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Amaryllis in Wachs: Kann ich die Trendpflanze einpflanzen?

Foto: Utopia (bw) / CC0 Public Domain, Pixabay, Hansuan_Fabregas

Die Amaryllis ist im Winter eine hübsche Dekoration fürs Wohnzimmer – und ein beliebtes Mitbringsel für Freund:innen und Verwandte. Immer öfter gibt es die Amaryllis nicht im Topf zu kaufen, sondern in eine Wachsschicht gehüllt. Unser Urteil: Hübsch anzusehen – aber schlecht für die Umwelt! Wir erklären dir hier, wie du die Wachs-Amaryllis mit ein bisschen Glück retten kannst.

Die Amaryllis (botanisch: Hippeastrum) ist in der Weihnachtszeit – neben dem Weihnachtsstern – die wahrscheinlich beliebteste Dekopflanze: Sie entwickelt prächtige Blüten in wunderschönen Farben und blüht oft über mehrere Wochen. Den Ritterstern, wie die subtropische Pflanze auf deutsch heißt, gibt es als Zwiebel oder im Topf zu kaufen – und immer häufiger in einem Wachsmantel. Die gewachste Amaryllis liegt als kleines Geschenk oder Mitbringsel voll im Trend: Schön fürs Auge, aber leider schlecht für die Umwelt!

Wachs-Amaryllis: nach der Blüte ein Fall für die Tonne

Das Besondere der Wachs-Amaryllis: Sie braucht keine Erde, keinen Topf – und keinerlei Pflege. Nicht mal Wasser benötigt die Amaryllis in Wachs. Die Zwiebel dient als Speicherorgan, in ihr sind alle Nährstoffe eingelagert, die die Pflanze zum Austreiben der Blüte und zum Blühen benötigt. Die Wachsschicht schützt die Zwiebel vor dem Austrocknen, ihr Wasservorrat reicht für die gesamte Blütezeit.

Was wie ein kleines Wunder klingt, hat jedoch seine Schattenseiten: Nach dem Verblühen hat die Wachs-Amaryllis nahezu keine Überlebenschance – und ist damit ein trauriger Fall für die Mülltonne.

Bedingt durch die Wachsschicht kann sie keine Wurzeln ausbilden und somit keine Nährstoffe aufnehmen. Sind die Nährstoffe aus der Zwiebel verbraucht, verkümmert sie und stirbt ab.

Die Wachs-Amaryllis kann wegen der nicht kompostierbaren Wachsschicht nicht einmal über den Biomüll entsorgt werden, sondern gehört in den Restmüll.

Rettungsversuch für die Wachs-Amaryllis

Wenn du eine Wachs-Amaryllis hast, kannst du jedoch einen Rettungsversuch unternehmen und versuchen, die Wachsschicht vorsichtig zu entfernen und so das Leben der hübschen Pflanze zu retten. Topfe die Zwiebel dann in gute Blumenerde (ohne Torf!) und stelle sie an einen hellen und warmen Ort. Wenn du sie regelmäßig gießt, bildet sie mit einer guten Portion Glück Wurzeln aus. Wichtig ist, dass die Amaryllis im Sommer eine Ruhephase bekommt, in der sie weder gegossen noch gedüngt wird.

Besser für die Umwelt: Amaryllis im Topf

Nachhaltiger – aber genauso hübsch – ist es, wenn du eine Amaryllis-Zwiebel ohne Wachs kaufst und selbst einpflanzt oder wenn du eine Amaryllis im Topf kaufst. Hier musst du die verblühte Amaryllis nicht wegwerfen! Mit der richtigen Pflege kommt sie gut durch den Sommer und entwickelt über viele Jahre in der Weihnachtszeit ihre üppigen, wunderschönen Blüten.

  • Wenn die Blüten verwelkt sind, solltest du sie abschneiden und die Pflanze weiterhin mäßig gießen.
  • Sobald im Sommer die Blätter welken, beginnt die Ruhezeit. Das Laub bitte an der Pflanze belassen, es ist wichtig für die Einlagerung der Nährstoffe in die Zwiebel. Stell die Amaryllis für die nächsten zwei bis drei Monate an einen kühlen und dunklen Platz und stelle das Gießen ein.
  • Im Oktober darf die Amaryllis wieder an einen hellen Standort. Wenn sie regelmäßig gegossen wird, treibt sie passend zur Adventszeit wieder aus – und der Kreislauf des Amaryllis-Lebens geht weiter.

Was du über die Amarylis sonst noch wissen solltest:

  • Je wärmer die Amaryllis steht, desto schneller blüht sie.
  • Schneide verblühte Blüten am Stilansatz ab, dann blüht die Pflanze allermeist nochmals.
  • Amaryllis-Zwiebeln sind giftig. Deshalb Vorsicht bei Kleinkindern und Haustieren.

Gut zu wissen: Was für Amaryllis in Wachs gilt, gilt natürlich auch für Hyazinthen im Wachsmantel. Auch sie sind nicht nachhaltig und sollten deshalb nicht gekauft werden.

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