Milben im Bett: Diese Mittel helfen besser als Milbensprays

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Milben im Bett treiben alle mit einer Hausstauballergie in den Wahnsinn. Doch es gibt verschiedene Mittel und Tricks, um die Milben abzutöten. So hast du zumindest für ein paar Tage Ruhe.

Milben im Bett: Was hilft bei Hausstauballergie?

Die Nase läuft jeden Morgen, die Augen jucken und sind gerötet – bei Allergikern klare Anzeichen für Milben im Bett. Ein bis zwei Millionen Hausstaubmilben können im Bett lauern, ihr Kot kann allergische Reaktionen bei Menschen auslösen.

Abhilfe schaffen angeblich Milbensprays, die Hausstaubmilben abtöten sollen. Doch bei Öko-Test sind alle Sprays durchgefallen – sie waren alles andere als effektiv. Wir zeigen dir, welche Mittel wirklich helfen. 

Hygiene gegen Milben

Milben im Bett: 60-Grad-Wäsche hilft
Milben im Bett: 60-Grad-Wäsche hilft
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Encasings für Matratze, Decken und Kissen

Der beste Schutz: Packe die Matratze, die Decken und die Kissen in sogenannte „Encasings“ ein (erhältlich z.B. bei** Amazon). Dann können sich die Milben erst gar nicht im Stoff einnisten. Über das Encasing kannst du wie gewohnt den Bettbezug ziehen und ihn regelmäßig waschen.

Bettzeug regelmäßig waschen

Das führt gleich zum nächsten Punkt: Wasche den Bezug der Matratze sowie den Kissen- und Deckenbezug mindestens alle zwei Wochen. Damit die Milben abgetötet werden, musst du den Stoff bei 60 Grad waschen – und zwar im Normalprogramm. Denn im Kurzprogramm ist das Wasser nur kurz heiß und die Milben überleben. Auch die Encasings musst du waschen.

Bettbezug vorsichtig abziehen

Wenn du das Bett abziehst um die Bettwäsche zu waschen, sei dabei besonders vorsichtig: Der Milbenkot liegt auf der Stoffoberfläche. Bist du zu schwungvoll, verteilst du ihn im ganzen Schlafzimmer.

Richtig lüften gegen Milben im Bett

Was hilft bei Milben im Bett?
Was hilft bei Milben im Bett?
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Damit sich Milben im Bett möglichst nicht vermehren, solltest du ein paar Tipps berücksichtigen:

  • Lüften: Am besten lüftest du direkt morgens nach dem Aufstehen. Ideal ist dabei eine Zimmertemperatur von ca. 16 Grad, denn die Milben mögen keine kalten Temperaturen.
  • Decke zurückschlagen: Unter der warmen Decke fühlen sich die Milben besonders wohl. Weil wir nachts schwitzen, ist es unter der Decke auch immer etwas feucht – ideal für Milben. Deshalb solltest du morgens die Decke zurückschlagen, damit das Bett trocknen kann. Das klassische „Betten machen“ ist also verboten.
  • Keine Tagesdecke: Wenn du bisher immer eine Tagesdecke über das Bett gelegt hast, solltest du das in Zukunft vermeiden. Darunter können sich Milben besonders gut vermehren, denn die Decke hält das Bett feucht und warm.
  • Matratze reinigen: Wer große Probleme mit Hausstaubmilben hat, kann seine Matratze auch professionell alle ein bis zwei Jahre reinigen lassen. Dies bieten in der Regel lokale Reinigungen an.
  • Kopfkissen einfrieren: Um alle Milben abzutöten, kannst du dein Kopfkissen für 24 Stunden ins Tiefkühlfach legen. Das tötet die Milben ab. Wäschst du es dann noch bei 60 Grad, geht auch der Milbenkot heraus.

Wo kommen die Milben her?

Milbe unterm Mikroskop
Milbe unterm Mikroskop
(Foto: CC0 / Pixabay / WikiImages)

Hausstaubmilben sind leider überall, wo Menschen sind. Denn sie ernähren sich vor allem von Hautschuppen und siedeln sich daher besonders gerne in der Nähe von Menschen an. Die Milben sind so klein, dass sie nur unter einem Mikroskop erkennbar sind.

Im Bett finden sie die idealen Bedingungen zum Leben: Es ist feucht, warm und es gibt viele Hautschuppen. Da mit jedem Jahr die Anzahl an Milben ansteigt, empfiehlt die Stiftung Warentest Allergikern, die Matratze nach sieben Jahren zu entsorgen.

Matratzen im Test: 

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(2) Kommentare

  1. Der Tipp mit dem Lüften hab ich auch von meiner Oma bekommen… jetzt weiss ich auch warum man das machen sollte, also nach dem Aufstehen sofort die Betten mal richtig gut an der Luft durchschütteln. Das mögen die Milben gar nicht 🙂
    Sehr schöner Artikel aber muss ich sagen, komme grad von https://milbenmeister.de da wir ein Mittel gegen Milben im Bett gesucht haben.
    lg Melli

  2. Was unsere Oma schon wußte…..lüften ist das A und O. Es ist neumodischer quatsch, dass man gleich nach dem Aufstehen das Bett wieder schön herrichten soll.Damit macht man es den Milben nur gleich gemütlich. Ich habe spezielle Milbenbettwäsche, ja sogar ein spezielles Kopfkissen und Matratzenauflage mir besorgt. Habe hier https://milben-bekämpfen.de im Produktratgeber darüber gelesen. Kann ich echt empfehlen. Ciao Sammy