Fieber messen: Die beste Stelle und was du beachten solltest

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Um Fieber zu messen, gibt es viele verschiedene Möglichkeiten. Hier erfährst du, an welchen Stellen du Fieber messen kannst, welche Fieberthermometer dafür geeignet sind und welcher Temperaturbereich als Fieber gilt.

Ab welcher Temperatur handelt es sich um Fieber?

Fieber ist eine Reaktion des Körpers auf unterschiedlichste Ursachen, beispielsweise Infektionskrankheiten. In diesem Fall erhöht der Körper seine Temperatur, da dies die Aktivität der Immunzellen steigert. Die Normaltemperatur des Körpers liegt bei etwa 37°C.

Ab welcher Temperatur von Fieber gesprochen wird, ist je nach Quelle ein bisschen unterschiedlich, aber der Richtwert sind 38,2°C. Von 37,5 bis 38,1°C spricht man von erhöhter Temperatur. In sehr seltenen Fällen kann die Körpertemperatur über 41°C steigen, dann muss sofort ein Arzt aufgesucht werden.

Welche Stellen eignen sich zum Fiebermessen?

Unter der Achselhöhle ist die Messung am ungenauesten.
Unter der Achselhöhle ist die Messung am ungenauesten. (Foto: Colourbox)

Es gibt mehrere Stellen, an denen du Fieber messen kannst. Sie sind jedoch nicht alle gleich gut geeignet. Für einen ersten Eindruck ist es gut, wenn du die Temperatur mit der Hand an deiner Stirn erfühlst und sie gegebenenfalls mit der Stirntemperatur anderer vergleichst.

Zum genauen Messen eignen sich diese Stellen:

  • im After: Die rektale Messung gilt als die genaueste.
  • im Mund: Hier legst du das Fieberthermometer unter die Zunge in eine der Senken rechts und links neben der Zungenwurzel. Bei dieser Messmethode ist es wichtig, dass du vorher für mindestens 15 Minuten keine kalten Speisen oder Getränke zu dir genommen hast. Das Messergebnis liegt etwa 0.3-0.5°C unter dem realen Wert.
  • in der Achselhöhle: Die Messung hier ist ziemlich ungenau. Der Wert, den du hier misst, kann bis zu einem Grad Celsius unter deiner echten Körpertemperatur liegen.
  • Im Ohr: Für die Messung im Ohr gibt es spezielle Ohrthermometer (online z.B. bei **Amazon erhältlich), dazu später mehr. Wenn du diese Messung richtig ausführst, erhältst du sehr genaue Ergebnisse. Bei Babys darf sie allerdings nicht angewandt werden.
  • An der Stirn: Auch für eine genaue Messung an der Stirn gibt es spezielle Thermometer (ebenfalls bei **Amazon erhältlich).

Welche Fieberthermometer gibt es und wie gut sind sie?

Analoge Fieberthermometer sind bei richtiger Anwendung sehr genau.
Analoge Fieberthermometer sind bei richtiger Anwendung sehr genau. (Foto: CC0 / Pixabay / moritz320)

Es gibt verschiedene Arten von Fieberthermometern, die alle ihre Vor- und Nachteile haben. Welches Gerät geeignet ist, hängt davon ab, an welcher Stelle du Fieber messen möchtest. Im Allgemeinen gibt es Kontaktthermometer, die an der Spitze einen Metallkontakt haben. Er muss direkt mit der Körperstelle in Verbindung kommen, an der du Fieber messen möchtest.

Außerdem gibt es Thermometer, bei denen ein direkter Kontakt zum Körper nicht notwendig ist. Sie bestimmen die Temperatur durch Infrarot-Strahlung. Dies sind die drei häufigsten Arten von Fieberthermometern:

  • Früher wurden analoge Kontaktthermometer mit einer Quecksilbersäule verwendet. Da Quecksilber sehr giftig ist, sind diese Thermometer EU-weit seit 2009 nicht mehr für den Privatgebrauch zugelassen. Stattdessen wird das Quecksilber durch Gallium ersetzt. Wenn du ein solches Fieberthermometer benutzen möchtest, solltest du wissen, dass es sich hierbei um ein „Spitzenwert-Thermometer“ handelt. Das bedeutet, dass der Pegel der Metallsäule nach einer Messung auf dem höchsten gemessenen Wert verbleibt. Wenn du das Thermometer erneut benutzen möchtest, musst du es schütteln, um den Pegel abzusenken. Die analogen Fieberthermometer sind mit Preisen unter zehn Euro vergleichsweise günstig und sehr genau. Ein weiterer Vorteil ist, dass sie ohne Batterie funktionieren. Allerdings dauert der Messvorgang mit ihnen recht lange und es gibt kein Signal am Ende der Messung. Außerdem ist Gallium ein sehr seltenes Element und die Gewinnung ist aufwendig und energieintensiv.
  • Heutzutage besonders weit verbreitet sind digitale Kontaktthermometer. Sie kosten ungefähr genauso viel wie analoge Fieberthermometer und sind ebenfalls sehr genau. Zudem haben sie gegenüber den analogen Thermometern den Vorteil, dass sie einfacher zu handhaben sind. Der Messvorgang dauert höchstens 60 Sekunden und das Gerät zeigt dir anhand eines akustischen Signals das Ende der Messung an. Eine Studie von Stiftung Warentest im Jahr 2008 hat ergeben, dass diese Thermometer am einfachsten zu bedienen sind.
  • Die Infrarot-Technik kommt am häufigsten in Ohrthermometern zum Einsatz, aber auch in Thermometern, die die Stirntemperatur messen. Im medizinischen Bereich werden Ohrthermometer immer häufiger verwendet, da sie sehr schnell und genau sind. Der Nachteil ist jedoch, dass gute Ohrthermometer teurer sind als die zuvor genannten Kontaktthermometer. Richtig angewendet sind sie sehr genau.

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