Bettwäsche waschen: Tipps für Temperatur, Programm und Waschmittel

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Die Bettwäsche zu waschen bedeutet viel mehr, als nur Bunt- und Weißwäsche zu trennen. Denn wer ökologisch waschen will, sollte auch den Strom- und Wasserverbrauch gering halten.

Bettwäsche waschen: Wie oft und wie warm?

Bettwäsche zu waschen ist etwas aufwendiger, als normale Kleidung: Die Bettwäsche nimmt mehr Platz in der Waschmaschine ein und braucht länger zum Trocknen. Du solltest die Bettwäsche etwa alle zwei bis drei Wochen waschen und auswechseln. Denn wenn wir nachts schwitzen, bilden sich Bakterien und Keime. Auch Hausstaubmilben sitzen oft nach zwei Wochen im Bettzeug und bereiten vor allem Allergiker:innen Probleme.

Wäsche waschen: Wie viel Grad?

  • Bunte Bettwäsche und Spannbettlaken kannst du bei 30 Grad waschen. So bleiben die Farben erhalten und der Stoff wird geschont.
  • Weiße Bettzwäsche solltest du ebenfalls bei 30 Grad waschen, denn das spart Energie.
  • Allergiker:innen sollten das weiße Bettzeug jedoch bei 60 Grad waschen, um die Milben abzutöten. Allerdings halten es die Hausstaubmilben lange aus. Deshalb müssen Allergiker:innen die Wäsche länger als eine halbe Stunde bei 60 Grad waschen.
  • Auch wenn jemand in der Familie krank ist, solltest du das Bettzeug bei 60 Grad waschen. So werden Bakterien und Keime abgetötet.

In der Regel reichen also 30 Grad, denn die Enzyme in den Waschmitteln lösen Schmutz schon ab 20 Grad. Auch um Keime abzutöten, sind 30 Grad völlig ausreichend.

Tipp: Trotzdem solltest du einmal im Monat Wäsche bei 60 Grad waschen, um Bakterien zu töten, die sich in der Waschmaschine gebildet haben.

Beim Waschen der Bettwäsche kannst du nicht nur viel Energie, sondern auch Wasser sparen:

  • Verzichte auf eine Vorwäsche, denn in der Regel finden sich keine hartnäckigen Verschmutzungen in der Bettwäsche.
  • Wasche die Bettwäsche erst, wenn auch genug Wäsche für eine volle Trommel angefallen ist.

Bettwäsche trocknen: Verzichte auf einen Wäschetrockner, denn der verbraucht viel Strom. Lasse die Bettwäsche stattdessen einfach an der frischen Luft trocknen.

Bettwäsche waschen: Waschmittel und Hygienespüler

Bettwäsche waschen: frisch gewaschenes Bettzeug
Bettwäsche waschen: frisch gewaschenes Bettzeug
(Foto: CC0 / Pixabay / Free-Photos)

Viele Waschmittel für Buntwäsche enthalten Duftstoffe und Tenside. Bei Waschmitteln für weiße Wäsche sind auch noch Bleichmittel und optische Aufheller mit dabei. Besser sind ökologische Waschmittel  oder selbstgemachtes Waschmittel aus Kastanien oder Efeu.

Wir empfehlen ökologische und selbstgemachte Waschmittel, da es hier nur äußerst selten zu allergischen Reaktionen auf der Haut kommt. Außerdem sind sie besser für die Umwelt. Denn konventionelle Waschmittel enthalten oft Mikroplastik, das über das Abwasser in Gewässer, auf Felder und schließlich in die Luft gelangt. Mehr dazu erfährst du hier: 9 häufige Waschmittel-Fehler: So bekämpfst du Flecken richtig

Auch Waschnüsse oder ein Waschball sind aus ökologischer Sicht empfehlenswerte Tools zum Wäschewaschen.

Mehr Tipps für die Bettwäsche:

  • Hygienespüler: Viele Menschen vertrauen auf Hygienespüler, um Keime in der Bettwäsche abzutöten. Die Spülung enthält Desinfektionsmittel und Duftstoffe, ist also nicht umweltverträglich. Bei einer 60-Grad-Wäsche ist Hygienespüler auch nicht nötig, denn die hohe Temperatur tötet bereits die Keime ab.
  • Alternativ zu Hygienespüler: Wenn du die Bettwäsche eine halbe Stunde vor dem Waschen in eine Schüssel mit Wasser und Essigessenz einlegst, erreichst du ein ähnlich gutes Ergebnis (Dosierung: 1 Liter Wasser auf zwei Esslöffel Essig). Oft reicht es aber auch schon, einfach zwei Esslöffel Essig zur Wäsche dazuzugeben.
  • Bleichmittel: Aggressive Bleichmittel sollen grau-weiße Bettwäsche wieder weiß machen. Ökologischer geht es mit herkömmlichem Soda. Das ist auch in den meisten ökologischen Bleichmitteln enthalten.
  • Weichspüler: Weichspüler sind schädlich für die Umwelt und zugleich überflüssig. Sie sorgen zwar kurz für ein angenehmeres Gefühl, können aber Allergien auslösen. Das gilt übrigens auch für Wäscheduft-Produkte, die du zum Beispiel in Form von Duftperlen kaufen kannst.
  • Tipp: Vollwaschmittel enthalten oft schon Bleichmittel, die auch Bakterien abtöten. Ein Blick auf die Packung verrät dir, ob das dein Waschmittel auch kann.

Bettwäsche nachhaltig waschen: Tipps zum Ausprobieren

Bettwäsche waschen: Wie viel Grad?
Bettwäsche waschen: Wie viel Grad?
(Foto: CC0 / Pixabay / Bierfritze)

Grundsätzlich solltest du nur wenig Waschmitteln verwenden, es sei denn du machst dein Waschmittel selbst. Denn oft ist das Waschmittel überdosiert und die Waschmaschine gleicht dies durch mehr Wasser aus – eine unnötige Ressourcenverschwendung. Probiere doch mal folgende Tipps aus:

  • Essig: Dass Essig ein guter Ersatz für Hygienespüler ist, haben wir schon gezeigt. Essigessenz kann die Wäsche aber darüber hinaus auch aufhellen und dafür sorgen, dass weniger Fusseln haften bleiben.
  • Ätherische Öle: Die Duftstoffe im Waschmittel sind in der Regel künstlich – das muss nicht sein. Gute ätherische Öle gewinnen den Duft bei der Destillation von Pflanzen, zum Beispiel von Lavendel (erhältlich online bei **Avocadostore). Einfach ein paar Tropfen zur Wäsche tun – schon duftet das Bettzeug wieder.
  • Gallseife: Damit hartnäckige Flecken auch bei niedriger Temperatur aus der Bettwäsche gehen, kannst du sie mit Gallseife vorbehandeln. Das ist besser als ein aggressiver Fleckenentferner.

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(2) Kommentare

  1. Stiftung Warentest hat festgestellt, dass heute viele Maschinen die 60 Grad beim 60 Grad-Programm nicht erreichen. Wenn es ein Hygiene-Programm gibt, das wählen. Dann werden die 60 Grad erreicht.
    Wenn die Waschmaschine unangenehm riecht, ein Vollwaschmittel mit Bleiche verwenden und eventuell auch mal die 90 Grad Wäsche waschen. Das geht mit weißem Bettzeug und Handtüchern gut. Da reicht vermutlich alle 2-3 Monate.
    Gekaufte Flüssigwaschmittel enthalten mehr Mikroplastik als Kompaktpulver