Warum dir bald andere Bahnverbindungen angezeigt werden

Die Deutsche Bahn
Foto: CC0 Public Domain / Pixabay- hpgruesen

Im Fernverkehr der Deutschen Bahn kommen gerade einmal rund 60 Prozent der Züge pünktlich an. Für die Reisenden sei das eine Zumutung, erklärt der DB-Fernverkehrsvorstand. Deshalb starte man nun eine Service- und Zuverlässigkeitsoffensive.

Die Fernzüge bei der Deutschen Bahn (DB) sind im Juli erneut besonders unpünktlich gewesen. Lediglich 59,9 Prozent der Fahrten kamen im vergangenen Monat zur vorgesehenen Zeit ans Ziel, wie der Konzern am Freitag mitteilte. Damit blieb die Pünktlichkeitsquote zum zweiten Mal in Folge unter 60 Prozent. Im Vormonat war mit 58 Prozent der schlechteste Wert seit 2010 erreicht worden.

Das will die Bahn offenbar ändern. Wie die Deutsche Presse-Agentur und AFP berichten, hat die DB nun eine Service- und Zuverlässigkeitsoffensive angekündigt. Mehr Ansprechpartner:innen in den Zügen selbst und an Bahnhöfen, sowie längeren Umsteigezeiten, soll das Reisen im Fernverkehr angenehmer machen.

„Wir erhöhen den Service mit mehr Personal, machen das Reisen besser planbar und bauen das Sitzplatzangebot noch mal um 13.000 Sitze aus“, wird der DB-Fernverkehrsvorstand Michael Peterson zitiert. Demnach werde das Servicepersonal um 1000 Mitarbeiter:innen verstärkt.

Zusätzliche Servicekräfte an ausgelasteten Bahnhöfen

Konkret soll das neue Personal Fahrgästen beim Einsteigen helfen, sowie bei Fragen zu den Fahrplänen zur Verfügung stehen. Derzeit beschäftigt die Bahn im Fernverkehr rund 8000 Servicemitarbeiter:innen – an besonders ausgelasteten Bahnhöfen sollen 130 neue Servicekräfte den Reisenden helfen, 750 zusätzliche Kräfte kommen in der Bordgastronomie sowie als Zugbegleiter:innen zum Einsatz.

Zu den großzügigeren Umsteigezeiten sagt Peterson: „Wir bieten unseren Fahrgästen zurzeit nicht die Pünktlichkeit und die Zuverlässigkeit, die sie zu Recht von uns erwarten“. Demnach sei die aktuelle Situation eine Zumutung für die Reisenden, aber auch die Mitarbeiter:innen. „Die schnellste Verbindung ist nicht immer die zuverlässigste. Wir wollen das Reisen besser planbar machen“, so der DB-Fernverkehrsvorstand.

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Standardmäßig längere Umsteigezeit bei Buchung

Aus diesem Grund sollen bei der Reisebuchung künftig Anschlüsse im Fernverkehr, die aufgrund der aktuellen betrieblichen Lage nur schwer erreicht werden können, nicht mehr berücksichtigt werden. Betroffen sind davon laut Bahn 800 Verbindungen. Technisch wird dies dadurch gelöst, dass standardmäßig einige Minuten mehr eingestellt werden. Das heißt: Je nach Verbindung sind das beispielsweise statt bislang 8 Minuten nun 10, 12 oder 14 Minuten.

Kund:innen sei es auch weitherin möglich, die gewünschte Umsteigezeit manuell einzustellen. Wer wider Erwarten doch einen früheren Anschlusszug erwische als geplant, bekomme trotz möglicher Zugbindung keine Probleme bei der Fahrkartenkontrolle, versicherte Peterson.

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