Children: Dieser düstere Kurzfilm beklagt, was Schule mit unseren Kindern macht

Video Schulkritk
Bild: Youtube /Takuya Okada

Notendruck, kein Platz für Individualität, Drang zur Perfektion – wir alle wissen, dass man am gängigen Schulsystem vieles kritisieren kann. Der japanische Animationsfilm „Children“ tut dies in einer Weise, die man nicht so schnell vergisst.

Eine graue Welt, eine graue Nachbarschaft, eine graue Schule, graue Klassenräume – in ihnen sitzen reihenweise graue Schüler, die nur mit Hilfe ihrer auf die Stirn gestempelten Nummern voneinander zu unterscheiden sind.

Für Individualität, unterschiedliche Interessen und Fähigkeiten ist in dieser Welt kein Platz. Die Münder der Schüler sind mit Reißverschlüssen verschlossen, alles, was sie können müssen, wird ihnen vorgeben.

Wann ist in diesem System die Perfektion erreicht? Wenn man alle Erwartungen, die an ein gerichtet sind, vollständig erfüllt. Wenn das alle schaffen, sind alle gleich. Die Welt ist perfekt, aber grau. Und warum machen alle mit? Weil sie mit Noten unter Druck gesetzt werden.

Selbstverständlich ist der Kurzfilm des japanischen Illustrators Okada Takuya überspitzt und unsere Interpretation nur eine von vielen möglichen. Dennoch, Children trifft einen empfindlichen Nerv, den jeder spüren sollte, der unser Schulsystem erlebt hat. Über das Ende spalten sich unsere Meinungen, nur eine Botschaft scheint sicher: Es lohnt sich auszubrechen.

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(7) Kommentare

  1. Ok, das ist ein Kurzfilm, aber trotzdem finde ich ihn nicht sonderlich informativ oder zum kritischen Denken anregend. Wer wirklich an dem Thema interessiert ist, sollte sich die Doku „Alphabet“ anschauen. Sehr, sehr gut.

  2. Also das Video bringt mir gar nichts ….ausser düstere Gedanken.
    Wo ist ein postitiver Lösungsvorschlag bzw. ein Motivationsansatz für Veränderung?
    Ausserdem ist das Video sehr auf die ‚japanische‘ Kultur angesetzt. Dort wird ja viel mehr gepaukt und nach Hirarchie gelebt wie bei uns.

  3. „… als bei uns.“ muss es heißen 😉. Aber egal, wollte auch noch etwas dazu sagen: UTOPIA wird immer mehr zum Katastrophen-Label, dass uns erzählt wie schrecklich die Welt ist. Sind wir wieder in einer derart apokalyptischen Situation wie damals, 1970/80, als Georg Orwell & Co. Hochkonjunktur hatten?

  4. Zum Nachdenken sicherlich, aaber leigt der Druck nicht auch oft schon bei den Eletrn, die immer mehr von ihren Kindern fordern? Aber später in der Arbeitswelt wird der Druck immer größer, da von wenigen viel verlangt wird.

  5. Es ist ein Kurzfilm, der ein Problem unserer Gesellschaft künstlerisch verarbeitet. Er soll keine Lösungen bieten, sondern zum Nachdenken anregen.

    Es geht hier um die reine individuelle Interpretation, die jeder für sich selbst treffen kann, schade das manche Leser scheinbar immer Lösungsvorschläge oder Inspirationen brauchen hinter jedem Post.

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