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BPA-freie Kaffeebecher to go

Coffee-to-go-Becher sind praktisch, trendig und zeitgemäß: Schnell einen Becher heißen Kaffee auf dem Weg von A nach B schlürfen.

Die Folge: Pro Stunde gehen allein in Deutschland 320.000 Einweg-Becher für Coffee-to-go über die Ladentheke. 2,8 Milliarden Kaffeebecher schmeißen wir pro Jahr in den Müll.

Es gibt sie – die Alternativen zum Einweg-Becher mit dem Plastikdeckel: Stabile Coffee-to-go-Becher, mit oder ohne Thermo-Isolierung, einfach zu reinigen und ewig verwendbar. Leider enthalten viele dieser Kaffeebecher to go aus Plastik Bisphenol-A (kurz: BPA), ein Stoff, der sich vor allem bei hohen Temperaturen aus dem Plastik lösen kann und im menschlichen Körper ähnlich wie das weibliche Geschlechtshormon Östrogen wirkt. Ebenfalls bedenklich sind die meisten Kaffeebecher aus Bambus, da sie Melamin(harz) enthalten (siehe unten). Um Thermobecher nachhaltig zu nutzen und die eigene Gesundheit nicht zu gefährden, raten wir dir von Bechern aus Bambus ab.

In dieser Bestenliste stellen wir dir BPA-freie Mehrweg-Kaffeebecher to go vor.

Bestenliste: BPA-freie Kaffeebecher to go

So entstehen die Utopia-Bestenlisten im Produktguide ›

Materialien, aus denen BPA-freie Mehrweg-Kaffeebecher to go bestehen:

  • Edelstahl Kaffee-Becher: Edelstahl ist lebensmittelecht, rostfrei und daher unbedenklich. In der Herstellung allerdings ausgesprochen energieintensiv, deshalb möglichst lange benutzen.
  • PP & PE Kaffee-Becher: Polypropylen (kurz PP) und Polyethylene (kurz PE) sind lebensmittelecht, geruchlos und hautverträglich, enthalten grundsätzlich kein BPA. PP und PE werden jedoch leider auf Grundlage von Erdöl hergestellt und sind nicht natürlich abbaubar.
  • Silikon Kaffee-Becher: Silikon ist frei von Weichmachern, hitzebeständig, flexibel, langlebig und in der Regel gesundheitlich unbedenklich.
  • Porzellan Kaffee-Becher: Porzellan ist lebensmittelecht, unbedenklich und langlebig. Nachteil: Porzellan ist zerbrechlich und wird recht heiß. Die Produktion ist relativ energieintensiv.
  • Mais und Reis Kaffee-Becher: Mais und Reis sind schnell (nach)wachsende Rohstoffe.

Finger weg von Bambus-Kaffee-Bechern!

In den meisten Coffee-to-go-Bechern aus Bambus, die zurzeit erhältlich sind, steckt der Kunststoff Melamin. Das bedeutet zugleich, dass sie nicht nur aus Bambus bestehen, wie das der Name nahelegt. Besonders umweltfreundlich sind sie damit nicht – ein Fall von Verbrauchertäuschung.

Schlimmer noch: eine Gesundheitsgefahr. Das Bundesamt für Risikobewertung (BfR) rät, Geschirr aus Melaminharz nur bei Temperaturen bis 70° C zu nutzen, da sonst Giftstoffe freigesetzt werden können. Frischer Kaffee kann aber oft mehr als 70° C haben!

Auch die Stiftung Warentest warnt inzwischen vor Bambusbechern. Die Verbraucherschützer testeten im Sommer 2019 verschiedene Produkte – mit fatalen Ergebnissen: Aus mehr als der Hälfte der getesteten Bambusbecher gingen sehr hohe Mengen Schadstoffe ins Getränk über.

Coffee to go: Das kannst du besser machen

Unter dem Stichwort Coffee-to-go-Becher zeigen wir dir, was das Problem der Kaffee-Pappbecher zum Mitnehmen ist, wie wir es in den Griff zu kriegen versuchen und was du selbst tun kannst, um weniger Müll zu produzieren – und natürlich trotzdem deinen Kaffee genießen kannst. Versuche am besten also, dass dein Thermobecher nachhaltig ist.

Hier Lesetipps zum Thema:

Wir zeigen außerdem, welche Mehrweg Kaffeebecher in Tests besonders gut abgeschnitten haben, und warum auch der Deckel wichtig ist: