Fenchelöl: Wirkung und Anwendung

Fenchel
Foto: CC0 / Pixabay / congerdesign

Fenchel gehört zu den wichtigsten Heilpflanzen – in Fenchelöl sind die Wirkstoffe besonders konzentriert. Hier erfährst du, welche Wirkung Fenchelöl hat und wie du es am besten anwendest.

Fenchelöl ist reich an gesunden Inhaltsstoffen

Fenchelöl wird aus den zerstoßenen Samen des Bitterfenchels durch Destillation gewonnen: Wasserdampf löst die ätherischen Öle aus den Fenchelsamen. Das Wasser wird in einem Glas gesammelt, obenauf schwimmt das reine Fenchelöl.

Der hierfür verwendete Bitterfenchel ist gelblich bis grünbraun und im Geschmack würzig und bitter. Das wertvolle ätherische Öl steckt in den reifen Früchte des Bitterfenchels. Es besteht zu circa 60 Prozent aus Anethol, daneben ist auch Fenchon enthalten. Neben diesen Ölanteilen finden sich noch Vitamin C, Antioxidantien sowie Estragol im Fenchel.

Wirkung von Fenchelöl

Die Fenchelpflanze mag es warm und kann bis zu zwei Meter hoch werden.
Die Fenchelpflanze mag es warm und kann bis zu zwei Meter hoch werden.
(Foto: CC0 / Pixabay / livama)

Die Wirkung von Fenchelöl ist vielseitig. Vor allem zu Beginn der kalten Jahreszeit, wenn der Fenchel auch Saison hat, hilft er gegen allerlei körperliche Beschwerden:

  • Husten und Halsschmerzen
  • Atemwegsbeschwerden, vor allem in der oberen Atemwegsregion
  • Augenlidentzündungen und Schwellungen
  • Magenkrämpfe, Koliken, Blähungen, Verdauungsbeschwerden
  • die Kombination der ätherischen Öle wirkt schleimlösend
  • entzündungshemmend, hemmt bakterielles Keimwachstum
  • regt Milchbildung bei stillenden Frauen an

Neben der Wirkung von Fenchelöl auf den Körper sagt man ihm ebenso eine positive psychische und seelische Wirkung nach.

Fenchelöl: Die äußere Anwendung

Fenchelöl wird aus den Fenchelsamen gewonnen.
Fenchelöl wird aus den Fenchelsamen gewonnen.
(Foto: CC0 / Pixabay / flomo001)

Das Wichtigste vorab: Reines Fenchelöl ist nicht für Kinder, Säuglinge und stillende Mütter geeignet. In konzentrierter Form kann es zu Atemnot und Erregungszuständen führen. Das gilt nicht für Fencheltee und Fenchelhonig.

Falls du eine Überempfindlichkeit gegenüber Fenchel spürst, solltest du auch von Fenchelöl absehen. Laut des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) sollten Produkte mit dem Inhaltstoff Estragol nicht in übermäßigen Mengen verzehrt werden. Sie stehen im Verdacht, krebserregend zu sein und das Erbgut zu verändern. Daher empfiehlt das BfR, Gemüse mit Estragol nur in haushaltsüblichen Mengen zu essen. Dies gilt aber nur für  Fenchelöl, und bei Kindern auch bei Fencheltee. Fenchelhonig ist hiervon nicht betroffen.

Äußere Anwendung:

Fenchelöl kannst du verdünnt für folgende äußere Anwendungen nutzen:

  • ein Vollbad bei Erkältung,
  • sanfte Massage des Bauches mit einem Tropfen Fenchelöl auf 30 Milliliter Trägeröl und je nach Belieben je sechs Tropfen Pfefferminze, Orange und Kardamom gegen Völlegefühl und Magenkrämpfe,
  • indirekte, äußere Anwendung als Raumduft, was eine positive Wirkung für die Stimmung und Psyche hervorrufen soll.

Innere Anwendung von Fenchelöl

Für eine innere Anwendung ist reines Fenchelöl nur bedingt geeignet. Hier sind vor allem Tees und Extrakte der Knolle empfehlenswert, denn auch darin sind die wirkungsvollen, ätherischen Öle enthalten.

  • Inhalieren mit Fenchelöl: Auf einen halben Liter Wasser kommen ungefähr sieben Tropfen Fenchelöl.
  • Fencheltee gegen Krämpfe
  • Augenkompresse mit Fencheltee,
  • Bonbons und Erkältungsseren enthalten oft auch das wertvolle Fenchelöl, wenn auch nur in geringen Mengen.

Wo gibt es gutes Fenchelöl?

Reines Fenchelöl bekommst du in der Apotheke und auch in einigen Drogeriemärkten. Achte auf Bio-Qualität. Ätherisches Fenchelöl eignet sich nur für die äußere Anwendung.

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