verkauf dieser Leuchtmittel in der EU seit 2009 verboten.
  • Dein Elektroherd bringt einen Liter Wasser genauso gut zum Kochen wie der Wasserkocher. Der Wasserkocher ist dabei aber schneller und verbraucht weniger Energie. Außerdem schaltet er sich automatisch ab, wenn das Wasser kocht.
  • Ein voller Kühlschrank verbraucht weniger Energie als ein leerer. Das liegt daran, dass die darin gelagerten Lebensmittel die Temperatur bei geöffneter Tür nicht so schnell abgeben, wie die Luft, die aus dem Kühlschrank strömt. Jedes Paket Milch oder Saft wirkt auf diese Weise wie ein Kühlakku.

Hier sind einige Hinweise, mit denen du deinen Haushalt energieeffizienter gestalten kannst: Strom sparen: 15 Tipps für den Haushalt

Produkte mit hoher Energieeffizienz erkennen

Mit dem Energielabel erhalten Geräte eine Bewertung für Energieeffizienz, die mit Schulnoten vergleichbar ist.
Mit dem Energielabel erhalten Geräte eine Bewertung für Energieeffizienz, die mit Schulnoten vergleichbar ist. (Foto: CC0/ pixabay/ Jobbeat)

Seit vielen Jahren bemüht sich die EU gemeinsam mit den Herstellern von Elektrogeräten darum, dass die Produkte möglichst wenig Energie verbrauchen. Um dem Verbraucher bei Neuanschaffungen eine bessere Orientierung zu geben, wurde für viele Geräteklassen mit hohem Energieverbrauch das EU-Energie-Label eingeführt. Darauf ist jedes Gerät in farblich gekennzeichneten Energieeffizienzklassen von G bis A+++ eingeteilt.

  • Die Energieeffizienzklassen A bis A+++ kennzeichnen sehr effiziente Geräte.
  • Ab Klasse B ist die Energieeffizienz deutlich geringer.
  • In den tieferen Klassen C bis G finden sich vergleichsweise ineffiziente Geräte.
  • Das Energielabel kann dir beim Kauf eine grobe Orientierung geben. Allerdings sollte es nicht allein ausschlaggebend sein.
  • Der Energieaufwand bei der Herstellung eines Produktes kann unterschiedlich ausfallen. Außerdem kann ein teures Gerät, das deutlich länger hält, in der Energiebilanz besser sein als ein billiges, das früher ersetzt werden muss.
  • Auch gibt es Geräteklassen, die von Haus aus weniger effizienter sind als andere. Ein Toaster lässt sich nach seiner Kennzeichnung auf dem Energielabel nicht so einfach mit einem Gefrierschrank vergleichen.

Einen weiteren guten Hinweis auf effiziente Produkte gibt der Blaue Engel. Dieses Label kennzeichnet besonders gute Energieeffizienz und darüber hinaus auch umweltfreundliche und gesundheitlich unbedenkliche Geräte.

Tipps für die Anschaffung von energiesparenden Geräten findest du außerdem in unserem Produktguide.

Energie sparen mit effizienteren Geräten

Energieeffizient: Kaffee mahlen mit Muskelkraft spart Strom.
Energieeffizient: Kaffee mahlen mit Muskelkraft spart Strom. (Foto: CC0/ pixabay/ xbqs42)

Energieeffiziente Elektrogeräte haben zwei große Vorteile. Sie senken zum einen unseren Gesamtstromverbrauch (laut Umweltbundesamt sank der Stromverbrauch aller Haushalte 2015 gegenüber 2008 um 5,4 Prozent).

Zum anderen sparst du jede Menge Geld, wenn du einen alten Energiefresser durch ein neueres Produkt ersetzt. So kann der Kaufpreis für ein neues Gerät oft schon binnen weniger Jahre durch die eingesparten Stromkosten ausgeglichen werden. Im Haushalt auf Energieeffizienz zu achten, kann sich also auszahlen.

Beim Stromsparen ist aber nicht nur die Effizienz deiner Geräte entscheidend. Denn auch eine sparsame LED-Lampe ist nicht effizient, wenn sie unnötigerweise den ganzen Tag über eingeschaltet ist. Du kannst also selbst energieeffizient handeln. Zum Beispiel indem du mit Hilfe von Steckdosenleisten Standby-Verbrauch vermeidest.

Letztlich lohnt es sich auch, darüber nachzudenken, ob eine Aufgabe im Haushalt nur mithilfe eines Elektrogeräts erledigt werden kann. In manchen Fällen bedeutet der Einsatz deiner Muskelkraft keinen bedeutenden Mehraufwand.

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