TV-Tipp: Mikroplastik im Meer – Unsichtbar, aber auch ungefährlich?

TV-Tipp: Mikroplastik im Meer
© Via Découvertes

Müllstrudel, schwimmende Plastikinseln, tote Fische, deren Mägen vor Plastik überquellen: Plastikmüll im Meer ist ein Problem. Was wir sehen, macht aber nur etwa ein Prozent des gesamten Plastiks im Meer aus. Forscher haben jetzt herausgefunden: Der Rest ist Mikroplastik, kleiner als bisher angenommen – und vermutlich auch gefährlicher. 

Mindestens 5,25 Billionen Plastikteile mit einem Gesamtgewicht von etwa 270.000 Tonnen befinden sich in den Weltmeeren – nur ein Bruchteil davon ist überhaupt an der Meeresoberfläche sichtbar, liegt am Strand oder in den Mägen toter Fische und Möwen. Keine schöne Vorstellung.

Sekundäres Mikroplastik – gefährlicher als gedacht?

Noch schlimmer aber ist: Wenn großer Plastikmüll – Tüten, Plastikflaschen und -verpackungen – ins Meer gelangt, werden die Teile durch Wind, Wetter und Gezeiten zu sogenanntem sekundären Mikroplastik zermahlen und zerkleinert. Wissenschaftler gingen bisher davon aus, dass sich das Material in Mikropartikel auflöst, und vermuteten, diese würden zusammengeklebt auf der Meeresoberfläche treiben. Neuere Studien zeigen jedoch: Die Partikel sind kleiner als gedacht und driften weit auseinander. Welche Auswirkungen das haben kann, ist noch nicht endgültig erforscht.

TV-Tipp: Mikroplastik im Meer
Forscher sollen nun herausgefunden haben, dass die Plastikpartikel kleiner sind als gedacht. (© Via Découvertes)

Jetzt sucht man auf dem Meeresgrund, im ewigen Eis, an den Küsten und in den Mägen der Meerestiere nach dem giftigen Plastik. Plastikabfälle stellen eine große Gefahr für Fische, Vögel und Meeressäuger dar. Mikropartikel, kleiner als ein Millimeter, gelangen problemlos in die Körper von Meerestieren. Nicht zuletzt können die Plastikgiftstoffe über die Fische auch in die menschliche Nahrungskette gelangen.

Die Arte-Dokumentation „Mikroplastik im Meer – Unsichtbar, aber auch ungefährlich?“ stellt die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse über das unsichtbare Gift in unseren Weltmeeren vor und ist bis zum 23. August 2017 in der Arte-Mediathek verfügbar.

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