Novel Food: Das sind die „neuartigen Lebensmittel“

Novel Food
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Novel Foods sind „neuartige Lebensmittel“, die durch eine EU-Zulassung und oft nur mit Mengenbeschränkungen zugelassen sind. Lies hier, was es damit auf sich hat und welche Produkte es betrifft.

Was ist Novel Food?

Laut Verbraucherzentrale handelt es sich bei Novel Foods um Lebensmittel, die vor dem Jahr 1997 in der Europäischen Union nicht erhältlich waren. Im Gegensatz zu altbekannten Lebensmitteln wie etwa Brot brauchen diese neuartigen Lebensmittel daher eine gesonderte Zulassung.

In der Regel sind das Nahrungsergänzungsmittel, die überwiegend von Sportler:innen eingenommen werden, oder auch exotische Produkte wie Insekten. Du solltest bei Novel Foods unbedingt auf die Höchstmenge pro Tag achten, denen viele der Produkte unterliegen.

Pro und Contra Novel Food

Novel Food: Die Noni-Frucht soll sogar gegen Krebs helfen - erwiesen ist das aber nicht.
Novel Food: Die Noni-Frucht soll sogar gegen Krebs helfen – erwiesen ist das aber nicht.
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Diese neuen Lebensmittel bergen sowohl Chancen als auch Risiken. Unter Novel Food fallen auch Superfoods wie etwa die Haskap-Beere. Diese sind aber nicht immer so toll, wie die Werbung verspricht.

Außer diesen Superfoods gibt es noch zahlreiche andere Novel Foods, die dein Interesse wecken könnten. Hier eine Auswahl:

  • Das Fleisch der Zukunft? Insekten sprechen nicht jede:n an. Im europäischen Kulturraum wirst du wenige Menschen finden, die sich nicht vor den kleinen Tierchen ekeln. In anderen Ländern wie Mexiko oder Thailand werden hingegen schon seit vielen Jahren getrocknete und gesalzene oder gegrillte Heuschrecken gegessen. Bei uns ist das Novel Food. Erst kürzlich bei uns zugelassen: Der gelbe Mehlwurm. Insekten enthalten sehr viel Protein. Die Bundeszentrale für Ernährung verweist auf die Vorteile für Mensch und Natur. Die Zucht verbrauche deutlich weniger Wasser und emittiere weniger CO2, als es bei Schwein, Rind und Huhn der Fall sei. Aber Vorsicht: Beim Verzehr von Insekten kann es zu sogenannten Kreuzallergien kommen. 
  • Die Noni-Frucht: Diese ist auch unter dem Namen indische Maulbeere bekannt. Laut Bundesinstitut für Risikobewertung kannst du Säfte aus der Frucht bedenkenlos genießen. Eine besondere Wirkung auf deine Gesundheit ergibt sich aus diesem Novel Food allerdings nicht. Auch die Verbraucherzentrale gibt an, dass die von der Werbung versprochenen Wirkungen wie weniger Schlafbedarf und die Dämpfung von Heißhunger nicht erwiesen seien.
  • Designer-Food: Im Sport- und Fitnessbereich ist schon seit längerem der Trend zur Selbstoptimierung unter dem Begriff Biohacking bekannt. Produkte wie Elektrolytgetränke sollen dabei helfen, deine Leistung zu steigern und deine Gesundheit zu verbessern. Wenn du viel und regelmäßig Sport treibst, kann das tatsächlich hilfreich sein. Andernfalls kannst du darauf verzichten.
  • Neuartige Alternativen zu Zucker: Wenn du dich gesund ernährst, wirst du versuchen, Zucker zu reduzieren. Die weißen Kristalle sind schlecht für deine Zähne. Doch du musst nicht gänzlich auf Süßes verzichten. Laut Verbraucherzentrale gibt es unter den Novel Foods neue Zuckeralternativen, die durchaus punkten können. Doch es kann auch zu Nebenwirkungen wie Darmbeschwerden und Blähungen kommen. Du solltest auch bei den Alternativen der Versuchung widerstehen, zu viel von dem Süßstoff zu dir nehmen. Es gibt Tagesmengen, die du nicht überschreiten solltest. Laut Ärztezeitung sollten maximal 10 Prozent deiner täglichen Energiezuvor über Zucker erfolgen. Bei einer Zufuhr von 2000 Kalorien sind das gerade einmal 50 gramm.
    • Farbstoffe und Lebensmittelzusätze: Sie sind in vielen Lebensmitteln enthalten. Dabei gibt es auch solche, die als Novel Foods gelten. Der Algenfarbstoff Astaxanthin soll besonders gut für die Augen sein und helfen, deine Netzhaut zu schützen. Natürlich kommt der Stoff in Fischen und Krebstieren vor. Als Nahrungsergänzungsmittel ist die Studienlage zu den Wirkungen recht dünn. Laut Verbraucherzentrale sollte diese Art von Novel Food weder von Kindern noch von schwangeren Frauen eingenommen werden. Außerdem solltest du die Grenze von 8 Milligramm pro Tag nicht überschreiten. 

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