Bottled Life: Die Wahrheit über Nestlés Geschäfte mit dem Wasser

Foto © Bottled Life

Wie verwandelt man ein kostenloses Allgemeingut in Geld? Es gibt eine Firma, die das Rezept genau kennt: Nestlé. Die Doku „Bottled Life“ zeigt, wie der Schweizer Konzern mit Trinkwasser Geschäfte auf Kosten der Armen macht und dabei Milliarden verdient.

Bottled Life: bei Wasser geht es ums Übeleben

Mehr Kinder sterben jeden Tag an verschmutztem Wasser als an HIV, Aids, Krieg, Verkehrsunfällen und Malaria-Erkrankungen zusammen. Sauberes Trinkwasser ist eine Frage von Leben und Tod. Darum gilt Wasser als Menschenrecht und trotzdem behandeln es Konzerne als Handelsware.

Allen voran Nestlé. Der größte Lebensmittelkonzern der Welt setzt allein mit abgepacktem Wasser jährlich rund 10 Milliarden Franken um. Nestlé besitzt weltweit über 70 verschiedene Wassermarken. Zu den bekanntesten gehören Perrier, San Pellegrino und Vittel. Der Dokumentarfilm „Bottled Life“ blickt hinter Nestlés Geschäft mit dem Wasser.

Wasser wegnehmen, in Plastikflaschen füllen und teuer verkaufen

Wasser ist ein einfaches Lebensmittel und ermöglicht einen klaren Blick auf die Dinge. Bottled Life greift Nestlé mit zahlreichen Vorwürfen an. Ein drastisches Beispiel sind Nestlés Geschäfte in Pakistan. Nestlé hat dort sogenannte Tiefbrunnen gebaut, um an möglichst viel sauberes und natürlich kostenloses Wasser zu kommen.

Der Grundwasserspiegel ist daraufhin rapide abgefallen, weshalb das Wasser aus den weniger tiefgehenden Brunnen der Einheimischen zur übelriechenden Brühe verkommen ist. Nestlé füllt derweil das abgepumpte Wasser ins Flaschen ab und verkauft es unter dem Namen „Pure Life“ zu einem hohen Preis an die einheimische Bevölkerung.

Bottled Life zeigt die Wahrheit über das Flaschenwasser

Der Schweizer Journalist Res Gehriger ist für „Bottled Life“ nicht nur nach Pakistan gereist, ähnlich ernüchterte Bilder zeigt er aus den USA und Nigeria. Die Expedition in die Welt des Flaschenwassers verdichtet er zu einer Geschichte über die Strategien des mächtigsten Lebensmittelkonzerns der Welt. Am Ende bleibt das Bild einer Firma, die sich weltweit Rechte an Wasserquellen sichert, um den Wassermarkt der Zukunft zu dominieren.

Nestlé selbst sieht sich anders – nämlich als Unternehmen, das dank „Corporate Citizenship die Trinkwasserressourcen auf dieser Welt verantwortungsvoll bewirtschaftet. Welcher Wahrheit übers Wasser du glaubst, kannst du nach dem Anschauen von „Bottled Life“ selbst entscheiden. Die Webseite dokumentiert einen aufschlussreichen Schlagabtausch zwischen Nestlé und den Machern von Bottled Life.

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(8) Kommentare

  1. brauche gar nicht weiterlesen. das sind skrupellose machenschaften von skrupellosen konzernen, die um jeden preis skrupellos unterdrücken. es gilt, gegen diese anzugehen, sie sind genauso schädlich für die menschen wie die schimmsten diktaturen auf der welt. nur sind diese konzerne sehr viel hinterhältiger, weil nur das geld zählt und man mit geld die menschen kaufen kann, die heimtückischen machenschaften durchzusetzen. arme, neue, globalisierte welt.

  2. Deine Shift-Taste ist übrigens defekt.

    Ansonsten: Im Gegensatz zu Diktaturen kann Nestlé niemanden zwingen, seine Produkte zu kaufen. Nestlé kann nur ein Angebot machen und bitten, es anzunehmen. Das ist der entscheidende Unterschied zu Politikern, die eben immer mit Waffengewalt regieren.

  3. „Deine Shift-Taste ist übrigens defekt.“
    Eine defekte Taste ist oft nicht das entscheidende Problem, da gibt es bei so manchen wesentlich gravierendere Defizite.

    „Im Gegensatz zu Diktaturen kann Nestlé niemanden zwingen, seine Produkte zu kaufen. Nestlé kann nur ein Angebot machen und bitten, es anzunehmen.“
    Vielleicht hättest Du die Dokumentation ansehen sollen, bevor Du kommentierst, dann hättest Du gewusst, worüber Du schreibst.

    „… Unterschied zu Politikern, die eben immer mit Waffengewalt regieren.“
    Sag mal, glaubst Du diesen Unsinn etwa selbst?

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