Allergiemittel im Test: Welche Medikamente helfen bei Pollenflug?

Foto: © Öko-Test

Bei Heuschnupfen-Symptomen helfen viele Allergiemittel. Öko-Test hat 22 der meistverkauften Produkte unter die Lupe genommen. Etliche enthalten veraltete Wirkstoffe und problematische Konservierer.

Die Augen jucken, die Nase läuft. Heuschnupfen ist mehr als lästig. Heuschnupfenpatienten stehen in der Apotheke einer großen Auswahl an frei verkäuflichen Medikamenten gegenüber: Augentropfen, Nasensprays, Tabletten. Öko-Test hat 22 der meistverkauften Augentropfen, Nasensprays und Mittel zum Einnehmen unter die Lupe genommen. Alle Produkte haben nur einen Wirkstoff und sind frei verkäuflich in Apotheken erhältlich. Die positive Nachricht der Tester lautet: „15 können wir mit der Note ‚gut‘ oder sogar ’sehr gut‘ weiterempfehlen.“ So das Allergiemittel Lorano akut, das von Öko-Test die Note „sehr gut“ erhalten hat.

Die anderen getesteten Mittel können die Öko-Test-Redakteure nur bedingt empfehlen. Das Problem ist nicht die Wirksamkeit – die konnte bei allen Produkten belegt werden.

Veraltete Wirkstoffe in vielen Allergiemitteln

Problematisch sind laut Öko-Test veraltete Wirkstoffe. Einige Allergiemittel arbeiten noch immer mit Antihistaminika der ersten Generation. Öko-Test sieht hier die Arzneistoffe Dimetinden und Ketotifen kritisch: „Unter anderem machen sie müde und können zu trockenem Mund, Magen-Darm-Beschwerden und Nervosität führen.“ Dimetinden fand Öko-Test zum Beispiel im Fenistil Tropfen Antiallergikumm.

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Besser sind neuere Antihistaminika

Die Tester empfehlen deshalb, auf neuere Antihistaminika der zweiten Generation zurückzugreifen. Müdigkeit sei hier weniger ein Problem, zudem vertrügen Patienten sie besser. Empfohlen werden daher die Wirkstoffe Cetirizin, Azelastin, Loratadin und Levocabastin.

Problematisch: diverse Konservierungsmittel

In sieben Produkten wiesen die Tester bedenkliche Konservierungsmittel nach. Öko-Test rät von Mitteln mit Benzalkoniumchlorid und Pseudoephedrin ab. Benzalkoniumchlorid haben die Tester etwa im Ratio Allerg Heuschnupfenspray. Es hat nur ein „ausreichend“ bekommen.

„Benzalkoniumchlorid kann Zellen schädigen, die Haut reizen und seinerseits allergisierend wirken. In der Nase angewendet, kann es die Nasenschleimhaut zum Teil irreversibel schädigen“, schrieb die  Zeitschrift. Pseudoephedrin steht im Verdacht, hormonell wirksam zu sein. In Lebensmitteln ist der Konservierer verboten.

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In den Testergebnissen erfährst du auch, welche Heuschnupfen-Medikamente für eine Dauertherapie geeignet sind, welche Mittel schnell wirken, und welche Produkte für Kinder tabu sind. Zudem findest du dort Tipps, was du beim Blick auf den Beipackzettel beachten solltest. Alle Details findest du in der Ausgabe 03/2019 von Öko-Test sowie online auf www.ökotest.de.

Utopia empfiehlt: 

  • Bitte nicht vergessen! Bei allen Produkten handelt es sich um Medikamente mit Nebenwirkungen, die du keinesfalls sorglos anwenden solltest. Lass dich ärztlich untersuchen und von einem Arzt oder Apotheker beraten.
  • Das solltest du wissen: Mittel zum Einnehmen wirken erst nach ungefähr zwei Stunden. Augentropfen oder Nasensprays dagegen sofort. Nebenwirkungen sind bei Präparaten zum Einnehmen ausgeprägter.
  • Gegen Heuschnupfen gibt es auch wirksame Hausmittel:

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