So leiden Meereslebewesen an Plastikmüll

Schildkröte Strohhalm
Bild: Youtube / Coasts

Ein achtlos weggeworfener Plastik-Strohhalm wird für eine Schildkröte zur lebensbedrohlichen Falle. Die Szenen des Videos sind nur schwer zu ertragen – doch machen sie klar, dass wir endlich sorgsamer mit Plastik umgehen und Plastikmüll vermeiden sollten.

2015 reiste die Studentin Christine Figgener mit einem Forschungs-Team nach Costa Rica, um grüne Meeresschildkröten für ihre Doktorarbeit zu studieren. Als sie eine Schildkröte untersuchte, fand sie einen zwölf Zentimeter langen Plastik-Strohalm, der sich in ihrem Nasenloch verhakt hatte.

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(3) Kommentare

  1. Das ist ja kaum mit anzusehen! Ok, der Strohhalm muss aus der Nase, aber muss man das so brutal machen? Ohne Betäubung offenbar, bis es blutet. Und dann immer wieder schön mit der Zange gegen den fest sitzenden Halm stoßen und zurück in die offene Wunde drücken. Das grenzt ja an Tierquälerei. – Aber Hauptsache der Akku der Kamera hält und Madame kann sich lautstark über den „freakin‘ straw“ brüskieren. puh …

  2. Das ist ja kaum anzusehen. Die armen Tiere. Es ist schade, dass die Tiere und die eh schon benachteiligten Menschen die Folgen unseres unökologischen Handelns am meisten zu spüren bekommen.

  3. Ich bezweifle, ob diese Leute der Schildkröte mit dieser Aktion wirklich geholfen haben. Das Tier leidet und es ist kaum mitanzusehen, wie die selbsternannten Retter immer und immer wieder versuchen, den Halm rauzuziehen, und dabei die Schildkröte vor Schmerzen sich windet und wegmöchte. Ganz am Ende, als sie es geschafft haben, sieht man ja, wie lang der Halm war – und dass er festgehakt/festgewachsen war, ist schon viel früher klar. Ich fürchte, man hat dem armen Tier nun eine Wunde zugefügt, die weit schlimmer ist als der Halm in der Nase. Ich weiss zum Beispiel nicht, ob Schildkröten eine Art Nasenscheidewand haben, aber vielleicht ist diese und ein Teil der Rachens jetzt zerfetzt.
    Im Grunde hätte man das Tier lieber töten sollen, anstatt so brutal (wenn auch lieb gemeint) zu quälen und dann (wahrscheinlich) sich selbst zu überlassen. Wenn der Halm festsitzt, hätte man vielleicht durch den Mund versuchen können, ihn rauszuziehen. Wenn überhaupt. Keine gute Aktion. Am Schluss sieht man die Schildkröte ja auch nicht mehr. Hoffentlich hat sie das Bewusstsein verloren :'(

    Und apropos Plastik im Meer: in diversen Schwellenländern schmeissen sie völlig gleichgültig ganze Müllsäcke ins Meer. Da nutzt leider unser hiesiges Bemühen nicht viel. Weltweit müsste jede Art Plastik, der nicht unabdingbar ist, verboten werden und man müsste zu kompostierbaren Verpackungen zurückkehren. Das ist die einzige wirkliche Lösung.

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