„Shopping Hangover“ und Frust: Einkaufen macht nicht glücklich

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Eine neue Greenpeace-Studie zeigt, was mit unserem Einkaufsverhalten nicht stimmt: Nicht nur kaufen wir viel zu viel Unnötiges ein. Wir gehen auch shoppen, nur um unsere Stimmung zu heben. Dabei hat Shopping oft den gegenteiligen Effekt.

Wir kaufen viel mehr ein, als wir eigentlich brauchen – dieses Ergebnis einer aktuellen Greenpeace-Studie dürfte kaum jemanden überraschen. Aufschlussreich sind allerdings zwei weitere Erkenntnisse der Untersuchung: Die Mehrheit der Konsumenten versucht, mithilfe von Shopping Glücksgefühle zu erleben. Tatsächlich löst Shopping nach einer kurzen Euphorie allerdings eher negative Emotionen aus.

Mit der aktuellen Studie gibt Greenpeace International einen Einblick in das Kleiderkauf-Verhalten von Konsumenten in Asien und Europa. Die Umweltorganisation hat etwa 1000 Personen in China, Hongkong, Taiwan, Italien und Deutschland befragt. Die Teilnehmer gaben Auskunft darüber, wo, wie oft und wie lange sie shoppen. Sie sollten außerdem beantworten, weshalb sie einkaufen und inwieweit das Shoppen sie innerlich erfüllt.

Shopping gegen Langeweile und Stress

Wie die Studie zeigt, geht die Mehrheit der Konsumenten einkaufen, um sich besser zu fühlen. Mit den neuen Kleidungsstücken wollen sie Selbstvertrauen und Anerkennung gewinnen. Viele sehen Shopping auch als Mittel, um Langeweile zu vertreiben oder Stress abzubauen.

Bei einem großen Teil der Befragten löst Shopping tatsächlich zunächst positive Gefühle aus: 33 Prozent der Studienteilnehmer in Deutschland gab an, unmittelbar nach dem Einkauf Euphorie zu verspüren. In China waren es sogar 72 Prozent der Befragten. Das Hochgefühl hält aber nicht besonders lange an.

Euphorie gefolgt von „Shopping-Hangover“

Für etwa die Hälfte der Befragten in Deutschland, Taiwan, Hong Kong und China verschwindet die Euphorie nach weniger als einem Tag. Dafür kommt der „Shopping-Hangover“: Etwa 60 Prozent der Befragten in Deutschland fühlen sich nach dem Einkaufen ausgelaugt. Ungefähr ein Drittel der Teilnehmer in Asien berichtete über eine innerliche Leere. Nachdem das Gefühl von Euphorie abklingt, folgen oftmals Schuldgefühle und ein schlechtes Gewissen über die meist unnötigen Einkäufe.

Mit der Studie macht Greenpeace auf die Mechanismen der Fast-Fashion-Industrie aufmerksam und zeigt, wie sinnlos der Konsum-Kreislauf ist, in dem viele gefangen sind.

Um aus diesem Kreislauf auszubrechen empfiehlt es sich, weniger und bewusster einzukaufen. Mehr dazu: 3 simple Fragen, die uns die Wegwerfmode abgewöhnen

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