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Bettwäsche bei Öko-Test: Bedenkliche Stoffe in Bio-Baumwolle

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Foto: CC0 Public Domain / Pixabay

Bio-Baumwolle ist eigentlich eine Garantie für schadstofffreie Bettwäsche. Öko-Test hat allerdings in fünf von acht Bio-Bettwäschen bedenkliche Inhaltsstoffe gefunden. Ein Hersteller hat seine Bettwäsche-Garnitur sogar vom Markt genommen.

Ob Biber, Jersey oder Satin: Bettwäsche besteht fast immer aus Baumwolle, denn die ist atmungsaktiv und strapazierfähig. Fast alle Bettwäsche-Garnituren im Test waren aus 100 Prozent Baumwolle, sechs mit dem GOTS-Siegel zertifiziert. Es garantiert, dass entlang der gesamten Produktionskette strenge Umwelt- und Sozialstandards eingehalten werden. Mindestens 70 Prozent der Baumwollfasern müssen aus biologischem Anbau stammen. Viele Stoffe sind in der Produktion zudem verboten, darunter giftige Schwermetalle und Formaldehyd. Eins der getesteten GOTS-Bettwäsche-Sets erfüllt die Kriterien aber nicht …

Bettwäsche-Test: Öko-Test empfiehlt drei Sets

Von 24 getesteten Bettwäsche-Sets hat Öko-Test jedes dritte mit der Bestnote „sehr gut“ ausgezeichnet. Doch empfehlen können die Experten nur drei Bettwäsche-Garnituren, die zertifizierte Bio-Baumwolle verwenden. Denn auf den Baumwollplantagen werden keine Pestizide verwendet.

  • Bierbaum Bio Mako-Satin in türkis (**erhältlich bei Avocadostore)
  • Ege Organics Home Bett- und Kissenbezug Jersey in grey melange (**erhältlich bei Grundstoff)
  • Hessnatur Feel Biber-Bettwäsche im Set in seegrün (**erhältlich im hessnatur Onlineshop)

Alle drei Bettwäsche-Sets sind GOTS-zertifiziert und frei von jeglichen Schadstoffen.

Ökotest: Bettwäsche-Test als PDF kaufen

In der roten Bettwäsche „Galeria Selection Bio Satin“ wies das Labor allergisierende Dispersionsfarbstoffe nach. Die Konzentration war so hoch, dass die Bettwäsche die GOTS-Grenzwerte nicht mehr einhält. Das Siegel hätte gar nicht vergeben werden dürfen, sagt Öko-Test. Der Verkäufer (Galeria Kaufhof) hat die Bettwäsche daher aus dem Sortiment genommen.

Formaldehyd in der Bettwäsche entdeckt

Neben der Bettwäsche von Galeria Kaufhof ist auch die blaue Esprit-Bettwäsche „Satin Tribal Waves Duvet Cover“ im Test durchgefallen. Sie enthält Formaldehyd, das über die Atemluft aufgenommen Krebs hervorrufen kann. Formaldehyd setzen Hersteller oft ein, um die Oberfläche der Bettwäsche zu glätten und zu veredeln. In der Esprit-Bettwäsche fand Öko-Test auch noch weitere bedenkliche Stoffe.

Ökotest: Bettwäsche-Test als PDF kaufen

Neun Bettwäsche-Sets belasten die Umwelt

Ein häufiges Problem bei Textilien sind optische Aufheller, die für ein strahlendes Weiß sorgen sollen. Beim Waschen gelangen die Aufheller in das Abwasser, können aber nicht herausgefiltert werden. Daher reichern sie sich in den Gewässern an und stehen im Verdacht, eine hormonelle Wirkung zu haben. In der Bettwäsche eines bekannten Öko-Versandhauses kommt sogar die Haut in direkten Kontakt mit den optischen Aufhellern an der Decke, kritisiert Öko-Test.

Ebenfalls problematisch sind halogenorganische Verbindungen (AOX), von denen viele Allergien hervorrufen können und sich in der Umwelt ansammeln. Drei der Produkte mit AOX haben das GOTS-Siegel, das AOX in geringer Menge erlaubt. Die Testsieger sind allerdings frei von halogenorganischen Verbindungen und daher die erste Wahl.

Alle weiteren Testsieger in der Öko-Test-Ausgabe Oktober:

Bettwäsche-Test auf oekotest.de

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