Neue Studie: Klimawandel ist für Millionen Hitzetote verantwortlich

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Die Klimaerwärmung belastet die Gesundheit vieler Menschen – denn Hitzewellen werden häufiger, länger und stärker. Forscher:innen haben nun festgestellt: Über ein Drittel der Hitzetode in den vergangenen Jahren hätte es ohne den Klimawandel wahrscheinlich nicht gegeben.

Die Wissenschaftler:innen analysierten für ihre Studie 30 Millionen Todesfälle aus den Sommermonaten der Jahre 1991 bis 2015. Die Betroffenen stammten aus über 730 Städten in 42 Ländern verschiedenster Weltregionen – nur aus Afrika sowie Teilen Asiens und des Nahen Ostens gibt es keine Daten.

Für jede Stadt untersuchten die Forscher:innen den Zusammenhang zwischen Hitze- und Todesrate. Zudem simulierten sie jeweils eine Welt mit und ohne den anthropogenen Klimawandel und verglichen die jeweilige Anzahl der Hitzetoten. Das Ergebnis: 37 Prozent der untersuchten Hitzetode hätte es ohne den Klimawandel wahrscheinlich nicht gegeben.

Kleiner Temperaturanstieg – große Wirkung

Über ein Drittel der Hitzetoten sind auf den Klimawandel zurückzuführen - es wird immer wärmer, auch in Deutschland.
Über ein Drittel der Hitzetoten sind auf den Klimawandel zurückzuführen – es wird immer wärmer, auch in Deutschland. (Foto: CC0 / Pixabay / Picography)

Die durchschnittliche Temperatur im Sommer ist der Studie zufolge zwischen den 1990ern und den 2010ern um 1,5 Grad gestiegen. Das klingt nach wenig, doch gegenüber dem Deutschlandfunk erklärt eine Autorin der Studie, worin das eigentliche Problem liegt: Hitzewellen mit überdurchschnittlich hohen, gesundheitsgefährdenden Temperaturen werden immer häufiger, länger und extremer. Die Autor:innen der Studie schätzen, dass weltweit pro Jahr etwa 100.000 Hitzetote auf den Klimawandel zurückzuführen sind.

Deutschland war mit zwölf Städten in der Studie vertreten – und gehört offenbar zu den Regionen, in denen die Todesrate bei Hitzewellen besonders stark ansteigt. Vor allem Berlin wurde in der Studie diesbezüglich erwähnt.

Die Studie zeigt: Der Klimawandel liegt nicht in der Zukunft, sondern fordert bereits jetzt Opfer. Dennoch können wir mit umfassenden Klimaschutzmaßnahmen verhindern, dass die Zukunft noch viel schlimmer wird.

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