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Bettwäsche waschen: Tipps für Temperatur, Programm und Waschmittel

Waschmaschine
Foto: CC0 / Pixabay / moerschy

Die Bettwäsche zu waschen bedeutet viel mehr, als nur Bunt- und Weißwäsche zu trennen. Denn wer einigermaßen ökologisch waschen will, sollte auch den Strom- und Wasserverbrauch gering halten.

Wie oft Bettwäsche waschen?

Bettwäsche zu waschen ist etwas aufwendiger, als normale Kleidung: Die Bettwäsche nimmt mehr Platz in der Waschmaschine ein und braucht länger zum Trocknen. Du solltest die Bettwäsche etwa alle zwei bis drei Wochen waschen und auswechseln. Denn wenn wir nachts schwitzen, bilden sich Bakterien und Keime. Auch Hausstaubmilben sitzen oft nach zwei Wochen im Bettzeug und bereiten vor allem Allergikern Probleme.

Wäsche waschen: Wie viel Grad?

  • Bunte Bettwäsche und Spannbettlaken kanst du bei 30 Grad waschen. So bleiben die Farben erhalten und der Stoff wird geschont.
  • Weißes Bettzeug solltest du ebenfalls bei 30 Grad waschen, denn das spart Energie.
  • Allergiker sollten das weiße Bettzeug jedoch bei 60 Grad waschen, um die Milben abzutöten. Allerdings halten es die Hausstaubmilben lange aus. Deshalb müssen Allergiker die Wäsche länger als eine halbe Stunde bei 60 Grad waschen.
  • Auch wenn jemand in der Familie krank ist, sollte das Bettzeug bei 60 Grad gewaschen werden. So werden Bakterien und Keime abgetötet.

In der Regel reichen also 30 Grad, denn die Enzyme in den Waschmitteln lösen Schmutz schon ab 20 Grad. Prinzipiell solltest du hin und wieder Wäsche mit 60 Grad waschen, um Bakterien zu töten, die sich in der Waschmaschine gebildet haben.

Nachhaltig Bettwäsche waschen

Beim Waschen der Bettwäsche kannst du viel Energie und auch Wasser sparen:

  • Eine Vorwäsche ist nicht notwendig, denn in der Regel finden sich keine hartnäckigen Verschmutzungen in der Bettwäsche.
  • Am besten die Bettwäsche erst waschen, wenn auch genug Wäsche für eine volle Trommel angefallen ist.
  • Auf den Wäschetrockner solltest du bei deiner Bettwäsche verzichten, denn der verbraucht viel Strom. An der frischen Luft trocknet die Bettwäsche auch gut.

Bettwäsche waschen: Waschmittel und Hygienespüler

Bettwäsche waschen: frisch gewaschenes Bettzeug
Bettwäsche waschen: frisch gewaschenes Bettzeug
(Foto: CC0 / Pixabay / Free-Photos)

Viele Waschmittel für Buntwäsche enthalten Duftstoffe, bei Waschmittel für weiße Wäsche ist auch noch Bleichmittel dabei. Besser sind ökologische Waschmittel für die Bettwäsche oder selbstgemachtes Waschmittel aus Kastanien oder Efeu.

Wir empfehlen ökologische und selbstgemachte Waschmittel, da es hier nur äußerst selten zu allergischen Reaktionen auf der Haut kommt. Außerdem sind sie besser für die Umwelt.

Mehr Tipps für die Bettwäsche:

  • Hygienespüler: Viele Menschen vertrauen auf Hygienespüler, um Keime in der Bettwäsche abzutöten. Die Spülung enthält Desinfektionsmittel und Duftstoffe, ist also nicht umweltverträglich. Bei einer 60-Grad-Wäsche ist Hygienespüler auch nicht nötig, denn die hohe Temperatur tötet bereits die Keime ab.
  • Alternativ zu Hygienespüler: Wenn du die Bettwäsch eine halbe Stunde vor dem Waschen in eine Schüssel mit Wasser und Essigessenz einlegst, erreichst du ein ähnlich gutes Ergebnis (Dosierung: 1 Liter Wasser auf 2 EL Essig). Oft reicht es aber auch schon, einfach 2 EL Essig zur Wäsche dazuzugeben.
  • Bleichmittel: Aggressive Bleichmittel sollen grau-weiße Bettwäsche wieder weiß machen. Ökologischer geht es ganz einfach mit Soda, das in den meisten ökologischen Bleichmitteln enthalten ist.
  • Weichspüler: Weichspüler sind schädlich für die Umwelt und zugleich überflüssig. Sie sorgen zwar kurz für ein angenehmeres Gefühl, können aber Allergien auslösen.
  • Tipp: Vollwaschmittel enthalten oft schon Bleichmittel, die auch Bakterein abtöten. Ein Blick auf die Packung verrät dir, ob das dein Waschmittel auch kann.

Bettwäsche nachhaltig waschen: Tipps zum Ausprobieren

Bettwäsche waschen: Wie viel Grad?
Bettwäsche waschen: Wie viel Grad?
(Foto: CC0 / Pixabay / Bierfritze)

Grundsätzlich solltest du nur wenig Waschmitteln verwenden, es sei denn du machst dein Waschmittel selbst. Denn oft ist das Waschmittel überdosiert und die Waschmaschine gleicht dies durch mehr Wasser aus – eine unnötige Ressourcenverschwendung. Probiere doch mal folgende Tipps aus:

  • Essig: Dass Essig ein guter Ersatz für Hygienespüler ist, haben wir schon gezeigt. Essigessenz kann die Wäsche aber darüber hinaus auch aufhellen und dafür sorgen, dass weniger Fusseln haften bleiben.
  • Ätherische Öle: Die Duftstoffe im Waschmittel sind in der Regel künstlich – das muss nicht sein. Gute ätherische Öle gewinnen den Duft bei der Distillation von Pflanzen, zum Beispiel von Lavendel (erhältich online bei ** Avocadostore). Einfach ein paar Tropfen zur Wäsche tun – schon duftet das Bettzeug wieder.
  • Flecken vorbehandeln: Damit die Flecken auch bei niedriger Temperatur aus der Bettwäsche gehen, kannst du sie mit Gallseife vorbehandeln. Das ist besser als aggressiver Fleckenentferner.

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