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Rasterfahndung für Tenside: Darauf solltest du beim Einkauf achten

© Andrew Wulf / unsplash.com

Tenside befinden sich in allen Wasch- und Reinigungsmitteln und auch in vielen Körperpflegeprodukten. Warum ist das eigentlich so?

Tenside sind waschaktive Substanzen (Detergentien). Sie sind in der Lage, fetthaltigen Schmutz zu lösen. Daher werden sie in diesen Produkten des täglichen Lebens gebraucht.

Tenside schaffen die Voraussetzung dafür, dass überhaupt etwas gewaschen/geputzt werden kann: Sie zerstören die Oberflächenspannung des Wassers. Damit wird das Lösen von fetthaltigem Schmutz und Flecken überhaupt erst möglich.

Öle statt tierischer Bestandteile

Das älteste vom Menschen hergestellte Tensid ist Seife, die lange Zeit aus tierischen Bestandteilen hergestellt wurde. Heute gibt es dank der Fortschritte in der Entwicklung modernere Tenside. Sie haben keine tierischen Bestandteile mehr und sind zugleich biologisch abbaubar. Sie werden aus Ölen bzw. deren Fettsäuren gewonnen.

Man kann Tenside aus nachwachsenden pflanzlichen Rohstoffen wie Mais, Palmkernöl, Zucker oder Stärke herstellen. Die andere Möglichkeit ist, Tenside aus Erdöl herzustellen. Die Basis für die Herkunft sagt allerdings nichts über die Umwelt- und Hautfreundlichkeit des Tensids in der Anwendung aus. Dafür sind Wirkung und Abbaubarkeit der Tenside die wichtigsten Kriterien, die je nach Art unterschiedlich sein können.

Ein hautverträgliches Produkt ist mit dem Hinweis „für Neurodermitiker geeignet“ gekennzeichnet. (© Bonnie Kittle / unsplash.com)

Hauptsache, sanft zur Haut

Grundsätzlich wird in Wasch- und Reinigungsmitteln eine Kombination von unterschiedlichen Tensiden eingesetzt und nicht nur ein einziges Tensid. Entscheidend ist dabei immer, was das Produkt können soll: Will man es stark fettlösend oder eher sanft, stark schäumend oder gar nicht, hautfreundlich oder weniger, soll es als Emulgator dienen, als Entschäumer oder als waschaktive Substanz und so weiter.

Die Hautfreundlichkeit von Tensiden wird im Idealfall dermatologisch getestet und dann entsprechend auf den Produkten ausgewiesen. Allerdings bezieht sich die Aussage „dermatologisch getestet“ oft nur auf einzelne Inhaltsstoffe, nicht auf das gesamte Produkt. Wenn du ein wirklich hautverträgliches Produkt suchst, kannst du auch auf den Hinweis „für Neurodermitiker geeignet“ achten.

Viele Waschmittel enthalten außerdem unnötige Füllstoffe, die die Umwelt belasten und keinen Nutzen bringen. Achte einfach auf die Dosierung pro Waschgang. Ist die Dosierung hoch, enthält das Waschmittel viele Füllstoffe: Ist sie niedrig, handelt es sich um ein echtes Konzentrat, das keine unnötigen Füllstoffe enthält. Dies entlastet die Kläranlagen und die Umwelt.

Spurlos sauber: Die Abbaubarkeit ist entscheidend

Nicht nur der abgewaschene Schmutz landet schlussendlich im Abwasser, sondern auch die verwendeten Tenside aus den Reinigungsmitteln. Tenside werden in Kläranlagen durch Mikroorganismen, Bakterien und Enzyme abgebaut. Die Abbaubarkeit der Tenside, die in Wasch- und Reinigungsmitteln eingesetzt werden, müssen bestimmte Werte erreichen. Die Testmethode dafür ist der OECD-Bestätigungstest, nach dem 90% der Tenside abgebaut werden können müssen. Verantwortungsvoll eingesetzte und ökologisch hergestellte Tenside sind oft über 95% biologisch abbaubar.

Einen weiteren Hinweis erhältst du über Herstellerangaben zur biologischen Abbaubarkeit der verwendeten Tenside. Phosphate sind in Waschmitteln mittlerweile verboten. Der „kleine Bruder“ Phosphonate ist aber immer noch in begrenzten Mengen zugelassen. Da es sich ebenfalls um eine Phosphorverbindung handelt, trägt dieser Stoff weiterhin zur problematischen Überdüngung unserer Gewässer bei. Zudem sind Phosphonate nur schwer biologisch abbaubar und können in den üblichen Kläranlagen nicht herausgefiltert werden.

Es gibt gute umweltfreundliche Alternativen, die anstelle der Phosphorverbindungen Silicate oder Citrate einsetzen. Preislich liegen diese Produkte meist etwas höher, da die Ersatzstoffe deutlich teurer sind als die Phosphorverbindungen. Das ist leider auch der Grund weshalb die Phosphorverbindungen immer noch von vielen Herstellern genutzt werden und von vielen Verbrauchern gekauft werden.

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