Trumps Klimapolitik: 5 Gründe, warum wir nicht verzweifeln sollten

Fotos: "Mr Donald Trump …" von Michael Vadon lizensiert unter CC BY-SA 2.0, collagiert; © rcfotostock - Fotolia.com

Der neue US-Präsident ist Fan von fossilen Energien, sein Außenminister war bis vor kurzem Chef eines globalen Ölkonzerns und der neue Energieminister leugnet den Klimawandel. Trotzdem wird Donald Trump den globalen Klimaschutz nicht aufhalten.

Der Klimawandel? Eine Erfindung der Chinesen.

Solar- und Windkraft? Zu teuer und zu hässlich.

Ist der Klima- und Umweltschutz in den USA mit der Ära Trump am Ende? Personalentscheidungen und politische Absichten des neuen US-Präsidenten legen diesen Schluss nahe.

Anders sieht das sein Amtsvorgänger Barack Obama. Anfang Januar schrieb dieser in seinem sehr lesenswerten Aufsatz „The irreversible momentum of clean energy“ für das Wissenschaftsmagazin Science:

„Die sich häufenden wirtschaftlichen und ökologischen Beweise machen mich zuversichtlich, dass der Trend hin zu einer Wirtschaft der sauberen Energie […] anhalten wird.“

Obama begründet seine Einschätzung mit gründlich belegten ökonomischen Argumenten. Und auch wenn faktenbasiertes Denken derzeit nicht angesagt scheint – wir teilen seine Zuversicht.

Diese fünf Fakten sprechen dafür, dass Trumps Präsidentschaft den globalen Klimaschutz nicht aufhalten wird.

1. Auch Klimawandelleugner können das Klima schützen

So laut Donald Trump seine Meinung vertritt, so wankelmütig ist er in seiner Position. Das gilt auch für seine Ansichten zum Klimawandel. Diesen hat der neue US-Präsident einst zum Schwindel und zur Erfindung der Chinesen erklärt, mit der jene der US-Wirtschaft schaden wollen. In der klirrenden Kälte des Herbstes 2015 wünschte er sich sodann mehr globale Erwärmung.

Und nachdem Trump die Wahl zum US-Präsidenten gewonnen hatte, sah er vergangenen November dann doch eine „gewisse Verbindung“ zwischen menschlichen Aktivitäten und der Erderwärmung.

In welche Position Trump auch taumeln wird – dass wir keine Angst vor Klimaleugnern haben müssen, zeigt das Beispiel Rick Perry.

Der designierte Energieminister glaubt nicht an den vom Menschen verursachten Klimawandel, das ist öffentlich bekannt. 2012 forderte Perry als republikanischer Präsidentschaftskandidat sogar die Abschaffung des Energieministeriums (dem er nun vorstehen wird).

Trotz Perrys klimafeindlicher Haltung entwickelte sich Texas während seiner 14-jährigen Amtszeit als Gouverneur zum größten Windenergieproduzenten des Landes. „Wäre Texas ein Staat, wäre es heute der sechstgrößte Windenergieerzeuger der Welt knapp hinter Spanien mit einer Kapazität von 18 Gigawatt“, schreibt die FAZ.

Wie kann das sein? Weil erneuerbare Energien nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch sinnvoll sind. Mehr dazu im nächsten Argument.

Donald Trumps Klimapolitik: Die Erneuerbaren Energien lohnen sich
Ob es Trump gefällt oder nicht: Erneuerbare Energien lohnen sich. (Foto: CC0 Public Domain / Pixabay.de)

2. Erneuerbare Energien lohnen sich für die Unternehmen

Der Anteil der Erneuerbaren Energien am Gesamt-Energie-Mix der USA ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen – die Kosten für die Erneuerbaren Energien sind gleichzeitig stark gesunken. Zwischen 2008 und 2015 fielen die Kosten für Windenergie um über 40 Prozent, die für Solar-Großanlagen sogar um über 60 Prozent.

Der Recherche-Organisation Bloomberg New Energy Finance zufolge waren die Investitionen in den sauberen Energie-Sektor 2015 etwa doppelt so hoch wie jene in fossile Energien. (Zu den „sauberen Energien“ zählen die USA allerdings auch Erdgas).

Warum also sollten Energieunternehmen nun anfangen, neue Kohlekraftwerke zu bauen, wenn sie aus Gas, Sonne und Wind viel günstiger und langfristiger Energie gewinnen können – und dafür internationale Investitionen einsammeln?

Der Umbau hin zu einem sauberen Energiesystem ist längst zu weit fortgeschritten und seine Finanzierung global zu stark vernetzt, um ihn aufhalten zu können. Selbst wenn Trump es schaffen sollte, den weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien kurzfristig zu bremsen: Die amerikanische Wirtschaft wird ihn aller Wahrscheinlichkeit nach mittelfristig wieder vorantreiben – allein schon aus Profitgier.

Donald Trumps Klimapolitik: Kohlekraft
Auch wenn Trump die Kohlekraft fördern möchte, die Branche kann er nicht wiederbeleben. (Foto: CC0 Public Domain / Pixabay.de)

3. Die Kohleindustrie ist nicht zukunftsfähig

Um sein Versprechen „America First“ einzulösen, will Trump den Kohlesektor stärken, man könnte auch sagen: wiederbeleben. Doch damit ist er zu spät dran. Kohle ist längst nicht mehr wettbewerbsfähig, zu günstig sind die Erneuerbaren Energien, zu aufwendig und teuer die Energiegewinnung aus Kohle. Längst sind die Erneuerbaren lukrativer für Investoren, weltweit gerät der Kohleverbrauch ins Stocken. Sogar das Kohle-Land China hat gerade erst seine Pläne für über 100 neue Kohlekraftwerke verworfen.

„Selbst wenn Trump wie angekündigt den Kohlebergbau von Umweltauflagen befreien lässt, verbessert sich seine Wettbewerbsfähigkeit kaum“, schreibt die FAZ.

Trump mag also seine Macht nutzen, um günstigere Bedingungen für Kohlekraft zu schaffen – den sterbenden Energiesektor wird er aber nicht wiederbeleben können. Im besten Fall wird der Präsident mit seinem oft und laut betonten Fokus auf eine starke amerikanische Industrie das schnell einsehen, im schlechtesten Fall werden ihn die Investoren daran erinnern.

4. Die Energiewende schafft Arbeitsplätze

Einen Wirtschaftssektor zu schwächen, der Millionen Menschen beschäftigt und (siehe Argument 2) voraussichtlich immer mehr beschäftigen wird – das wäre kein kluger Schachzug von Präsident Trump.

Seinen Slogan „Make America great again“ bezieht er in erster Linie auf die wirtschaftliche Stärkung seines Landes inklusive der Schaffung neuer Jobs. Der Erneuerbare-Energien-Sektor bietet diese Stellen – und er hat dank vieler Investitionen längst eine unumkehrbare Dynamik erreicht.

Es ist also nicht zu erwarten, dass der neue Präsident sich unbeliebt macht, indem er Stellen im Energiebereich gefährdet. Und dass er langfristig neue Jobs auf dem Gebiet der fossilen Energieträger schaffen kann ist äußerst zweifelhaft – Argument 3.

Klimapolitik: COP21
„Wenn Trump beim Klimaschutz nicht mitspielt, entziehen ihm andere Länder bei anderen Themen die Unterstützung.“ (Foto: "COP21 participants" von Presidencia de la República Mexicana unter CC-BY-2.0)

5. Politik ist keine One-Man-Show

Trump will Amerika wieder groß machen – und auch wenn sein Gebaren ein anderes Selbstverständnis vermuten lässt, wird er das nicht ohne Hilfe im In-und Ausland schaffen. Selbst der Präsident der USA muss mit Bündnispartnern verhandeln, die ihn in die Verantwortung nehmen werden.

Was würde etwa passieren, wenn Trump wie angekündigt das Pariser Klimaabkommen aufkündigen würde? Steven Herz von der US-Umweltorganisation Sierra Club meint in einem lesenswerten Interview mit Klimaretter.info:

„Wenn Trump beim Klimaschutz nicht mitspielt, entziehen ihm andere Länder bei anderen Themen die Unterstützung. So funktioniert die internationale Politik auf vielen Gebieten – und das ist auch jetzt beim Klima zu erwarten.“

Trump wolle die Freihandelsabkommen neu verhandeln und mehr Geld von den Europäern für die NATO. Syrien, die Verhandlungen mit dem Iran, atomare Abrüstung – „Die gesamte Spannbreite der Außenpolitik. Es ist ja nicht so, als wären die USA allein auf der Welt“.

Auch wenn man an vielem verzweifeln könnte, was Trump von sich gibt – von seiner Klimapolitik haben wir aller Voraussicht nach weniger zu befürchten als er es gerne hätte.

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(17) Kommentare

  1. Wer gibt eigentlich Trump oder irgendwem die Macht übers Klima?
    Es gibt zu kaufen und damit auch zu wählen: Hybrid- oder Elektroautos, freie Wahl des Stromanbieters, Solarpanels auf dem Dach, regionale Lebensmittel, verzicht oder weniger Fleisch, etc. etc.

    Power to the people!

  2. Lazart, Danke für den Hinweis – kein Mensch, keine Institution, kein Präsident oder keine Regierung der Welt hat Macht über das KLIMA. Es kann weder erwärmt – noch abgekühlt und schon gar nicht geschützt werden!

    Warum nicht?

    Wie wird das KLIMA definiert?

    Die WMO definierte 1935 Klima wie folgt: Das KLIMA ist eine abstrakte Begrifflichkeit und stellt den statistischen Mittelwert aller meteorologischen Erscheinungen (Wetter) wie Temperatur, Luftdruck, Luftfeuchte, Wind, Niederschlag, Bewölkung, Sonnenscheindauer usw. an einem bestimmten geografischen Ort über mindestens 30 Jahre dar! Aber es ist bekannt, dass sich weder abstrakte Begriffe – noch statistische Mittelwerte schützen lassen!

    Was auch immer nicht erwähnt wird, das Abstraktum KLIMA ist primär nur eine REGIONALE Größe – es gibt weder ein WELT-, noch ein GLOBALKLIMA. Es gibt nur ein globales System von KLIMAZONEN. In den KLIMAZONEN herrschen unterschiedliche KLIMATE! So gibt es z. B. in der tropischen KLIMAZONE vom alpinen Klima, über warmgemäßigten und subtropischen Klima, Regenwaldklima, humides, semi-arides und arides Klima sowie maritime und kontinentale Klimate. Jetzt frage ich Sie: Welches Klima soll sich nun auf unserer Erde wandeln?

    Dazu sende ich den Artikel von Jörg F. W. Negendank , GeoForschungsZentrum Potsdam „Klima im Wandel: Die Geschichte des Klimas aus geo-biowissenschaftlichen Archiven“ sehr informativ, der aber der allgemeinen Ansicht vom anthropogenen „Klimawandel“ widerspricht: http://bib.gfz-potsdam.de/pub/schule/neg_kiw_0209.pdf

  3. Trump benötigt keine Klimaschutz Argumente, er ist ein knallharter Unternehmer der rechnen kann. Und genau da kommt er an Erneuerbaren Energie nicht herum, denn diese sind bereist konkurrenzlos günstig gegenüber allen Fossilen/atomaren Energieformen. Nur mit einer Energiewende auf 100% EE mit E-Mobilität und Stromspeicher kann er Amerika unabhängig machen und damit Mio. neue Arbeitsplätze schaffen, nicht umsonst trifft er sich wieder mit Leonardo di Caprio, und ladet die hellsten Köpfe aus Silicon Valley zu Strategiegesprächen ein,
    in eine Punkt hat er ebenfalls Recht, seit den Klimakonferenzen von Rio 1992 hat sich nichts bei der Umsetzung gegen den Klimawandel verändert, da zu viele Interessen berücksichtigt werden müssen, da hat er auch recht: alleine aus der Verbrennung fossiler Energien ist der hohe CO2 Anteil in der Atmosphäre NICHT erklärbar. es ist der enorme Humusabbau in der industriellen Landwirtschaft, bei dem sich der frei werdende Kohlenstoff in der Atmosphäre zusätzlich zu den Fossilen Verbrennungsrückständen ansammelt. deshalb gehört zum Klimaschutz nicht nur der Umstieg auf 100% EE sondern auch intensiver Humusaufbau in der Landwirtschaft,…

  4. „Und genau da kommt er an Erneuerbaren Energie nicht herum“
    Ich glaube in dem Punkt mußt Du ihm noch mal Nachhilfeunterricht geben.
    Und was für ihn lukrativ ist, erschließt sich ja erst, wenn man die über 500 Firmen analysiert, die ihm mehr oder weniger gehören.

  5. „an dieser unsinnigen Meinungsmache zu beteiligen“
    Na, Du anonymes Ennpunkt, dann erzähl doch mal was über den Unterschied zwischen „Meinungsmache“ und dem Vertreten eines Standpunkts. Oder erklär uns, was an dem Beitrag unsinnig ist.
    „schlimm wie auffällig das im Fernsehen betrieben wird“
    Was fällt dir denn konkret auf? Was ist „schlimm“ daran, wenn über bedenkliche Entwicklungen berichtet wird? Wo konkret siehst Du „Meinungsmache“? Bring mal was handfestes!
    Oder meinst Du einfach „Lügenpresse, Lügenpresse…? Ach so, daher weht der Wind.
    Einzig unsinnig ist dein Kommentar: Null Fakten, null Argumente, einfach mal so hingerotzt, überflüssig wie ein Kropf. Aber, wolltest halt auch mal was sagen, gelle? Da würde ich mich auch schämen und mich in der Anonymität verstecken.

  6. Der Artikel springt auf den medialen Mainstreamhype „mit Trump geht die Welt unter vs. so schlimm wird´s mit Trump schon nicht werden“ auf. Wozu dieses mainstreammitschwimmen? Trump ist nicht das Problem sondern ein Symptom. Wer bereit ist sich die Mühe zu machen die Dinge hintergründiger zu betrachten wird sich fragen müssen weshalb Trump, AfD & Co. gewählt werden.
    Die für Frust und Sehnsucht nach einfachen Parolen mitverantwortlichen fundamentalen gesellschaftlichen, sozialen, ökonomischen, okologischen Verwerfungen durch Radikalkapitalismus, Digitalisierungspest, Beschleunigungswahn … sind die Themen, welche für die Zukunft wesentlich prägender sind als die trumpsche Energiepolitik.

    Auch die Beschäftigung mit Symptomen wie Trump anstelle der Auseinandersetzung mit komplexen Ursachen entspringt der Sehnsucht nach einfachen Botschaften. Deshalb appelliere ich für mehr Beschäftigung mit Ursachen u. Hintergründen – auch wenn´s mühevoller ist – , statt Energie in die täglich medial durch´s Dorf getriebenen Symptome zu geben.

  7. Es ist grundsätzlich richtig, daß man Trump als Symptom bewerten und untersuchen muß.
    Nun ist aber Trump an der Macht und da gilt erst mal zu retten, was zu retten ist.
    Wenn der Dachstuhl brennt, dann ist die Untersuchung der Brandursachen auch zweitrangig.
    Und wenn der Elefant im Porzellan-Laden trumpelt, dann ist auch zweitrangig zu untersuchen, wer ihn los gelassen…

    Wenn die Mauer zu Mexiko gebaut und die Pipeline durch sensible Gebiete gelegt ist, dann ist es schwer den Schaden wieder gut zu machen.
    Und für die Menschen, die nun Unsicherheit darüber haben, ob sie in ihr gewohntes Leben in der USA zurück kehren können, ist Ursachen-Bekämpfung auch erst mal völlig wurscht.

  8. Persönliche Betroffenheiten und Aufgeregtheiten sind durchaus verständlich. Der aktuelle amerik. Präsi ist jedoch nur eine Erscheinungsform weltumspannender politisch wie auch individuell narzistischer Tendenzen. Sich auf Symptome zu focussieren ist deren Methode (s. bei uns AfD) die Menschen (Anhänger wie auch Kritiker) mit oberflächlichen Diskursen zu beschäftigen. Dies benutzen die Trump´s dieser Welt bewußt zum Anfeuern von Betroffenheitshysterie und Ängsten bei ihren Anhängern wie ebenso bei ihren Kritikern. Wenn wir Kritiker uns auf den Aufgeregtheitstanz um die Symptome einlassen sind wir da, wo die Trump´s uns haben wollen: berechenbar, vorhersehbar in unseren Reaktionen und damit manipulierbar.
    Würde man Trump morgen absetzen hielte auch das den gegenwärtigen systemischen Verlauf nicht grundsätzlich auf. Deshalb führt, wenn überhaupt, nur die mühsame und stetige Auseinandersetzung mit Hintergründen und Zusammenhängen aus der Spirale heraus.
    Dies nicht nur beim Umgang mit Populisten, sondern bei allen Aspekten zukunftsfähiger Lebensformen.

  9. „Betroffenheitshysterie und Ängste“
    Es ist meiner Meinung nach noch kein Anzeichen von Betroffenheitshysterie, wenn man jetzt darauf aufmerksam macht, welche Folgen die Wahl Trumps hat.

    Da waren in meinem Bekanntenkreis jede Menge Menschen, die hämisch reagiert haben, von wegen, jetzt wird das Etablissement schon mal sehen, wohin es führt, wenn es die Befindlichkeiten der Bürger nicht wahr nimmt.
    Das sind die gleichen Bekannten, die sich gegen Pipelines in Dakota einsetzen, oder gegen Fracking u.s.w. und nun dumm gucken…

    Und genau wegen den Naivlingen, die glauben, man kann durch Wahl eines narzisstischen Populisten das Etablissement ärgern, dürfen jetzt ruhig hören, wohin es tatsächlich führt, wenn man einen narzisstischen Populisten wählt.

  10. Das Symptom muss man nicht mehr untersuchen. Das hat sich glasklar herauskristallisiert. Die Menschen hatten die Sch…. gestrichen voll, von Hillary und dem korrupten System, von dem ganzen Elitenshit.
    Mangels Alternative haben sie diesen Mann mit der komischen Frisur gewählt. Das mag man beurteilen wie man möchte. Sie hätten auch Bernd das Brot gewählt.
    Statt sich jetzt nur mit Trumps Persönlichkeit zu befassen, wäre es viel wichtiger die Ursachen sehr klar zu benennen und abzuändern.
    Für unsere Zukunft sehe ich braun, auch in den Nachbarländern.
    Trump ist der erste Kandidat der Politikerverdrossenheit. Macht nicht gerade Mut!

  11. „Das Symptom muss man nicht mehr untersuchen. Das hat sich glasklar herauskristallisiert. Die Menschen hatten die Sch…. gestrichen voll, von Hillary und dem korrupten System, von dem ganzen Elitenshit.“
    Aha, sehr aufschlussreich…
    „Mangels Alternative…“
    Quatsch, es gab Alternativen.

  12. Das ist genau das Dilemma, welches Maria_L oben beschreibt. Dabei ist es keine us-amerikanische Sondersituation. Viele Menschen, auch in meinem Umfeld und mich eingeschlossen, haben die Nase gestrichen voll von Kapitalismuslobbyistendiktatur, Machtseilschaften, Vernebelungs- u. Beruhigungspolitik und dem sog. Establishment. Früher versprach das links-grüne Parteienspektrum dazu eine Alternative zu sein. Die betr. politischen Parteien haben ihre einstigen Werte aber inzwischen beim buhlen um Wählerstimmen bis zur Unkenntlichkeit ausgehöhlt. So stellt sich auch für viele in Deutschland im (Super-)Wahljahr 2017 die Frage nach einer politischen „Heimat“. Es ist für mich keine Option die rechten Populisten zu wählen. Ich kann aber nachvollziehen, weshalb Menschen, die sich nicht die Mühe einer differenzierten hintergründigen Beschäftigung mit den Dingen machen wollen um dann vielleicht auch einsehen zu müssen, das es keine einfachen Antworten bei gleichzeitig einer weitreichenden Mitverantwortung durch eigenes Konsumverhalten gibt, lieber mit den einfachen (braunen) Rattenfängerbotschaften symphatisieren. Wo sind parteipolitische Alternativen zum schwarz-gelb-orange-rot-günen wachstums-, machbarkeits-, digitalisierungs-, … gläubigen beruhigungspillenverteilenden Weiterso?

  13. „Ich kann aber nachvollziehen, weshalb…“
    Ja, weshalb denn? Erzähl mal.

    „Menschen, die sich nicht die Mühe einer differenzierten hintergründigen Beschäftigung mit den Dingen machen wollen…“
    Verdammt noch mal, dann sollen sie nicht rum quengeln!

    „Wo sind parteipolitische Alternativen…“
    Himmel, wenn sie dir fehlen, dann ruf eine ins Leben. Diese Anspruchshaltung und unproduktives Gemaule genügen nicht. Demokratie ist kein Vollversorgungsbetrieb ohne Eigenverantwortung sondern lebt von Beteiligung.

    Mann, wie ich dieses infantile Rumgenöle satt habe!

  14. @j.spurk
    Das triffts genau!
    Um uns herum wird alles braun und es ändert sich nichts.
    Dann rufe mal eine politisch Alternative ins Leben, wie der obige Kommentar empfiehlt. 🙂 Mann, ooooooh, Mann!

  15. „Dann rufe mal eine politisch Alternative ins Leben…“
    Ist halt etwas anstrengender, als nur über angeblich fehlende Alternativen zu lamentieren.
    Da ist es doch ein viel erhebenderes Gefühl, wenn man einerseits immer anderen die Schuld geben kann und sich andererseits selber für die eigenen klugen Reden bewundern kann, wie viel besser man es wüsste und könnte. Weiterhin viel Spaß dabei.

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