Studie beweist: Wer Yoga macht und meditiert, lebt gesünder

Yoga und Meditation wirken sich positiv auf Gesundheit aus
Foto: CC0 Public Domain / Unsplash

Forscher des Massachusetts General Hospital haben herausgefunden: Wer regelmäßig Entspannungstechniken wie Yoga, Meditation und Thai Chi macht, ist seltener krank.

Geahnt hat man es ja schon lange, nun ist es auch wissenschaftlich erwiesen: Entspannungstechniken, wie Yoga, Meditation und Tai Chi üben sich positiv auf die Gesundheit aus. Bei einer Studie des Massachusetts General Hospital wurden 4000 Probanden von 2006 bis 2014 begleitet – sie erhielten von den Forschern die Anweisung, regelmäßig Yoga, Meditationsübungen oder Tai Chi in ihren Alltag zu integrieren. Zusätzlich untersuchten die Forscher 13000 Studienteilnehmer, die keinerlei Entspannungsübungen machten.

Gut für Körper und Gesundheitssystem

Das Ergebnis: Bei den Teilnehmern, die Yoga, Meditation oder Tai Chi machten, sank die Inanspruchnahme medizinischer Dienste um 43 Prozent (relativ zur Kontrollgruppe). Entspannungstechniken sind dabei nicht nur gut für den eigenen Körper, sondern auch fürs Gesundheitssystem: Da jene Probanden seltener zum Arzt und nicht so häufig ins Krankenhaus mussten, rechneten die Forscher aus, dass somit 2360 Dollar pro Patient eingespart werden könnten.

Yoga und Meditation mindern das Stresslevel

Aber Vorsicht: Ein bisschen meditieren, und schon lebt man gesünder – so einfach ist das nicht. Dr. Michelle Dossett, eine der Autorinnen der Studie, erklärt sich das so: Die Praktiken verbessern das Bewusstsein für den eigenen Körper und führen dazu, dass man sich besser um sich selbst kümmert. Zudem verringern sie eine breite Palette von stressbedingten Symptomen und Erkrankungen. Yoga und Meditation verringern die Dosis des Stresshormons Cortisol im Körper.

Weiterlesen auf Utopia:

Schlagwörter: , ,

(3) Kommentare

  1. Gleiches gilt sicher auch, wenn man die Mitglieder von Tischtennis- oder DSA Rollenspielclubs untersuchen würde.

    Generell Bewegung (auch gerne europäischen Ursprungs) und reale soziale Kontakte mindern den Stresslevel und sind gut für das Immunsystem.

    Ich finde Yoga und TaiChi gut, aber es stößt mir schon auf, wie die Masse von einem Trend zum nächsten zieht, vor Kurzem war es Zumba, jetzt Yoga, früher Karate, heute Systema und TaiChi.

    Eigentlich ist unser Körper bewegungstechnisch so simpel gestrickt, dass man gar nicht besonders viele verschiedene Bewegungen ausführen ausführen kann, sprich alle Sport- und Bewegungsarten und Stile sind sich bei intensiver Übung und genauer Betrachtung recht ähnlich und dem Körper ist es relativ egal, ob man nach Hofrichters Turnbank System trainiert oder nach einem asiatischen Großmeister…. hauptsache man tut was.

  2. Studien „beweisen“ nichts, und auch Kausalität ist hier nicht gegeben. Kirchgänger haben ja auch nicht schlechtere Augen, weil sie religiöser sind, sondern weil die Sehfähigkeit durch das Alter erklärt wird – und sich die Altersstruktur von Kirchgängern sich von der der restlichen deutschen Bevölkerung unterscheidet. Zur transparenten Kommunikation von einfachen Statistiken (vor allem medizinischen) hier eine Buchempfehlung: „Risiko. Wie wir die richtigen Entscheidungen treffen“ (G. Gigerenzer). Könnte sein, dass diese Lektüre wiederum tatsächlich die Gesundheit verbessert, weil man lernt, an Ärzte, Gesundheitsorganisationen, Utopia und andere Medien kritische Fragen zu stellen und somit einer Menge an irreführenden Zahlen im Gesundheitsbereich nicht mehr auf den Leim zu gehen droht.

    • Frau Brise, Sie sollten nicht versuchen, das Kind mit dem Bade auszuschütten. Hier wurde, wenn Sie gründlich gelesen haben, ja eben nicht nur untersucht, was sich bei Meditierenden tut oder nicht tut. Sondern: Die Studie verglich zwei Kohorten: eine, der Entspannungsübungen aufgetragen wurde, und eine, die keinerlei solche Praktiken nutzte.
      Dass dabei derart schlagende Unterschiede zu Tage traten – 43% geringere Inanspruchnahme medizinischer Dienste bei den Meditierenden im Vergleich zur nicht-meditierenden Gruppe –, ist zumindest als starkes Indiz zu werten für die Wirksamkeit von Meditation.
      Wenn man dann auch noch weiß, dass es Hunderte von Studien mit ähnlichen Ergebnissen gibt, die Eingang finden konnten in namhafte Fachmagazine, dann kann man den Optimismus der Autoren des Artikels schon verstehen.
      Das Wort »beweist« ist natürlich Übertreibung. Ich hätte lieber einen Titel gesehen wie »Studie belegt: Yoga und Meditation könnten gesundheitsfördernd sein.« Aber irgendwie muss man die Leser wohl an den Wickel kriegen …

Kommentar schreiben

0/2500

* Pflichtfelder

** Links zu Bezugsquellen sind teilweise Affiliate-Links: Wenn ihr hier kauft, unterstützt ihr aktiv Utopia.de, denn wir erhalten dann einen kleinen Teil vom Verkaufserlös.