Öko-Test: Jeder zweite Buntstift enthält kritische Farbstoffe

Buntstifte Öko-Test
Foto: CC0 Public Domain / Pixabay

Hübsch glänzende Buntstifte sind am schlimmsten: Öko-Test hat 15 Buntstifte im Labor auf Schadstoffe untersuchen lassen. Das Ergebnis enttäuscht, denn Öko-Test fand jede Menge bedenkliche Inhaltsstoffe.

Bei Buntstiften für Kinder achten Hersteller ganz besonders auf Schadstoffe, möchte man meinen. Doch nur bei den wenigsten Buntstiften ist dies offenbar der Fall: Öko-Test hat in zahlreichen Stiften Weichmacher, Ersatzweichmacher sowie krebsverdächtige Stoffe gefunden. Unterm Strich kann Öko-Test nur eine einzige Packung Stifte ohne Bedenken empfehlen.

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Öko-Test: Buntstifte mit bedenklichen Lackierungen

Während Verbraucher kritische Stoffe oft nicht sehen können, gibt es bei Buntstiften zumindest einen kleinen Anhaltspunkt: In der Lackierung der Buntstifte sind entweder Weichmacher oder Ersatzweichmacher enthalten, die bedenklich sind. Zwar gelten Ersatzweichmacher als weniger problematisch, doch die langfristige Wirkung ist noch kaum erforscht.

So ist es nicht verwunderlich, dass die unlackierten Buntstifte von Real Testsieger geworden sind. Sie zählen zu den günstigsten Stiften im Test und enthalten auch keine anderen Schadstoffe. Vier weitere Packungen Buntstifte sind „Gut“.

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Mehrfacher Krebs-Verdacht bei Buntstiften

Eltern sollte bei Buntstiften genau hinsehen, denn krebsverdächtige Stoffe gibt es viele: In drei Buntstiften namhafter Marken hat Öko-Test PAK (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe) gefunden. Das Umweltbundesamt stuft viele von ihnen als krebserregend, erbgutverändernd oder toxisch ein.

Im Lack und in der roten und gelben Mine befinden sich oft aromatische Amine. Viele der Stoffe gelten als krebserregend oder zumindest als krebsverdächtig. Eine mögliche Gefahr besteht zum Beispiel, wenn Kinder am Stift knabbern und etwas von der Mine oder dem Lack in den Mund gelangt.

Allergie-Risiko bei Buntstiften

Jede zweite Packung Buntstifte enthält halogenorganische Verbindungen. Sie können Allergien auslösen und sind daher bedenklich. Außerdem reichern sich die meisten dieser Verbindungen in der Umwelt an – mit welchen Folgen ist unklar.

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