Öko-Test Lipgloss: dreimal ungenügend, Naturkosmetik „sehr gut“

Foto: © Öko-Test

Schon bei Teenagern ist Lipgloss beliebt. Öko-Test hat nun 16 beliebte Produkte genauer untersucht. Darunter auch Lipglosse namhafter Herstellern wie L’Oréal, Maybelline und Sante. Das Ergebnis: Der Gloss-Effekt geht leider bei einigen Lipglossen auf Kosten der Gesundheit.

Ob glitzernd oder transparent: Lipgloss sorgt für frische Lippen und lässt sich leicht auftragen. Doch der schöne Schein täuscht: Oft setzen die Hersteller bei Lipgloss auf Paraffine – und die schlecken wir nach und nach von unseren Lippen ab.

Naturkosmetik-Produkte kommen ohne Paraffine aus. Zwar ist auch hier glänzendes Öl notwendig. Doch die Hersteller setzen bei Naturkosmetik-Lipglossen stets auf natürliches Rizinusöl. Da macht es auch nichts, wenn beim Essen und Trinken etwas vom Lipgloss in den Mund gelangt.

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Öko-Test: Naturkosmetik-Lipgloss ist Testsieger

Keine Chemie – keine Probleme, so könnte man das Testergebnis zusammenfassen. Gleich sieben Lipglosse sind Testsieger mit der Bestnote „sehr gut“. Bei allen handelt es sich um Naturkosmetik-Produkte, für die eine Vielzahl problematischer Inhaltsstoffe ohnehin verboten ist.

  • Ohne Einschränkungen kann Öko-Test den Rossmann-Lipgloss der Hausmarke Alterra mit der Nummer 16 (Charming) empfehlen. Er ist frei von Mängeln und kostet weniger als drei Euro.
  • Ebenfalls ohne jegliche Beanstandungen: der Lavera Glossy Lips 08 (Rosy Sorbet) von Laverana (erhältlich bei ** Avocadostore)

Lipgloss: Chemie-Cocktail zum Abschlecken

In allen (!) konventionellen Lipglossen stecken Paraffine oder paraffinähnliche Stoffe, kritisiert Öko-Test. Sie werden meist aus Erdöl hergestellt ­– dünnflüssige Paraffine reichern sich im Körper an, im Tierversuch haben sie zu Organschäden geführt.

Doch damit nicht genug: Im Rossmann-Brilliant-Lipgloss 2 (rosé) hat Öko-Test PEG-Rückstände nachgewiesen. Sie können die Haut durchlässiger für Schadstoffe machen und einige PEG-Derivate gelten sogar als krebserregend. Außerdem enthält der Lipgloss von Rossmann den Farbstoff Tartrazin, der ein hohes Allergiepotenzial aufweist, besonders bei Menschen, die auf Aspirin oder Benzoesäure empfindlich reagieren. Der Lipgloss ist bei Öko-Test durchgefallen.

Ebenfalls durchgefallen ist das Produkt von Manhattan (Oh My Gloss! 130 – Beige Babe). Es enthält neben Tartrazin auch noch Propylparaben. Wie auch viele andere Parabene steht es im Verdacht, wie ein Hormon im Körper zu wirken. Die genauen Folgen sind bislang aber nicht erforscht. Außerdem enthält der Manhattan-Lipgloss einen problematischen UV-Filter.

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Mikroplastik auf die Lippen schmieren?

In sieben von neun konventionellen Lipgloss-Produkten hat Öko-Test „weitere Kunststoffverbindungen“ gefunden – also Mikroplastik. Das Verbraucher-Magazin bezeichnet die Kunststoffe zwar nicht als „Mikroplastik“, weil es nur feste Partikel als Mikroplastik wertet. Aber auch die flüssigen Kunststoffe sind bedenklich.

Alle Details findest du in der Ausgabe 04/2019** von Öko-Test sowie online auf www.ökotest.de.

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