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Facebook-Alternative: Soziale Netzwerke im Überblick

Foto: CC0/pixabay/geralt

Facebook-Alternative gesucht? Eine Alternative, die genauso viele Funktionen bietet, ist nicht leicht zu finden. So verteilst du deinen digitalen Fußabdruck über mehrere Netzwerke.

Alternative zu Facebook: nicht eins sondern mehrere soziale Netzwerke

Alternative zu Facebook dringend gesucht
Alternative zu Facebook dringend gesucht
(Foto: CC0/pixabay/kropekk_pl)

Daumen runter für Facebook. Wenn du aber konsequenterweise auch die beiden Facebook Anhängsel Instagram und WhatsApp boykottierst, wird die Kommunikation per Handy schwierig. Facebook beherrscht wie kaum ein anderer die Kunst, über 2 Milliarden Menschen weltweit zu verbinden und ihnen somit eine direkte Kommunikation zu ermöglichen. Erst mit Facebook konntest du auch weit entfernt wohnende Freunde und Familie direkt an deinen schönsten Momenten teilhaben lassen und das kostenlos.

Dafür sammelt Facebook deine Daten, um seine Algorithmen immer weiter zu optimieren und verkauft die so gesammelten Daten gewinnbringend. Das führte letztlich zu dem Skandal über den Verkauf von Nutzerdaten im großen Stil. Facebook Chef Mark Zuckerberg musste nicht nur vor dem US-Kongress aussagen, sondern auch vor dem EU-Parlament. Auf Konsequenzen aus dem Daten-Skandal bei Facebook warten wir noch.

Doch wie sieht es mit Alternativen aus? Die ernüchternd Antwort ist, es gibt (noch) keine Alternative, die einen vergleichbaren Funktionsumfang wie Facebook hat und sicher ist. Es gibt aber interessante Dienste in den Sozialen Medien die Teilfunktionen beherrschen.

Um deine digitalen Aktivitäten besser zu schützen, kannst du mehrere Dienste verwenden, so hat im Ernstfall keiner alle Daten von dir.

Facebook Alternative für Statusmeldungen ist nicht leicht zu finden

Mit Statusmeldungen leicht in Kontakt bleiben - keine Alterntive zuFacebook ?
Mit Statusmeldungen leicht in Kontakt bleiben – keine Alterntive zuFacebook ?
(Foto: CC0/pixabay/geralt)

Google Plus

  • Google Plus ist eine Plattform die alle Funktionen von Facebook bietet. Es gibt einen Fotobereich, Statusmeldungen, Live Chat oder Info Dienst. Du kannst deine Kontakte „Kreisen“ zuweisen und so bestimmen, wer was sehen kann, du kannst Gruppen bilden oder Communities beitreten.
  • Mit dem Login hast du auch gleich Zugang zu anderen Google-Diensten wie E-Mail oder zu YouTube, das Google 2006 übernahm.
  • Und da offenbart sich auch der Nachteil von Google Plus, denn Google sammelt genauso wie Facebook Daten und steht im Verdacht, damit nicht viel besser damit umzugehen. Warum also zum nächsten sammelwütigen Netzwerk wechseln?
  • Auch konnte Google Plus bislang als Soziales Netzwerk nie so recht überzeugen, obwohl es eine der am schnellsten wachsenden Plattformen ist. Mit über 3 Milliarden Nutzern in 2016 überholte es schon Facebook, aber vielleicht liegt es daran, dass die Gmail Registrierungen bei der Nutzerzahl mitzählt.

Vero

  • Vero präsentiert sich selbst als „ehrliche“ Alternative zu Facebook.
  • Die App ist im modernen Design und bietet viele Möglichkeit von Facebook. Du kannst Fotos, Videos und Statusmeldungen mit Freunden zu teilen.
  • Durch die Einteilung in Freunde, Bekannte und Follower kontrollierst du, an wen deine Mitteilungen gehen.
  • Für das Login wird zwar ein Nutzername, aber kein Klarname verlangt, dazu aber E-Mail und Telefonnummer.
  • Laut eigenen Aussagen, im veröffentlichen Manifest will Vero seinen Nutzern eine freie und natürliche Art der Kommunikation ermöglichen, ohne Werbung auskommen und keine Daten ohne Autorisierung des Nutzers weitergeben.  
  • Ursprünglich, bei der Entwicklung in 2015 sollte Vero ein gebührenpflichtiges Netzwerk sein. Der ersten Million Nutzern garantierte Vero jedoch, als Anreiz einen lebenslangen freien Zugang. In 2018 erhielt Vero einen starken Zulauf und zählt schon etwa 3 Millionen Nutzer. Nach der Erläuterung auf der Website gab es dadurch technische Probleme, so dass die Bezahl-Option bis auf weiteres aufgeschoben ist.
  • Es bleibt also spannend, wie es mit Vero weitergeht und ob es sich als Alternative etablieren kann.

Facebook Alternative für die Fotoecke

Alternative, die virtuellen Pinnwände von Pinterest
Alternative, die virtuellen Pinnwände von Pinterest
(Foto: CC0/pixabay/27707)

Pinterest

  • Wer gerne Bilder sammelt oder Anregungen erhält, wie zu DIY Themen, Mode, Kosmetik und Hobbies, für den ist Pinterest eine interessante Alternative.
  • Auf sogenannten Pinnwänden kannst du Bilder zu deinen Interessen sammeln und diese mit Followern teilen. Diese virtuellen Pinnwände können öffentlich sein oder du gibst nur einem kleinen Kreis den Zugriff darauf.
  • Seit einiger Zeit besitzt Pinterest auch eine Shop-Funktion, die viele Künstler oder Kleingewerbetreibende als Verkaufsfläche nutzen. Dort findest du interessante Angebote, abseits der großen Konzernmarken. Einnahmen aus dieser Marktplatzfunktion dienen der Finanzierung des Unternehmens.
  • Pinterest ist ein unabhängiger Konzern aus dem Silikon Valley mit 200 Millionen Nutzern weltweit (Stand April 2017). Beim kostenlosen Login kannst du dich unabhängig oder mit Facebook- oder Google-Login registrieren. Bei der Registrierung wird kein Klarname oder Telefonnummer verlangt.

EyeEm

  • EyeEm ist eher eine Foto Community wie Instagram.
  • Hier steht mehr das Teilen von Fotos im Vordergrund und weniger der Austausch zwischen Freunden.
  • Du kannst in EyeEm deine Bilder gegen Lizenzgebühren verkaufen. Dafür gibt es einen separaten Verkaufsbereich, in dem du die Bilder einstellst. Einen Teil der Verkaufsgebühren erhält EyeEm. Dafür ist das Netzwerk werbefrei.
  • Mit 22 Millionen Nutzern weltweit (Stand April 2017) ist EyeEm schon zu einer ansehnliche Foto-Community angewachsen.
  • EyeEm wurde von einem deutschen Start Up 2011 gegründet.

Facebook Alternative für den Infobedarf

Alternative zu den personifizierten News auf Facebook
Alternative zu den personifizierten News auf Facebook
(Foto: CC0/pixabay/MichaelGaida)

Twitter

  • Spätesten seitdem viele Politiker twittern, kennt jeder Twitter. Doch auch Nachrichtenmagazine und NGO’s sind darauf vertreten.
  • Über Twitter kannst du News Feeds folgen oder selber Kurznachrichten verschicken.
  • Der Account kann entweder öffentlich oder privat sein. Außerdem kannst du festlegen, wer deine Tweeds sehen soll und welchen du folgen möchtest.
  • Nach eigenen Angaben fühlt sich Twitter der Meinungsfreiheit verpflichtet und greift nicht in die Inhalte seiner Nutzer ein, was schon öfter zu kontroversen Auseinandersetzungen bei „Hass-Tweets“ geführt hat.
  • Doch auch der Twitter-Konzern sammelt und speichert die Daten seiner Nutzer.
  • Für die Anmeldung benötigst du eine Telefonnummer, an die der Login Pin geschickt wird.
  • Twitter hat etwa 330 Millionen aktive Nutzer (Stand Dez 2017).

News Feed Reader und ähnliche Anwendungen geben dir auch gesammelt den Überblick über Nachrichten, jedoch musst du die jeweiligen Nachrichtenkanäle selber abonnieren.

  • Es gibt also keinen Algorithmus, der dir die Arbeit abnimmt.
  • Aber dafür kannst du selbst bestimmen, welche Nachrichten du lesen möchtest.

Facebook Alternative – echt alternativ

Alternative Community, anstatt Facebook
Alternative Community, anstatt Facebook
(Foto: CC0/pixabay/geralt)

Diaspora*

  • Diaspora* ist ein Open Source Social Network und nicht als App für mobile Geräte erhältlich. Für einen neuen Nutzer ist das Open Source Konzept etwas gewöhnungsbedürftig und du braucht eine Bereitschaft dich mit IT-Begriffen zu beschäftigen.
  • Die Daten liegen auf dezentralen Servern, den Pods, die Diaspora* Nutzer auch gleichzeitig betreiben können.
  • Bei der Registrierung musst du einen Pod auswählen und dich dort anmelden. Das Login funktioniert ohne Klarnamen oder Telefonnummer.
  • Über #Hashtags folgst du den Beiträgen oder verbindest dich mit anderen Nutzern. Du kannst auch an Kontakte außerhalb von Diaspora* Nachrichten verschicken, die dort als E-Mail ankommen.
  • Diaspora* ist werbefrei und garantiert Datensicherheit, durch die dezentrale Datenhaltung ist das Versprechen auch glaubhaft.
  • Der Nachteil von Diaspora* ist die geringe Verbreitung, mit nur knapp 700.000 Nutzern (Stand März 2018) kann man noch nicht wirklich von einem Netzwerk sprechen. Auch haftet ihm ein leichter Hauch von „Underground“ an, zumal wenn du die durchgestylte Oberfläche von Facebook gewohnt bist.

Wenn schon alternativ, dann kannst du auch StudiVZ ausprobieren. Wer nicht unbedingt weltweit Freunde hat und den Retro-Chic mag, für den kann das Studentennetzwerk eine Alternative bieten. Vielleicht hast du ja noch ein altes Login aus den Zeit vor Facebook.

Auch Nachbarschaft-Netzwerke wie nebenan.de oder nachbarschaft.net sind Alternativen in Zeiten der Sharing Community. Hier verbindest du dich nicht nur mit Freunden, sondern lernst auch Menschen aus deinem Stadtviertel kennen. Über diese lokal begrenzten Netzwerke kannst du beispielsweise Hoffeste oder Babysitter organisieren.

Oder du triffst dich offline mit deinen Freunden.

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(3) Kommentare

  1. Das ist aber eine blöde Bewertung von Diaspora – und schlecht recherchiert obendrein. Ich nutze die App auf dem Android-Handy ganz gerne, wenigstens um von unterwegs Bilder hoch zu laden. Und fehlende Funktionen von Facebook sind durchaus ein Vorteil von Diaspora.

  2. “Für einen neuen Nutzer ist das Open Source Konzept etwas gewöhnungsbedürftig und du braucht eine Bereitschaft dich mit IT-Begriffen zu beschäftigen.”… Bullshit! Als normaler Nutzer merkt man doch nicht, dass Diaspora* Open Source ist… und IT-Begriffe muss ich auch nicht kennen.