Heuschnupfen: wirksame Hausmittel gegen verstopfte Nase und juckende Augen

Bei Heuschnupfen verschaffen viele Hausmittel Linderung.
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Heuschnupfen ist wohl eine der lästigsten Allergien überhaupt: Die Nase läuft, die Augen jucken und ein Niesanfall folgt auf den nächsten – und das wochenlang. Mit den richtigen Hausmitteln wird Heuschnupfen erträglicher – und das ganz ohne Medikamente.

Wenn im Frühjahr die Heuschnupfen-Zeit beginnt, wird der Alltag für Allergiker zur Qual: Juckende Augen, triefende Nase, Kopfschmerzen und Niesanfälle sind nur einige Symptome von Heuschnupfen. Viele gehen mit Medikamenten gegen Heuschnupfem vor. Dabei gibt es wirkungsvolle Hausmittel, die ganz ohne schädliche Chemikalien und Antibiotika Linderung verschaffen. Die besten Hausmittel haben wir für euch zusammen gefasst:

Traditionelles Hausmittel gegen Heuschnupfen: Dampfbäder

Bei Heuschnupfen helfen Dampfbäder – vor allem, wenn die Symptome gerade besonders stark sind. Dampfbäder befeuchten und reinigen die Nasenschleimhaut, wodurch der Juckreiz abnimmt.

  • Für ein Dampfbad einfach Wasser aufkochen und etwa ein bis zwei Teelöffel Salz hinzugeben.
  • Anschließend den Kochtopf vom Herd nehmen und den Dampf zehn Minuten lang inhalieren.
  • Alternativ zu Kochsalz sind auch Dampfbäder mit Ölen oder Tees möglich. Als Öle eignen sich vor allem Eukalyptus-, Fenchel- oder Pfefferminzöl.

Selbst gemachtes Nasenspray gegen Heuschnupfen

Bei Heuschnupfen greifen viele Betroffene gerne zu Nasenspray. Nasensprays aus der Apotheke enthalten aber in der Regel viele Chemikalien und können Nebenwirkungen haben. Besser ist es, auf ein altes Hausmittel zurück zu greifen: selbst gemachte Nasenspülungen.

  • Hierfür musst du neun Gramm Salz mit einem Liter Wasser aufkochen und die Mischung abkühlen lassen. Mit der Lösung kannst du nun deine Nase ausspülen.
  • Einfacher wird es, wenn du dir eine Sprühflasche (gibt’s im Drogeriemarkt oder online z. B. bei** Amazon) zulegst.
  • (Mehr Informationen zum selbst gemachten Nasenspray findest du in unserem Beitrag Nasenspray selber machen: Anleitung mit natürlichen Zutaten)

Unverzichtbares Heilkraut bei Heuschnupfen: Augentrost

Hausmittel helfen Allergikern über die Heuschnupfen-Saison
Hausmittel helfen Allergikern über die Heuschnupfen-Saison (Foto: CC0 / Pixabay / meineresterampe)

Wohl eines der wichtigsten Hausmittel bei Heuschnupfen ist Augentrost. Wie der Name schon sagt, hat das Kraut eine beruhigende Wirkung auf gereizte Augen.

  • Für einen Sud lässt du einen Esslöffel Augentrost mit etwa 250 Milliliter Wasser für fünf bis zehn Minuten kochen.
  • Anschließend das Kraut abfiltern und den Sud abkühlen lassen.
  • Die Lösung kannst du als Nasenspülung oder für eine Augenmaske verwenden.
  • Für die Augenmaske gibst du den Sud auf einen Lappen und legst ihn auf deine Augen – schon nehmen der Juckreiz und das Brennen in den Augen ab.

Apfelessig – das altbewährte Hausmittel

Ein richtiger Alleskönner ist Apfelessig, denn er wirkt gegen Entzündungsreaktionen im Körper. Als Mittel gegen Heuschnupfen lässt er sich längerfristig als Kur oder gezielt gegen die Symptome einsetzen.

  • Als Kur einmal täglich ein Glas Wasser mit zwei Esslöffeln Apfelessig trinken. Damit das Getränk besser schmeckt, empfiehlt es sich, Honig hinzu zu geben. Honig wirkt ebenfalls reizlindernd.
  • Sind die Heuschnupfen-Symptome besonders stark, kannst du den Apfelessig-Drink auch drei Mal am Tag zu dir nehmen.

Tee gegen Heuschnupfen-Symptome

Heuschnupfen reizt zwar vor allem Nase und Augen, oft kratzt es aber auch unangenehm im Rachen. Hier hilft ein altbewährtes Hausmittel: Tee.

  • Am besten eignet sich dabei Salbeitee oder eine Mischung aus Schafgarbe, Mariendistel und Brennnessel.
  • Auch Johanniskraut, Brennnessel, Buchsbaum, Gelbwurzel, Kuhschelle oder Melisse können als Tee bei Heuschnupfen Linderung verschaffen.
  • Den Tee kannst du entweder trinken, oder zum Gurgeln verwenden.

Hygiene-Maßnahmen bei Heuschnupfen

Bei Heuschnupfen heißt es: Keine Pollen in der Wohnung!
Bei Heuschnupfen heißt es: Keine Pollen in der Wohnung! (Foto: CC0/ Pixabay / stevebp)

Wer Heuschnupfen hat, sollte besonders auf Sauberkeit in den eigenen vier Wänden achten. Das klingt zunächst paradox – immerhin gilt übertriebene Hygiene als möglicher Grund, warum überhaupt Allergien entstehen. In der Heuschnupfenzeit hilft es jedoch, besondere Maßnahmen zu treffen, damit die Pollen nicht auch noch zu Hause zur Plage werden.

  • Sobald Betroffene nach Hause kommen, sollten Hände, Arme und Gesicht waschen – um Pollen zu entfernen. Besonders viele Pollen sammeln sich in Kleidung und Haaren. Deshalb: zu Hause sofort Kleidung wechseln und vor dem Schlafengehen duschen.
  • Außerdem hilft es, den Wohnbereich regelmäßig zu putzen. Wie du ökologisch putzen kannst, erfährst du in unserem Beitrag „Ökologisch putzen mit Hausmitteln„. Wenn der Heuschnupfen besonders schlimm ist, wäre auch ein Staubsauger mit Pollenfilter oder ein Luftreiniger eine Überlegung wert.

Das wichtigste Hausmittel: die richtige Ernährung

In der Heuschnupfen-Zeit ist es besonders wichtig, auf die richtige Ernährung zu achten. Betroffene sollten nach Möglichkeit auf Lebensmittel verzichten, die Histamin enthalten oder freisetzen.

  • Histamin ist ein Botenstoff, der allergische Reaktionen fördern kann. Je höher der Histaminspiegel, desto höher fällt die allergische Reaktion aus.
  • Allergiker sollten daher einige Lebensmittel meiden: Vor allem konservierte Lebensmittel, geräucherten Fisch oder Wurst, reifen Käse, Fertiggerichte, Schokolade, Sojaprodukte, Nüsse und einige Obstsorten wie Erdbeeren, Ananas, Birnen oder Orangen sind kritisch.
  • Eine Übersicht, welche Nahrungsmittel Histamin freisetzen und welche du in der Heuschnupfenzeit ohne Bedenken essen kannst, findest du hier.

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(4) Kommentare

  1. Die meisten hier aufgeführten Hausmittel sind schön und gut allerdings würde ich als Person vom Fach eine richtige Nasenspülung empfehlen (gibt es z.B. Von Emser) und dringend von selbstgemachten Zubereitungen für das Auge abraten um nicht noch weitere Allergien oder sogar Infektionen zu fördern. Eine Allergie muss unbedingt von einem Arzt diagnostiziert und überwacht werden, denn eine schlechte Therapie kann zu einem so genannten „Etagenwechsel“, also Athma, führen. Bitte tut euch alle den Gefallen und lasst euch untersuchen. Nasenspülungen, Nasensprays mit Kochsalz und Ectoin, beruhigende Augentropfen aus der Apotheke und auch homöopathische Mittel sind ganz wunderbar um eine ärztliche Therapie zu ergänzen

  2. Vielen Dank für die zahlreichen Tipps! Es sind viele gute dabei!
    Die Bedenken von Frau PTA kann ich nur unterstreichen. Ich möchte noch ergänzen, dass Salz im Dampfbad gar nichts bringt, denn es verdunstet nicht (im Gegensatz zu den genannten ätherischen Ölen)! Was man inhaliert ist reines Wasser. Will man Sole inhalieren, braucht man einen Inhalator mit Kompressor. Auch die Warnung, keine selbstgemachten Sachen für das Auge zu verwenden, finde ich korrekt. Ganz schlimm: Kamille! Die hat am Auge nichts verloren!

  3. Dass eine Allergie vom Arzt diagnostiziert werden sollte, ist ein wichtiger und richtiger Hinweis. Homöopathische Mittel hingegen sind nicht wunderbar, sondern wirkungslose Scheinmedikamente.

  4. Kn, Homöopathie schonmal vernünftig ausprobiert oder ist das eine rein theoretische Aussage à la „Was die Wissenschaft nicht messen kann, sehe ich als nicht nachvollziehbar an – ergo kanns nur Scharlatanerie sein“? Schonmal überlegt, ob die Messverfahren schlicht nicht sensibel genug sind, die stofflichen Anteile zu erfassen?

    Ich war lange Zeit skeptisch, in Behandlung bei einem Allg.mediziner & Homöopathen – er nannte bei Mittelgabe gewollt nie den Namen, erst beim Folgetermin, man solle sich nichts anlesen. Wirkung mal mehr, mal weniger, mal nichts. Mittel passten oft nicht gut auf die Beschwerden. Meine Skepsis blieb. Dann knallte ein Mittel absolut – div. intensive Symptome, die ich zuvor noch nie hatte, der Behandler zu feige, mir den deutschen Namen zu nennen, nannte den lateinischen, sichtlich froh, dass er mir nichts sagte. War mein letzter Termin, er ließ mich mit den abflauenden aber immer noch krassen Symptomen stehen.

    Ab zu nem anderen Allg.mediziner & Homöopathen, Antidot bekommen, half in Windeseile – mit Namensnennung, ob ich mir was anlesen würde, wäre meine Entscheidung, wenns dann helfe, wäre doch super. 😉

    Bei diesem Behandler bin ich bis heute – nahezu jede Mittelwahl passt erschreckend gut, deckt auch Beschwerden ab, die ich zu erwähnen vergaß, wirkt, aber nicht immer 100pro. Wie „stoffliche“ Medikamente halt auch. Eine recht intensive Nahrungsmittel-Intoleranz, gegen die die Schulmedizin nichts auszurichten weiß, hat sich markant gebessert. Starke Zyklusbeschwerden sind ohne die sonst offerierten synthetischen Hormone und Schmerzmittel Vergangenheit.

    Mit Placebo-Wirkung durch mehr Aufmerksamkeit ist da nicht viel – nach meist 2,3 Minuten Besprechung gibts ein Mittel, ZACK, fertig.

    Der Behandler greift je nach Bedarf zu homöopathischen, pflanzlichen oder konventionellen Mitteln, da ist auch nichts mit Ausklammern der schulmedizinischen Welt. 🙂

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