Die 5 größten Klimakiller und was du gegen sie tun kannst

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Butter, Kohlestrom, Fleisch – was sind denn nun die größten Klimakiller? Utopia hat es für dich herausgefunden.

Du willst klimafreundlicher leben? Das ist super! Wenn viele Menschen ihre Gewohnheiten umstellen, können wir Verbraucher*innen einen großen Teil zum Klimaschutz beitragen. Aber womit anfangen? Bei der Ernährung, der Kleidung oder doch dem Strom aus der Steckdose?

Am besten da, wo eine Umstellung den größten Unterschied macht. Deinen CO2-Fußabdruck kannst du in wenigen Schritten um einiges reduzieren. Wir zeigen dir, wie.

Treibhausgase: Wo produzieren wir am meisten?

Wo produzieren wir die meisten Emissionen? Die Antwort auf diese Frage ist nicht ganz einfach: Es kommt darauf an, welchen Treibhausgas-Ausstoß wir untersuchen.

treibhausgasemissionen deutschland(Quelle: Umweltbundesamt /https://www.umweltbundesamt.de/indikator-emission-von-treibhausgasen)
Im Jahr 2017 hat die Energiewirtschaft die meisten Emissionen in Deutschland verursacht.

Sehen wir uns den Treibhausgas-Ausstoß von Deutschland im Jahr 2017 an, belegen Energie (35 Prozent), Industrie (22 Prozent) und Verkehr (19 Prozent) die ersten Plätze. Haushalte machen etwa 10 Prozent aus.

Das wirkt auf den ersten Blick erst einmal so an, als hätten Verbraucher*innen nicht viel Einfluss auf den deutschen CO2-Fußabdruck. Denn nur auf die Kategorie „Haushalte“ wirken sie direkt ein, indem sie entscheiden, wie sie leben, heizen und was sie kaufen.

Allerdings: Auch auf die Emissionen aus „Energiewirtschaft“, „Industrie“, „Verkehr“, „Landwirtschaft“ und „Dienstleistungen“ hast du als Konsument*in Einfluss: Indem du Parteien wählst, die sich für Umweltschutz einsetzen, zum Beispiel. Oder, indem du nachhaltige Unternehmen unterstützt und Bio- beziehungsweise regionale Produkte kaufst. Indem du mit dem Fahrrad fährst oder Ökostrom beziehst.

Beachte: Zum „CO2-Fußabdruck“ und zu den „Treibhausgas-Emissionen“ zählt nicht nur CO2 sondern auch andere Klimagase wie beispielsweise Methan.

Klimakiller im Alltag: die Emissionen der Deutschen

Um die größten Klimakiller in deinem Alltag zu identifizieren, kannst du dich an den Treibhausgas-Emissionen einer durchschnittlichen Person in Deutschland orientieren. Die Grafik basiert auf Zahlen des Umweltbundesamtes. Sie verrät dir, wo Privathaushalte in Deutschland pro Jahr am meisten verursachen – und wo sie am meisten einsparen können.

klimakiller deutscher durchschnnitt pro kopf(Quelle: CO2-Rechner des UBA)
Wer hätte das gedacht? Konsum ist der größte Klimakiller im Alltag.

Übrigens: Die Rubrik „Öffentliche Emissionen“ beschreibt die Emissionen, auf die wir als Bürger*innen kaum direkten Einfluss haben (Schulen, Krankenhäuser etc.). Deshalb haben wir sie in der folgenden Liste außer Acht gelassen.

Klimakiller Nummer 1: Konsum

„Sonstiger Konsum“ macht mit 4,56 Tonnen pro Jahr 39 Prozent der Treibhausgas-Emissionen der Deutschen aus – also über ein Drittel. Die Kategorie beinhaltet alles, was wir einkaufen und was nicht schon in einer der anderen Kategorien auftaucht, wie Kleidung oder neue Haushaltsgeräte.

Die meisten Treibhausgas-Emissionen produzieren wir also beim Einkauf. Das ist nicht verwunderlich, wenn man Folgendes bedenkt: Auch die Herstellung, Entsorgung und das Recycling von Produkten beeinflusst den CO2-Fußabdruck zu einem großen Teil.

Ein Beispiel: Im Schnitt kaufen wir uns alle paar Jahre ein neues Handy. Doch dieses Handy verursacht nicht nur Emissionen, weil es mit Strom betrieben wird – auch die Herstellung macht einen großen Teil des CO2-Fußabdrucks aus. Jedes Bauteil besteht aus Ressourcen, die aufwendig (und oft unter problematischen Bedingungen) gewonnen werden. In einem Smartphone stecken zum Beispiel seltene Erden, die in aufwändigen Verfahren und vielen Arbeitsschritten aus anderen Rohstoffverbindungen herausgelöst werden müssen.

Was kannst du tun?

  • „In hochwertige und langlebige Geräte investieren und defekte Geräte reparieren lassen“, sagt Siddharth Prakash, Experte für nachhaltigen Konsum am Öko-Institut. Das lohne sich eigentlich bei fast allen Geräten.
  • Reparieren lassen ist dir zu teuer? Dann versuche es selbst (iPhones z.B. mit dem Reparier-Kit von iFixit) Du bist handwerklich nicht so fit? Dann frage Freund*innen um Hilfe oder sieh nach, ob es bei dir in der Nähe ein Repair Café gibt.
  • Trage Kleidung so lange wie möglich und kaufe in Second-Hand-Läden und auf Flohmärkten ein. Ein gebrauchtes T-Shirt kann deinen Kleiderschrank genauso aufpeppen wie ein neues – und braucht keine neue Baumwolle, Kunstfaser oder Energie für die Herstellung.
  • Vor allem: Frage dich bei jedem Einkauf: Brauche ich das überhaupt?

2. Klimakiller Mobilität 

Am zweithäufigsten produzieren wir Emissionen im Verkehr. 2,16 Tonnen verursacht eine einzige Person in Deutschland pro Jahr. Hier kannst du viel einsparen! Das heißt nicht, dass du nicht mehr zur Arbeit oder in den Urlaub fahren sollst – du musst nur das Transportmittel wechseln.

Die schlimmste Art zu Reisen ist ganz klar: Fliegen. Laut dem Umweltbundesamt verursacht ein Inlandsflug im Durchschnitt 230 Gramm CO2-Äquivalente pro Person und Kilometer, ein PKW dagegen „nur“ 147. Am sparsamsten sind Eisenbahnen mit 31-32 Gramm und Fernlinienbusse mit 29. Das heißt: Nimmst du den Flieger von Hamburg nach Berlin (256 Kilometer), dann musst du im Schnitt 59 Kilogramm CO2-Äquivalente auf dein persönliches Klimakonto hinzurechnen. Fährst du mit dem Bus, sind es nur 7. Beide Zahlen können variieren, je nachdem, wie gut Flieger und Bus ausgebucht sind.

Fliegen, Lufthansa, Flugzeug, München, Nürnberg(Foto: CC0 Public Domain / Pixabay)
Ein Flugzeug ist acht mal so klimaschädlich wie ein Reisebus.

Was kannst du tun?

  • Das Offensichtliche: Fliege weniger und nutze nachhaltigere Verkehrsmittel wie Bahn oder Bus.
  • Auf kurzen Strecken: Verzichte öfter aufs Auto, wenn es möglich ist. Fahre zum Beispiel mit dem Fahrrad zum Einkaufen oder gehe zu Fuß. Beim Spazierengehen produzierst du nämlich gar kein CO2 außer das, das du ausatmest.
  • Wenn du auf dem Land wohnst, bilde Fahrgemeinschaften. So können du und deine Kolleg*innen den Treibhausgas-Ausstoß für Fahrten schnell halbieren oder dritteln – vorausgesetzt, ihr macht nicht mehr Fahrten als vorher. Außerdem spart ihr Geld für Sprit.

3. Klimakiller: Ernährung

15 Prozent unseres persönlichen CO2-Fußabdrucks gehen auf Essen zurück. Durch unsere Nahrung produzieren wir in einem Jahr also 1,74 Tonnen CO2-Äquivalente. Doch was tun? „Weniger Essen“ ist keine Option. Dafür kannst du aber auf bestimmte Nahrungsmittel verzichten.

klimakiller essen(Grafik © Öko-Institut)
Verschiedene Ernährungsweisen wirken sich unterschiedlich stark aufs Klima aus.
  • Der größte Hebel für eine klimaschonendere Ernährung ist die Reduzierung von Fleisch und anderen Lebensmitteln tierischen Ursprungs.
  • Auch kleine Änderungen können etwas bewirken: Verwende zum Beispiel Margarine (0,8 Kilogramm CO2-Äquivalente) statt Butter (24 Kilogramm C02-Äquivalente). In einem Jahr (sechs Kilo Butter)  sparst du so schon etwa 140 Kilo CO2-Äquivalente. So viel entsteht durchschnittlich bei einer Autofahrt von Leipzig nach Paris.
  • Isst du normalerweise viel Fleisch und wirst dann Vegetarier, sparst du laut dem Öko-Institut schon über 300 Kilo CO2-Äquivalente pro Jahr.
  • Wenn du Veganer wirst, sind es sogar knapp 500 Kilo CO2-Äquivalente jährlich.

Was kannst du tun?

  • Kaufe regional und saisonal ein. Die Lebensmittel haben kürzere Transportwege und müssen nicht so lange gekühlt werden. Deshalb produzieren sie weniger Emissionen.
  • Kaufe Bio-Produkte. Durch Bio-Erzeugnisse wie Weizen, Roggen, Kartoffeln und Feldgemüse entstehen laut Öko-Institut nur etwa halb so viele Emissionen wie durch Produkte aus konventioneller Landwirtschaft.

Mehr Informationen: Diese 6 Lebensmittel sind am schlimmsten fürs Klima

4. Klimakiller: Heizen

Dass Essen und Fliegen Klimakiller sind, ist keine Überraschung. Doch Heizen wird oft unterschätzt: Laut dem CO2-Rechner des Umweltbundesamts macht es immerhin 14 Prozent der jährlichen persönlichen Treibhausgas-Emissionen aus, also über ein Sechstel. Die entstehen vor allem im Winter, wenn wir unsere Wohnräume einige Monate lang beheizen müssen. So entstehen im Jahr durchschnittlich 1,6 Tonnen CO2-Äquivalente pro Kopf. Ganz mit dem Heizen aufzuhören, geht natürlich nicht. Doch schon mit kleinen Änderungen kannst du sehr viel bewirken.

Heizungsluft und Kälte trocknen im Winter deine Haut aus.(Foto: CC0 / Pixabay / geralt)
Wenn du ein Grad weniger heizt, sparst du in im Jahr 200 Kilo CO2.

Was kannst du tun?

  • Drehe die Heizung so weit wie möglich herunter. Laut einer Studie der Unternehmensberatung A.T. Kearney reicht schon ein Grad weniger, um jährlich 200 Kilo CO2 zu sparen.
  • Für Hausbesitzer: Isoliere das Dach und die Außenfassade. Das kostet zwar etwas, dafür sparst du in den Jahren darauf aber einiges an Heizkosten und Emissionen. Eine modernere Heizung und Wärmedämmung sollen laut A.T. Kearney ganze 800 Kilo CO2 jährlich sparen.
  • Je größer die Wohnung, desto mehr musst du heizen. Drehe die Heizung deshalb nur in den Räumen auf, in denen du dich auch wirklich aufhältst.
  • Mehr Tipps: Richtig heizen: Die 15 besten Tipps zum Energiesparen

5. Klimakiller: Strom

Ein Alltag ohne Smartphone oder Laptop – das können sich viele nicht vorstellen. Dazu kommt die Kaffeemaschine, der Fernseher, die Waschmaschine und viele andere alltägliche Stromfresser. Und darunter leidet die Umwelt: Durch unseren Verbrauch entstehen laut Umweltbundesamt im Schnitt 760 Kilo Treibhausgas-Emissionen jährlich, also immerhin sieben Prozent unseres gesamten CO2-Fußabdrucks.

Diese Zahl ist in Deutschland relativ hoch. Das hat folgenden Grund: Während andere Länder wie beispielsweise Norwegen ihren Strom bereits großteils aus erneuerbaren Energien beziehen, stammt unser konventioneller Strom zu großen Teilen aus Kohlekraftwerken. Diese verbrennen unter anderem Braun- und Steinkohle, um Energie zu erzeugen – dabei entsteht neben giftigen Abgasen auch sehr viel Kohlenstoffdioxid (CO2). Kohle ist laut BUND die klimaschädlichste Art der Stromerzeugung. Sie sei beispielsweise doppelt so schlimm wie moderne Gaskraftwerke. Trotzdem werden die Anlagen bis voraussichtlich 2038 in Betrieb bleiben.

Mehr dazu: Kohle ist kein Kompromiss – nutzt eure Verbrauchermacht!

Was kannst du tun?

  • Du willst keinen dreckigen Kohlestrom? Dann wechsle zu Ökostrom. Das dauert keine halbe Stunde und senkt deine CO2-Bilanz für Strom auf fast Null! Passende Anbieter für deine Region findest du hier: Ökostrom-Tarife finden
  • Hol dir einen (energiesparenden) Laptop anstatt eines PCs. Die verbrauchen im Schnitt nämlich 120 Kilo CO2 weniger im Jahr.
  • Lass Handy, Fernseher und Laptop nicht gleichzeitig laufen, sondern konzentrier dich auf eines davon.
  • Zieh den Stecker und lass das Netzteil nicht einfach in der Steckdose, wenn dein Handy oder PC nicht lädt.

Mehr Tipps: Strom sparen: Stromspartipps, die du noch nicht kanntest

Auch die kleinen Dinge machen einen Unterschied

Du lässt die Milch im Kaffee weg und kaufst keine Strohhalme mehr? Und anstelle von Plastiktüten nutzt du beim Einkaufen nur deinen eigenen Jutebeutel? Das ist prima. Auch wenn kleine Änderungen sich nicht so stark auf dem CO2-Fußabdruck niederschlagen, sind sie doch wichtige Schritte in die richtige Richtung. Und wer weiß: Vielleicht gibt dir ein kleiner Erfolg beim Einkaufen ja die nötige Motivation für die nächste größere Umstellung.

Mehr Tipps und Inspirationen für ein umweltfreundliches Leben findest du hier:

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(6) Kommentare

  1. Wikipedia:
    https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96kostrom#Kritik

    „Beim Kunden erzeugt der Begriff „Ökostrom“ die Vorstellung, durch seine Tarifwahl die Emission von CO2 zu vermindern. Diese Annahme ist irrig, denn aufgrund der Einspeisepriorität für regenerativ erzeugten Strom ist eine bloße Änderung des Geldflusses, mit Umgehung der Strombörse und direktem Handel mit dem Erzeuger, ohne Wirkung auf die CO2-Emissionen. Dem regenerativen Strom des Ökostromkunden entspricht eine genauso große Verminderung des regenerativen Anteils im Graustrom und eine Änderung seines Stromverbrauchs erzeugt eine gleich große Änderung der fossilen Stromerzeugung. Eine positive CO2-Wirkung von Ökostromverträgen entstünde nur, wenn diese eine höhere Investition in regenerative Technik auslösten. Dies können jedoch nur einige Anbieter garantieren.

    Viele Ökostromangebote stehen unter Kritik. Von den rund 810 Ökostromlieferanten, die es 2011 in Deutschland gab, wurden laut einer Analyse des Umweltbundesamtes die Kauferwartungen von Verbrauchern nur von einem Bruchteil der Anbieter tatsächlich erfüllt. Unter den 7,25 Millionen Verbrauchern in Deutschland, die 2012 Ökostrom an Stelle von Graustrom bezogen, um die Energiewende und den Ausbau erneuerbarer Energien zu fördern, unterstützt eine Mehrheit unbewusst die Stromerzeugung aus Kernkraft- und Kohlekraftwerken.

    Manche Angebote dienen dem Greenwashing des Anbieters oder sollen zum Stromanbieterwechsel verleiten. Diese Geschäftspraktik betreiben die meisten Stromanbieter.[65] Einige Passagen in der Erneuerbare-Energien-Richtlinie erlauben es den Anbietern, Stromprodukte als Ökostrom zu verkaufen, die keine fördernde Wirkung auf den Ausbau von Anlagen zur Nutzung erneuerbaren Quellen haben. Dabei ist Hauptzweck und Ziel der Richtlinie, eine Nutzung von Energie aus erneuerbaren Quellen zu fördern. Stattdessen werden mit Hilfe eines verpflichtenden Handels mit sogenannten Herkunftsnachweisen (speziell RECS) vorgebliche Ökostromprodukte legitimiert. Diese weisen jedoch nur nach, dass Strom, der ohnehin irgendwo in Europa schon aus erneuerbaren Quellen – zumeist seit langem betriebenen Wasserkraftwerken – in das Stromnetz eingespeist wird, statistisch dahin verschoben wird, wo Ökostrom nachgefragt wird. Diesen Nachweisen fehlt nachweislich eine fördernde Wirkung auf die Energiewende.[65] So erstellte Ökostromprodukte weichen somit weitgehend von den Kaufmotiven ab, aus denen Verbraucher Ökostrom nachfragen.[71][72]

  2. Danke für Grafiken!
    Das Problem kann man nicht deutlich genug darstellen:
    Das Hauptproblem ist unser Konsum!

    Die Ziele unserer Gesellschaft müssten neu definiert werden:
    Heute kann man zu einfach Geld verdienen, mit Dingen die Erde und somit unsere Existenz mittelfristig zerstören.
    Mit dem verdienten Geld lassen sich wieder Konsumgüter kaufen (Auto, Sprit, Flugreisen, China-Plastik-Schrott-Artikel,…), die unsere Welt weiter zerstören.

    Es dürften nur noch nachhaltige Dinge belohnt, die unser Leben besser machen, ohne etwas zu zerstören.

  3. Die Grafik bezüglich CO2-Äquivalente bei der Ernährung ist irreführend. Die Kalorienanzahl sollte, zur besseren Vergleichbarkeit, bei allen Ernährungsformen gleich sein. Hochgerechnet auf die Kalorienanzahl der fleischbetonten Ernährung ergeben sich nämlich folgende CO2-Äquivalente:
    Fleischbetonte Ern.: 1314
    DGE-Ernährung: 1259
    Vegetar. Ernährung: 1112
    Vegane Ernährung: 979
    Die Einsparung beträgt dann keine 300, beziehungsweise 500, Äquivalente pro Jahr, sondern nur noch 201 (veget.) und 335 (vegan). Einsparung ist Einsparung und als vegan lebender Mensch ist dies zudem nicht das einzige Argument. Als Argumentationsgrundlage ist so eine Grafik allerdings nur bedingt geeignet.

  4. Hallo Einer,

    ich verstehe deinen Punkt von der Zahlen-Logik her.
    Allerdings verstehe ich nicht, wie eine vegetarische oder vegane nur so eine geringe Einsparung von 25% haben kann.

    Herstellung vegetarisches essen:
    Sojabohnen anbauen => ernten => abpacken =>Transportieren => verzehren

    Herstellung Fleisch:
    20x (Sojabohnen anbauen => ernten => Transportieren => Schwein füttern) => Schwein zu Schlachthof => schlachten/zerlegen = > abpacken => Transportieren

    Wenn ich die Aufzucht der Tiere mit dem direkten verzehr von pflanzlicher Nahrung vergleiche, kommen mir 25% Einsparung wenig vor.
    Klar, auch ein „Fleischfresser“ isst nicht nur Fleisch, aber dennoch sind 25% wenig.

  5. Hi Dara,

    da Utopia keine Verlinkung zu der Grafik zur Verfügung stellt, kann ich dir leider nicht sagen, woher die Zahlen exakt kommen. Eine kurze Recherche hat jedoch die gleichen Zahlen in einer Grafik des Öko-Instituts aus dem Jahr 2013 ergeben (https://www.oeko.de/oekodoc/2063/2014-637-de.pdf#page=15&zoom=80,-594,830). Hier wurde allerdings die gleiche Kalorienanzahl (2000 kcal/Tag * 365) als Grundlage genommen.

    Auf der Seite des BMU findest du andere Zahlen (, welche auf dem BMU-eigenen Rechner basieren:
    Vegan 940
    Vegetarisch 1.160
    Fleischesser 1.760
    https://www.bmu.de/themen/wirtschaft-produkte-ressourcen-tourismus/produkte-und-konsum/produktbereiche/konsum-und-ernaehrung/
    Der angebene CO2-Rechner kommt von KlimAktiv. Dieses Unternehmen stellt die Web-Applikation zur Verfügung, wie sie zu den Daten kommen, haben ich noch nicht herausgefunden.
    Kannst gerne mal gucken, vielleicht wirst du fündig: http://www.klimaktiv.de/

  6. Die Daten des Öko-Institutes (daher kommt die Grafik) kann ich nicht nachvollziehen, hier müsstest bei Utopia um eine Quellenangabe bitten. Ich habe die gleichen CO2-Äquivalente beim Öko-Institut in einer anderen Publikation gefunden. Hier wurde die allerdings die gleiche Kalorienanzahl (2000kcal/Tag*365) als Berechnungsgrundlage genommen:
    https://www.oeko.de/oekodoc/2063/2014-637-de.pdf#page=15&zoom=80,-594,804

    Das BMU hat andere (und aktuellere Zahlen veröffentlicht):
    https://www.bmu.de/themen/wirtschaft-produkte-ressourcen-tourismus/produkte-und-konsum/produktbereiche/konsum-und-ernaehrung/
    Vegan 940
    Vegetarisch 1.160
    Fleischesser 1.760

    Diese Daten basieren auf dem CO2-Rechner von KlimAktiv.
    Auf der Seite https://uba.co2-rechner.de/de_DE/ gibt es ganz unten links des Link „Hintergrund“, welcher die Datenquellen des Rechners exakt aufführt.

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