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Abfluss gluckert: Warum das ein Warnsignal ist

abfluss gluckert
Foto: CC0 / Pixabay / Semevent

Wenn dein Abfluss gluckert, ist das nicht nur störend, sondern kann auch zum echten Problem werden. Woran es möglicherweise liegt und was du tun kannst, erfährst du hier.

In der Badewanne, in der Dusche, im Waschbecken oder im Spülbecken: Wenn der Abfluss gluckert, solltest du schnell handeln, um Schlimmeres zu verhindern. Denn das Geräusch kann auf eine nahende Rohrverstopfung hindeuten. Die verbreitet nicht nur einen unangenehmen Geruch, sondern kann dazu führen, dass das Rohr undicht wird oder sogar bricht. 

Abfluss gluckert: Das ist die Ursache

Der Abfluss gluckert zum Beispiel oft, wenn du die Badewanne ablässt.
Der Abfluss gluckert zum Beispiel oft, wenn du die Badewanne ablässt. (Foto: CC0 / Pixabay / Mikes-Photography)

Wenn dein Abfluss gluckert, ist das oft ein ernstzunehmendes Warnsignal:

  • Der Abfluss gluckert oft, wenn eine größere Menge Wasser durch die Leitungen fließt – zum Beispiel, wenn du die Badewanne ablässt oder die Spülmaschine Wasser abpumpt.
  • Sind die Rohre teilweise verstopft, zum Beispiel durch Haare, Seifen- oder Essensreste, kann das Wasser schlechter durch die Rohre laufen, da sie durch Ablagerungen immer enger werden. In der Folge kann das Wasser nicht mehr richtig ablaufen und staut sich quasi auf.
  • Das Gluckern entsteht, weil Wasser und Luft sich nicht mehr schnell genug austauschen können. Was du hörst, sind Luftblasen, die wegen der Verstopfung aufsteigen.
  • Neben dem Geräusch bringt ein verstopfter Abfluss oft auch unangenehme Gerüche mit sich. Wenn der Abfluss stinkt, ist das ein weiteres Warnsignal. 
  • Zwar ist dein Rohr bei einem Abfluss-Gluckern noch nicht ganz verschlossen, aber zumindest teilweise verstopft. Die gute Nachricht: In diesem Fall kannst du noch selbst eingreifen und die Verstopfungen entfernen. Ist der Abfluss erst komplett verstopft, muss oft Fachpersonal hinzugezogen werden.
  • Ein weiterer Grund für einen gluckernden Abfluss kann ein verstopftes Entlüftungsrohr sein, zum Beispiel aufgrund von Herbstlaub oder Vogelnestern. Wenn dein Abfluss gluckert, solltest du also auch überprüfen, ob es an der Entlüftung liegt. Dafür brauchst du aber eventuell fachkundige Hilfe, da die Rohre oft auf dem Dach enden. 

Was tun, wenn der Abfluss gluckert?

Dein Abfluss gluckert trotz dieser Maßnahmen weiterhin? Dann solltest du Fachpersonal zur Hilfe holen.
Dein Abfluss gluckert trotz dieser Maßnahmen weiterhin? Dann solltest du Fachpersonal zur Hilfe holen. (Foto: CC0 / Pixabay / ClassicAireCare)

Wenn dein Abfluss gluckert, kannst du das Problem oft selbst beheben. Je nachdem, wo die Verstopfung lokalisiert ist, gibt es verschiedene Möglichkeiten, sie zu beseitigen:

  • Liegen die Verschmutzungen nahe am Abfluss, kannst du versuchen, sie mit einem Kabelbinder zu entfernen. Schneide ihn dafür an den Seiten der Spitze mit einem scharfen Cuttermesser einige Male ein, sodass kleine Widerhaken entstehen. Drehst du ihn dann vorsichtig im Abfluss, bleiben daran zum Beispiel Haare hängen. 
  • Für Verschmutzungen, die tiefer liegen, gibt es spezielle Reinigungsspiralen. Diese bekommst du online zum Beispiel bei Obi oder Amazon.
  • Du kannst auch zur Saugglocke greifen und die Verschmutzung mit Unterdruck lösen.
  • Bei Wasch- und Spülbecken kann es helfen, den Siphon abzunehmen und zu säubern. Stelle dabei einen Eimer unter das Rohr, weil Wasser aus dem Rohr läuft.
  • Wenn nichts davon hilft, rufe eine:n Handwerker:in zur Hilfe. 

Hausmittel zur Abflussreinigung

Die Phosphorsäure in Cola kann Verschmutzungen im Abfluss lösen.
Die Phosphorsäure in Cola kann Verschmutzungen im Abfluss lösen. (Foto: CC0 / Pixabay / photoAC)

Du solltest nicht zu aggressiven Rohrreinigern greifen, um einen gluckernden Abfluss zu beheben: Sie können die Ablagerungen teilweise sogar verschlimmern und die Rohre auf Dauer angreifen. Außerdem sind sie schlecht für die Umwelt und können auch für die Benutzer:innen gefährlich sein.

Folgende Hausmittel sind schonend und können Abhilfe schaffen:

  • Spülmittel und heißes Wasser: Gib eine halbe Flasche Spülmittel in den Abfluss, verschließe ihn mit dem Stöpsel und fülle das Becken mit heißem Wasser. Löse dann den Stöpsel. Das Spülmittel löst Fett und der Wasserdruck spült die Verschmutzungen weg. 
  • Backpulver und Essig: Gib drei bis vier Esslöffel Backpulver in den Abfluss und gieße eine halbe Tasse Essig dazu. Lass die Mischung ein paar Minuten einwirken und spüle dann mit heißem Wasser nach, bis es aufhört zu sprudeln. Du kannst statt Backpulver auch Natron oder Soda verwenden. Anstelle von Essigessenz funktioniert die natürliche chemische Reaktion auch mit Zitronensäure. Diese Methode löst Verstopfungen und neutralisiert zudem Gerüche. Sie ist grundsätzlich für alle Abflüsse geeignet. Bei Kunststoffrohren solltest du sie aber mit Bedacht anwenden, da diese bei zu häufiger Verwendung porös werden könnten. 
  • Cola: Gib nach und nach eine Flasche Cola in den Abfluss, lasse sie am besten über Nacht einwirken und spüle am nächsten Tag mit klarem Wasser nach. Die enthaltene Phosphorsäure kann leichte Verschmutzungen lösen. Verwende am besten abgestandene Cola, die nicht mehr getrunken wird, um Lebensmittelverschwendung zu vermeiden.

Mehr Tipps zur Abflussreinigung: Verstopften Abfluss reinigen: Diese Hausmittel helfen

Wie du einem gluckernden Abfluss vorbeugen kannst

Ein Abflusssieb verhindert, dass Essensreste und anderer grober Schmutz den Abfluss verstopfen.
Ein Abflusssieb verhindert, dass Essensreste und anderer grober Schmutz den Abfluss verstopfen. (Foto: CC0 / Pixabay / Kaffeesüchtig)

Damit es gar nicht erst dazu kommt, dass dein Abfluss gluckert, solltest du Verstopfungen vorbeugen. Folgende Dinge kannst du dafür beachten:

  • Statte all deine Abflüsse mit einem Abflusssieb aus. So werden beispielsweise größere Essensreste, grober Schmutz und Haare aufgefangen. 
  • Kein Fett oder Öl in den Abfluss schütten: Fett und Öl verhärten sich nach dem Abfließen an den Wänden der Rohe und verstopfen sie dann. Statt im Waschbecken solltest du Öl und Fett im Restmüll entsorgen. Bei größeren Mengen machst du das am besten in einem Behälter, den du ohnehin wegwerfen musst. Kleinere Mengen, zum Beispiel in Pfannen, kannst du zunächst mit einem Papiertuch aufwischen. Mehr erfährst du hier: Das passiert, wenn du Fett im Abfluss entsorgst.
  • Auch Essensreste sollten niemals im Abfluss landen, sondern stattdessen im Müll entsorgt werden. Besonders stärkehaltige Lebensmittel wie Mehl können den Abfluss verstopfen. Leere Teller immer aus, bevor du sie abspülst und spüle Essensreste auch nicht in der Toilette herunter.
  • Gleiches gilt für Kaffeesatz: Du solltest ihn unbedingt im Hausmüll entsorgen und nicht in den Abfluss geben, weil er zu Verstopfungen führen kann. Mehr Infos dazu: Kaffeesatz als Abflussreiniger: Warum das gar keine gute Idee ist.
  • Außerdem kannst du ab und an eine Tasse heißes Wasser in den Abfluss zu geben, um mögliche Ablagerungen zu lösen und den Abfluss zu reinigen.
  • Wenn bei dir das Wasser besonders hart ist, kann es auch sinnvoll sein, eine Wasserenthärtungsanlage einbauen zu lassen, um Kalkablagerungen zu vermeiden. 
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