Energieexperte: Wann du das Licht ausschalten solltest – und wann nicht

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Klar spart es Strom, das Licht auszuschalten. Aber was, wenn man nur ein paar Minuten lang weg ist? Kurz nach dem Anschalten verbrauchen normale Glühlampen besonders viel Strom. Ein Experte erklärt, worauf du achten solltest.

Es klingt zunächst ganz einfach: Wer Energie sparen will, sollte das Licht immer ausschalten, wenn es nicht benötigt wird. Doch was, wenn man nur für kurze Zeit den Raum verlässt? Verbraucht es dann nicht mehr Energie, das Licht immer wieder an- und auszuschalten, als die Lampe einfach brennen zu lassen?

Energieexperte: „Wir raten davon ab, ständig das Licht an- und auszuschalten.“

Energieexperte Martin Brandis von der Energieberatung der Verbraucherzentrale bezeichnet dies als „halbwahr“. Bei normalen Glühlampen gibt es Einschaltströme, die über dem Nennstrom liegen, erklärt er gegenüber Utopia. In den ersten Millisekunden, nachdem eine Lampe angeschaltet wurde, ist der Energieverbrauch also höher. Diese Zeitspanne ist aber so gering, dass sie nicht wirklich relevant ist.

Brandis betont: „Wir raten davon ab, ständig das Licht an- und auszuschalten.“ Wer den Raum für mehr als drei Minuten verlässt, dem rät der Experte, das Licht auszuschalten. Gegenüber Utopia geht er auch darauf ein, ob man die Heizung durchlaufen lassen sollte und wieso man sich nicht immer blind auf den „Energiesparmodus“ verlassen kann.

Lampen checken – ein Wechsel kann viel Strom sparen

Das Licht auszuschalten, spart in der Regel also Energie. Wenn es brennt, wird Energie verbraucht – wie viel, hängt auch von der Glühbirne ab, die sich in der Lampe befindet. Die Verbraucherzentralen weisen darauf hin, dass man bis zu 90 Prozent Energie sparen kann, wenn in den Leuchten LED-Technologie steckt und dort nicht mehr die alten Glühbirnen oder Halogenlampen ihren Dienst tun. LEDs weisen auch kaum einen erhöhten Stromverbrauch beim Anschalten auf.

Zwar wurde die Produktion von Glühlampen in Europa schon vor Jahren untersagt, in so mancher Leuchte könnten aber noch alte Glühlampen stecken. Und in manchem Keller ruhen vielleicht noch gehortete Restbestände. Die Energiekrise mit ihren hohen Stromkosten ist ein guter Zeitpunkt, das einmal zu überprüfen.

Glühbirne, Halogenlampe und LEDs auseinanderhalten

Schalte das Licht aus und betrachte die Birne mal etwas genauer – dann kannst du leicht erkennen, welche Art von Leuchtmittel du verwendest.

Die klassische Glühlampe erkennt man an der Birnen- oder Kerzenform. Sie hat unten einen Metallsockel zum Schrauben und oben ein Glas, in dem sich ein Wolfram-Draht befindet, der für die Lichterzeugung zuständig ist.

Zum Vergleich: Halogenlampen haben oft eine Spot-ähnliche Bauform, es gibt sie aber auch in Birnenform. Der Glühdraht ist von einem Schutzgas, dem Halogen, umgeben. Auch hier ist übrigens inzwischen die Produktion der meisten Modelle verboten – aus besagten Gründen.

Eine LED-Lampe sieht der herkömmlichen Glühlampe ähnlich und kann sie ohne weitere Anpassungen direkt ersetzen. Deswegen wird sie auch als LED-Retrofit-Lampe bezeichnet. Aber ihr fehlt in der Regel der klassische Glühfaden, denn lichtemittierende Dioden bilden hier die Lichtquelle.

Übrigens: Die Energiesparlampe ist an einer gebogenen, gewendelten oder mehrfach gefalteten Röhre zu erkennen, in der die Gasentladung stattfindet. Diese Lampen besitzen in der Regel ein integriertes Vorschaltgerät und einen Schraubsockel, um sie wie eine Glühlampe einsetzen zu können.

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