Essigbaum pflanzen und pflegen: Das musst du beachten

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Der Essigbaum ist wegen seines bunten Herbstlaubes in vielen heimischen Gärten zu sehen. Hier erfährst du, wie du das aus Nordamerika stammende Sumachgewächs in deinen Garten pflanzen kannst.

Der Essigbaum ist auch als Hirschkolben-Sumach bekannt und stammt ursprünglich aus dem Osten Nordamerikas. Seit Anfang des 17. Jahrhunderts gibt es ihn auch in Europa. Seitdem gewinnt er wegen seines bunten Laubes immer mehr an Beliebtheit. Die sommergrünen Blätter färben sich im Herbst gelborange bis feuerrot ein. In Deutschland wird der Strauch bis zu sechs Meter hoch und breit. Unter sehr günstigen Bedingungen kann er sogar bis zu zwölf Meter in die Höhe wachsen und sich zu einem mehrstämmigen Baum entwickeln. Aus den weißen bis rötlichen Blütenständen bilden sich kolbenartig wachsende Steinfrüchte, die gerne von Vögeln gefressen werden. In diesem Artikel zeigen wir dir, worauf du achten musst, wenn du den Essigbaum in deinem Zier- oder Naturgarten pflanzen willst.

Essigbaum pflanzen: So machst du es richtig

Der Essigbaum bildet kolbenartig wachsende Steinfrüchte aus, die von Vögeln gefressen werden.(Foto: CC0 / Pixabay / Hans)
Der Essigbaum bildet kolbenartig wachsende Steinfrüchte aus, die von Vögeln gefressen werden.

Wenn du einen Essigbaum pflanzen möchtest, solltest du wissen, dass das Sumachgewächs in wenigen Jahren sehr in die Breite wachsen kann. Essigbäume entwickeln ein ausuferndes Wurzelsystem und bilden viele Wurzelausläufer, die schnell deinen gesamten Garten durchwuchern und anderen Pflanzen Nährstoffe rauben können. Damit der Baum gut gedeiht, aber deinen Garten dabei nicht überwuchert, solltest du bereits beim Pflanzen einige Hinweise beachten:

  • Der richtige Standort: Der Essigbaum stellt keine besonders hohen Ansprüche an seinen Standort. Er gedeiht sowohl an sonnigen als auch an halbschattigen Orten.
  • Der richtige Boden: Idealerweise solltest du den Essigbaum in sandige, gut durchlässige Erde pflanzen. Wichtig ist, dass der Boden möglichst kalkfrei ist. Kalkhaltige Böden erkennst du zum Beispiel daran, dass Zeigerpflanzen wie Brennnesseln und Wegwarten auf ihm wachsen.
  • Nachbarpflanzen: Du kannst den Essigbaum entweder alleinstehend anbauen oder ihn mit anderen Pflanzen kombinieren. Besonders gut eignen sich dafür bunt blühende Astern oder Chrysanthemen. Auch neben immergrünen Hecken setzt der Baum schöne Farbakzente.

Essigbaum richtig pflanzen: Im Gartenfachhandel bekommst du den Essigbaum vor allem als Jungbaum mit Wurzelballen. Idealerweise pflanzt du ihn im Herbst oder Frühjahr. So gehst du dabei vor:

  1. Stelle den Wurzelballen als Erstes in einen Eimer mit Wasser, bis er sich komplett vollgesogen hat.
  2. Hebe jetzt das Pflanzloch aus. Es sollte mindestens doppelt so groß wie der Wurzelballen des Essigbaums sein.
  3. Lockere die Erde am Boden des Lochs leicht auf und mische die ausgegrabene Pflanzerde mit Kompost oder Hornspänen.
  4. Aufgrund der vielen Wurzelausläufer, die sich bilden werden, solltest du eine Wurzelsperre einbauen. Versenke dafür zum Beispiel ein bodenloses Steingefäß in dem Pflanzloch. Idealerweise sollte die Wurzelsperre einen Durchmesser von zwei Metern haben, damit der Essigbaum noch genug Platz zum Wachsen hat.
  5. Setze den Baum jetzt wieder in das Pflanzloch ein und fülle das Loch mit dem Kompost-Erde-Gemisch wieder auf.
  6. Trete die Erde zum Schluss leicht an und gieße den Essigbaum großzügig.

Vorsicht: Der Essigbaum ist in all seinen Pflanzenteilen giftig. Hautkontakt mit den Blättern kann bereits zu leichten Hautreizungen führen. Trage bei der Arbeit mit dem Sumachgewächs deshalb immer Handschuhe und halte kleine Kinder fern von ihm.

Die richtige Pflege für den Essigbaum

Sein farbenfrohes Herbstlaub macht den Essigbaum bei Hobbygärtnern so beliebt.(Foto: CC0 / Pixabay / monika1607)
Sein farbenfrohes Herbstlaub macht den Essigbaum bei Hobbygärtnern so beliebt.

Der Essigbaum ist ein recht pflegeleichtes Ziergehölz. Mit den folgenden Pflegetipps kannst du dafür sorgen, dass du lange etwas von dem Baum hast:

  • Gießen: In der Regel reicht es, wenn du den Essigbaum nur in längeren Trockenphasen mit etwas Regenwasser gießt. Achte ansonsten immer darauf, dass keine Staunässe entsteht.
  • Düngen: Der Essigbaum gedeiht auch ohne zusätzlichen Dünger gut. Wenn du doch einmal merkst, dass der Baum weniger wächst, kannst du etwas Kompost rund um den Stamm verteilen.
  • Schneiden: In Form schneiden musst du den Essigbaum nicht. Nach der Blütezeit im Sommer kannst du ihn lediglich etwas auslichten. Dabei kannst du auch trockene und kahle Zweige entfernen.
  • Vermehren: Am einfachsten kannst du den Essigbaum vermehren, indem du Stecklinge ziehst. Schneide dafür etwa 15 Zentimeter lange Triebe schräg ab und stecke sie zur Hälfte in ein Gefäß mit einem Gemisch aus Sand und Erde.
  • Krankheiten und Schädlinge: Krankheiten gegenüber ist der Essigbaum sehr widerstandsfähig. Im Frühling kann es passieren, dass sich kleine, weiße Schaumklümpchen, der sogenannte „Kuckucksspeichel“, auf den Blättern bildet. In den Klümpchen stecken kleine Zikadenlarven, die sich von den Trieben des Baumes ernähren. Da die Larven meist von selbst wieder verschwinden und dem Essigbaum keinen großen Schaden zufügen, reicht es aus, wenn du die Schädlinge mit dem Wasserschlauch abspritzt. Weiterhin kann der Essigbaum in seltenen Fällen von verschiedenen Pilzen befallen werden. Am besten verhinderst du das, indem du den Baum gut pflegst und regelmäßig die Erde um den Stamm durch Mulchen abdeckst.

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