Cradle to Cradle: Diese Shops bieten endlos nachhaltige Produkte

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Cradle to Cradle ist eines der radikalsten Nachhaltigkeitskonzepte der Gegenwart. Die Utopie der abfallfreien Kreislaufwirtschaft ist vereinzelt schon Wirklichkeit: Wir zeigen, wo es schon heute Cradle-to-Cradle-Produkte zu kaufen gibt.

Die Vorstellung ist verführerisch: Eine schöne bunte Konsumwelt ganz ohne Abfall, Produkte, die man einfach kompostieren kann oder die immer und immer wieder zu neuen Produkten werden, Schluss mit Verzicht und Beschränkung. Das verspricht Cradle to Cradle („von der Wiege zur Wiege“).

Mehr zum Cradle to Cradle (C2C)-Konzept: Cradle to Cradle – Die Vision von der Kreislaufwirtschaft ohne Abfall

Noch liegt diese Welt weit entfernt. Doch es gibt Unternehmen, die bereits nach C2C-Prinzipien produzieren – zumindest einzelne Produktlinien. Die zertifizierten Produkte bekommt man bereits in ausgewählten Shops.

Cradlelution: 100% Cradle-to-Cradle-Produkte

Den Cradle to Cradle Onlineshop Cradlelution gibt es seit Februar 2015; nach einer erfolgreichen Crowdfunding-Kampagne im selben Jahr konnten die Gründer erstmals größere Warenmengen bei C2C-Herstellern ordern.

Die Cradle to Cradle-Produkte im Shop sind entweder vollständig biologisch abbaubar oder so aufgebaut, dass alle Materialien zu neuen Produkten verarbeitet werden können. In beiden Fällen entsteht also kein Abfall. Auf der Website heißt es: „Mit diesem Online-Shop möchten wir den Zugang zu intelligent designten, gesunden und umweltfreundlichen Produkten für uns alle ermöglichen und zum Nachdenken anregen!“

Derzeit bietet der Shop Cradle-to-Cradle-Produkte in den Kategorien

  • Bekleidung
  • Bücher
  • Haushaltswaren
  • Hygieneartikel
  • Reinigungsmittel
  • Schreibwaren
  • Spielzeug
  • Stühle
  • Textilien

Außerdem gibt es die Kategorie „Inspired by…“, in der Waren angeboten werden, die von C2C inspiriert, aber nicht zertifiziert sind. Zudem gibt es das Pilotprojekt „Nutzen statt Besitzen“, bei dem Artikel zur Miete anstatt zum Kauf angeboten werden. Derzeit testet das Cradlelution-Team diese Idee anhand einiger Miet-Bücher.

Zum Shop: cradlelution.de

Avocadostore: grüner Onlineshop mit kleinem Sortiment an Cradle-to-Cradle-Produkten

Der Avocadostore ist einer der bekanntesten und größten „grünen“ Onlineshops, er bietet ein großes Sortiment an nachhaltigen Produkten aus allen Bereichen. Cradle to Cradle ist hier eine eigene Produktkategorie. Die Kriterien für die hier gelisteten Produkte sind allerdings etwas schwammig und nicht alle Produkte sind C2C-zertifiziert.

Rund 60 Cradle-to-Cradle-Produkte gibt bei Avocadostore derzeit zu kaufen, Ein Teil davon wird von Cradlelution versendet (s. oben). Unter anderem findet man auf dem digitalen Marktplatz C2C-zertifizierte Kinderbücher aus dem Neunmalklug-Verlag, die C2C-zertifizierte Trinkflasche von Dopper, Buntstifte und Brotdosen.

Zum Shop**: www.avocadostore.de/cradle-to-cradle

Trigema: Sportmarke mit eigener Cradle-to-Cradle-Kollektion

Die Sportmarke Trigema, die zu 100 Prozent in Deutschland in ressourcensparenden Produktionsanlagen produziert, hat eine komplette C2C-zertifizierte Kollektion im Sortiment. Die „Change“-Kollektion besteht aus T-Shirts, Sweatshirts, Freizeithosen und Unterwäsche aus Bio-Baumwolle für Damen und Herren und ist im eigenen Onlineshop erhältlich.

Zum Shop: Damen: www.trigema.de, Herren: www.trigema.de

Cradle-to-Cradle-Produkte: noch mehr Shops

C2C-zertifizierte Waren gibt es vereinzelt auch in weiteren Shops, zum Beispiel:

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(3) Kommentare

  1. Von der Idee her ja sehr gut.
    Aber warum müssen die Dinge größtenteils in Plastik verpackt sein? Für mich ein Grund, keines dieser Produkte zu kaufen. Schade!

  2. Die Folgen des eigenen Konsumverhaltens relativiert sich der bewusste Verbraucher ja gerne mit schönen Zertifikaten. Ich halte das für die übliche Augenwischerei. Wie viel von einem Produkt recycled wird, hängt nicht zuletzt vom Verbraucherverhalten ab und von den vorhandenen Entsorgungsmöglichkeiten. C2C Produkte ausserhalb der vorhandenen Recycling-Ketten einzeln zum Hersteller zurück zu schicken ist zumindest fragwürdig. Und ob dann auch alles zu 100% wiederverwertet wird, wer prüft das? Und übrigens, auch Recycling kostet Energie, und damit Rohstoffe und Schadstofffreisetzung. Und wird nicht selten im Ausland unter suboptimalen Bedingungen durchgeführt.

    Bei Neuanschaffungen kauft man besser langlebige Produkte und behält diese. Dafür braucht man keine Zertifikate.

  3. C2C schließt ja nicht aus, dass es sich um langlebige Produkte handelt. Es macht natürlich keinen Sinn C2C-Produkte nach einmaligem Tragen zu recyclen. Das ist wohl auch kaum das Ziel des Initiators.

    Ein Kleidungsstück, dass so produziert wurde, dass es rückstandsfrei kompostiert werden kann, muss nach meinem Verständnis auch nicht zum Hersteller zurück geschickt werden. Es kann auch anderweitig entsorgt werden, da es sich, nach welchen Zwischenstufen auch immer, am Ende, im natürlichen Stoffkreislauf wiederfindet ohne diesen zu gefährden.

    Ein, wie ich finde, durchaus überzeugendes Konzept.

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