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LGBTQIA+: Diese 6 Serien und Filme solltest du nicht verpassen

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Foto: CC0 / Pixabay / Astrobobo

Serien und Filme rund um LGBTQIA+ zeigen die Lebensrealitäten von Menschen, die nicht der heterosexuellen Norm entsprechen. Wir stellen dir sechs Filme und Serien genauer vor, die dich zum Lachen, Weinen und Nachdenken bringen können.

Wer Teil des LGBTQIA+ Spektrums von Menschen ist, wird in unserer Gesellschaft nach wie vor diskriminiert. Viele Menschen müssen sich zum Beispiel Gedanken um ihr Coming-out machen und sich dabei für ihre sexuelle Identität und Orientierung rechtfertigen, auf der Straße herabwürdigende Blicke ertragen und mit Ablehnung und Ignoranz umgehen. LGBTQIA+ Serien und Filme thematisieren unter anderem die Lebensrealität von homosexuellen, bisexuellen, trans und queeren Personen und repräsentieren so marginalisierte Gruppen, die in unserer Gesellschaft immer noch viel zu wenig Sichtbarkeit erfahren. Wir zeigen dir sechs sehenswerte Formate, die von der typischen heteronormativen Romantic-Comedy-Handlung abweichen und dabei aufklären und bilden.

LGBTQ+ Serien und Filme: „Bohemian Rhapsody“

Bohemian Rhapsody zeigt das bewegte Leben der Rockstar-Legende und queeren Ikone Freddy Mercury. Neben seinem Aufstieg als Musiker und Konflikten innerhalb seiner Band „Queen“ steht dabei auch Freddys Leben als bisexueller Mann in den 1970er und 1980er Jahren im Vordergrund. Zuschauer:innen verfolgen Freddy von dem anfänglichen Gefühl anders zu sein über den Anfang und das Ende einer heterosexuellen Beziehung und dem Entdecken der schwulen Szene in Großbritannien bis zur erschütternden AIDS-Diagnose.

Auch Freddys Migrationshintergrund und damit verbundener Alltagsrassimus, seine schwierige Beziehung zum eigenen Vater und Alkohol- und Drogenprobleme, sowie tiefreichende Freundschaften sind Themen, die im Film zum Tragen kommen – untermalt von weltbekannten Hits und Ohrwürmern wie „We Will Rock You“ und „We Are The Champions“.

Verfügbar auf Netflix und Amazon

„Sex Education“: Sexuelle Bildung mal anders

Sex Education zeigt uns, wie unterhaltsam sexuelle Aufklärung sein kann und kritisiert dabei nebenbei die mangelnde und leider nach wie vor rückständige sexuelle Aufklärung an den meisten europäischen und US-amerikanischen Schulen. Die Coming-of-Age-Serie erzählt dabei von Otis, dem Sohn einer Sexualtherapeutin, der gemeinsam mit seiner rebellischen Mitschülerin Maeve an seiner Schule Sexualsprechstunden anbietet. Dabei können ihm Mitschüler:innen diskret von Sex- und Sexualitätsproblemen berichten und bekommen von ihm überraschend tiefgreifende und psychologisch fundierte Ratschläge.

Auch die konkreten Lebensrealitäten von verschiedenen LGBTQ+ Charakteren kommen in der Serie nicht zu kurz. So kannst du verfolgen, wie Otis‘ bester Freund Eric seine homosexuelle Identität erkundet, die nicht-binäre Figur Cal unter der dominanten binären Geschlechtervorstellung leidet und sich Otis‘ Freundin Ola fragt, wie sie am besten ihre Sexualität labeln könnte.

Verfügbar auf Netflix (3 Staffeln)

LGBTQIA+ Film: „Call me by your name“

Lust auf einen klassischen Coming-of-Age-Film? Dann ist „Call me by your name“ genau das Richtige! Im Film durchlebt der 17-jährige Elio im Norden Italiens die Höhen und Tiefen der Pubertät. Als der 24-jährige Oliver aus den USA ins Dorf kommt, verliebt sich Elio zum ersten Mal. Zwischen Krisen, Hoffnung, Lust und Liebeskummer kannst du verfolgen, wie Elio seine sexuelle Identität erforscht und auf diesem Weg verschiedenen Herausforderungen begegnen muss.

Verfügbar auf Netflix

„Pride“: Solidarität in der queeren Szene

„Pride“ zeigt auf bewegende und unterhaltsame Weise, wie sich die Arbeiterbewegung in den 1980er Jahren kurzfristig mit der LGBTQIA+ Bewegung zusammenschloss. Der Film basiert auf wahren Begebenheiten: So begannen britische Minenarbeiter:innen im Jahr 1984 aus Protest gegenüber der Thatcher-Regierung zu streiken. Überraschenderweise erfuhren sie bald Zuspruch und Unterstützung von Aktivist:innen der LGBTQIA+ Szene. So gründete der Aktivist Mark Ashton die Londoner Gruppe „Lesbians and Gays Support the Miners“.

Auch wenn zwischen LGBTQ+ Aktivist:innen und Minenarbeiter:innen zunächst viel Skepsis und Misstrauen herrscht, finden die Charaktere, die unterschiedlicher nicht sein könnten, immer mehr zueinander und entwickeln Verständnis und Empathie füreinander. So erzählt der Film von Solidarität zwischen marginalisierten Gruppen und zeigt, warum es wichtig ist, zusammen für gesellschaftlichen Fortschritt zu kämpfen.

Verfügbar auf Amazon

LGBTQIA+ Serie: „Gentleman Jack“

Gentleman Jack erzählt die Geschichte der lesbischen Anne Lister, die sich in den 1830er Jahren der heterosexuellen Norm und konservativen Gender-Vorstellungen widersetzte. Auch diese Serie basiert auf einer wahren Begebenheit. Für das Drehbuch nutzten die Filmemacher:innen Annes Tagebücher, bestehend aus etwa vier Millionen Wörtern. Darin schreibt sie mithilfe einer verschlüsselten Geheimschrift über ihre lesbische Sexualität.

Im Fokus der Serie steht zudem Annes Mission, dem Anwesen ihrer Familie wieder zu altem Glanz zu verhelfen. Das kann ihr jedoch nur gelingen, wenn sie die alten Kohleminen wieder eröffnet. Die Serie stellt Anne dabei keineswegs nur als progressive und empathische Protagonistin dar. Schließlich war auch Anne nicht frei von den Gepflogenheiten ihrer Epoche und zeigte offen ihre Abneigung gegenüber niederen sozialen Schichten.

Verfügbar auf Amazon (1 Staffel)

„Tangerine“: Ein Film über Transidentität

Tangerine ist ein unkonventioneller LGBTQIA+ Film, bei dem die beiden trans Sexarbeiterinnen Alexandra und Sin-Dee im Mittelpunkt stehen. Sie treffen sich in Los Angeles, nachdem Sin-Dee gerade aus dem Gefängnis entlassen wurde. Alexandra muss nun zunächst berichten, dass Sin-Dees Freund und Zuhälter Chester sie mit einer cis Frau betrogen hat, während sie im Gefängnis war.

Gleichzeitig verfolgt ein paralleler Handlungsstrang das Leben des armenischen Taxifahrers Razmik, der sich als bisexuell identifiziert. Seine Bisexualität muss er jedoch um jeden Preis vor seiner Familie verbergen. Schließlich begegnen sich Razmik, Alexandra und Sin-Dee und es beginnt eine ereignisreiche Nacht. Der Film ist dabei keine reine Wohlfühlkomödie, sondern zeigt unterschwellig, wie dominant die heterosexuelle Norm nach wie vor LGBTQIA+ Menschen ausschließt und diskriminiert.

Verfügbar auf Amazon

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