Paypal-Alternativen: Diese solltest du kennen

PayPal-Alternativen Sofortüberweisung AmazonPay ApplePay Skrill
Foto: CC0 / Pixabay / StockSnap (Hintergrund)

Wer nach Alternativen zu PayPal für das Bezahlen im Internet sucht, stößt schnell auf zahlreiche Anbieter. Neben Amazon und Apple bieten auch die Banken selbst einen Bezahldienst an – den kennt nur fast niemand. Unsere Übersicht hilft weiter.

PayPal-Alternativen: 6 Zahlungsanbieter im Überblick

PayPal ist der Platzhirsch unter den Zahlungsanbietern im Internet. Keiner ist größer, keiner ist weiter verbreitet, keiner hat mehr Kunden. Kein Wunder, schließlich hat PayPal für Händler und Kunden gleichermaßen Vorteile: Die Händler erhalten sofort ihr Geld, die Kunden haben ihren Kauf über den PayPal-Käuferschutz abgesichert. Kommt die Ware nicht an oder ist beschädigt, erstattet PayPal den Betrag.

Wer kein Kundenkonto bei dem US-Zahlungsanbieter anlegen möchte (immerhin werden dann auch persönliche Daten in den USA gespeichert), kann auch verschiedene Alternativen zurückgreifen. Aber nicht immer sind diese Alternativen auch besser. Wir geben einen Überblick über sechs recht weit verbreitete Anbieter zum Bezahlen im Internet. Schade: Besondere Nachhaltigkeitsbemühungen sind bei keinem der genannten Zahlungsanbieter zu erkennen.

1. PayPal-Alternative Paydirekt

PayPal-Alternative Paydirekt
PayPal-Alternative Paydirekt
(Foto: Screenshot)

Die PayPal-Alternative Paydirekt ist ein Zahlungsanbieter von deutschen Banken und Kreditinstituten. Um mit Paydirekt zu bezahlen, benötigst du lediglich ein Girokonto mit Online-Banking-Zugang. Fast alle Banken in Deutschland beteiligen sich an Paydirekt. 

  • Verbreitung: über 1.300 Online-Shops
  • Gebühr: bezahlt der Händler, je nach Shop unterschiedlich
  • Käuferschutz: ja 
  • Verifizierung: TAN-Verfahren der Hausbank
  • Neuer Account: ja, aber via Online-Banking-Portal
  • Zahlung stornieren: möglich

Bevor du Paydirekt nutzen kannst, musst du die Funktion erst einmal im Online-Banking-Portal deiner Hausbank aktivieren. Dort legst du auch einen Benutzernamen und ein Passwort fest. Mit diesen Zugangsdaten kannst du später dann bezahlen. 

Fazit: Alle Daten bleiben bei der eigenen Bank und werden nicht weitergegeben. Beim Bezahlen wird lediglich der Paydirekt-Benutzername abgefragt, also keine Bankdaten. Das macht Paydirekt sehr sicher. Außerdem können Zahlungen storniert werden.

2. PayPal-Alternative Sofortüberweisung

PayPal-Alternative Sofortüberweisung
PayPal-Alternative Sofortüberweisung
(Foto: Screenshot)

Bei Sofortüberweisung wird das Geld ebenfalls direkt vom Bankkonto abgebucht. Allerdings nicht als Abbuchung, sondern als Überweisung. Wählst du Sofortüberweisung als Zahlungsmittel aus, musst du dich mit deinen Login-Daten für das Online-Banking deiner Hausbank anmelden. Dann bestätigst du den Betrag und verifizierst dich per TAN. 

  • Verbreitung: über 35.000 Online-Shops
  • Gebühr: bezahlt der Händler, 25 Cent + 0,9 Prozent
  • Käuferschutz: je nach Händler
  • Verifizierung: TAN-Verfahren der Hausbank
  • Neuer Account: nein
  • Zahlung stornieren: nicht möglich

Fazit: Sofortüberweisung ist besonders weit verbreitet, da die Händler sofort ihr Geld erhalten. Auch ein neues Konto musst du hier nicht eröffnen. Allerdings bieten nur wenige Händler einen Käuferschutz an. Dabei wird das Geld auf einem Treuhandkonto zwischengeparkt, bis der Kunde seine Bestellung erhalten hat. Problematisch ist auch, dass du keine Zahlung stornieren kannst, wenn du etwa die Bestellung nicht erhalten hast oder sie zurückschicken willst. Experten kritisieren auch, dass Kunden ihre Login-Daten für das Online-Banking preisgeben müssen.

3. Im Internet mit Skrill bezahlen

PayPal-Alternative Skrill
PayPal-Alternative Skrill
(Foto: Screenshot)

Skrill ist zwar nicht weit verbreitet, dafür aber besonders anonym. Der Zahlungsdienst funktioniert wie eine Prepaid-Karte: Du überweist von deinem Bankkonto Geld auf deinen Skrill-Account und kannst damit im Internet bezahlen.

  • Verbreitung: sehr gering, u.a. Skye, Steam und div. Online-Casinos
  • Gebühr: Rückbuchung auf Konto kostet 5,50 Euro, Aufladen nicht immer gebührenfrei
  • Käuferschutz: nein
  • Verifizierung: nicht notwendig, da Prepaid
  • Neuer Account: ja
  • Zahlung stornieren: nicht möglich

Fazit: Skrill ist für diejenigen interessant, die häufig Spiele im Internet kaufen. Da es sich um einen Prepaid-Zahlungsdienst handelt, ist er für Kunden sehr sicher. Dafür nimmt Skrill aber für viele Leistungen hohe Gebühren, die bei der Konkurrenz kostenlos sind.

4. Online bezahlen mit Amazon Pay

PayPal-Alternative Amazon Pay
PayPal-Alternative Amazon Pay
(Foto: Screenshot)

Wer ein Kundenkonto bei Amazon hat, kann auch bei vielen anderen Shops mit den bei Amazon hinterlegten Zahlungsangaben bezahlen. Amazon gibt auf Wunsch auch die Adresse an den Shop weiter, sodass Bestellen und Bezahlen besonders leicht sind. Nur die Login-Daten zum Amazon-Konto sind dafür notwendig.

  • Verbreitung: ca. 150 Online-Shops
  • Gebühr: für den Händler 35 Cent + 1,9 Prozent 
  • Käuferschutz: ja
  • Verifizierung: Login-Daten von Amazon
  • Neuer Account: nein
  • Zahlung stornieren: ja

Fazit: Amazon Pay ist für diejenigen besonders komfortabel, die bereits ein Kundenkonto bei Amazon haben. Allerdings erfährt Amazon auf diese Weise auch, wo bzw. was seine Kunden sonst noch kaufen und kann diese Daten auswerten. Kunden profitieren aber vom A-Z-Käuferschutz, der auch bei den Produkten von Amazon gilt. Auch stornieren kannst du Zahlungen mit Amazon Pay. Außerdem sind deine Zahlungsdaten nur bei Amazon gespeichert und du musst sie nicht an weitere Online-Shops weitergeben. 

5. Apple Pay als Alternative zu PayPal

PayPal-Alternative Apple Pay
PayPal-Alternative Apple Pay
(Foto: Screenshot)

Wie Amazon, bietet auch Apple einen eigenen Zahlungsdienst an. Allerdings lässt sich dieser nur in Verbindung mit einem iOS-Gerät nutzen, also einem iPhone, iPad oder der Apple Watch (auch das MacBook Pro mit Touch-ID ist kompatibel). Du kannst nur auf einem dieser Geräte mit Apple Pay bezahlen, wenn du den Safari-Browser verwendest. Zuvor musst du eine Kreditkarte als Zahlungsmittel bei Apple hinterlegen. Über den Fingerabdruck-Sensor verifizierst du den Kauf anschließend.

  • Verbreitung: in Deutschland erst ab Winter 2017 verfügbar, auch vor Ort zum Bezahlen
  • Gebühr: 0,15 Prozent für die Banken 
  • Käuferschutz: über die Kreditkarte bei der Hausbank
  • Verifizierung: Touch-ID
  • Neuer Account: nein
  • Zahlung stornieren: nur bei der Bank

Fazit: Wer mit Apple Pay bezahlt, der bezahlt in Wirklichkeit mit seiner Kreditkarte. Apple Pay bietet nur die Abwicklung zwischen Shop / Händler und der Bank an. Nur das Bezahlen ist dadurch einfacher, da die Kreditkarteninformationen bei Apple bereits hinterlegt sind und du dich per Fingerabdruck legitimierst. Im Gegenzug erhält Apple Informationen darüber, was du einkaufst, und speichert diese Daten in den USA. Der Dienst soll im Winter 2017 auch in Deutschland starten, dann kannst du mit Apple Pay auch im Geschäft vor Ort bezahlen. Dazu hältst du das iPhone oder die Apple Watch einfach an das Kartenlese-Terminal.

6. Shoppen und Bezahlen mit Masterpass

PayPal-Alternative Masterpass
PayPal-Alternative Masterpass
(Foto: Screenshot)

MasterCard bietet mit Masterpass einen weiteren Zahlungsdienst an. Hier müssen Kunden zunächst eine Kreditkarte hinterlegen. Neben einer MasterCard kann das auch eine Karte von VISA oder AmericanExpress sein. Die Zahlung erfolgt dann nur über die Zugangsdaten zu Masterpass, die Kreditkartendaten werden also nicht an den Händler weitergegeben.

  • Verbreitung: über 600 Shops
  • Gebühr: normale Kreditkartengebühr für die Banken, keine Gebühr für Händler und Kunden 
  • Käuferschutz: über die Kreditkarte bei der Hausbank
  • Verifizierung: TAN-Verfahren von Masterpass
  • Neuer Account: ja
  • Zahlung stornieren: nur bei der Bank

Fazit: Wer seine Kreditkartendaten nicht bei jedem Online-Shop hinterlassen will, kann Zahlungen mit Masterpass abwickeln. Im Vergleich zu PayPal und Sofortüberweisung ist Masterpass aber noch nicht weit verbreitet. Einen eigenen Käuferschutz gibt es nicht. Die Zahlungen sind wie alle Kreditkartenzahlungen über die Hausbank geschützt und können dort storniert werden.

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