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Die besten Bio-Fair-Trade-Schokoladen

Schokolade macht glücklich und wird besonders gern zu Anlässen wie Geburtstagen, Feiertagen oder einfach als kleines Dankeschön verschenkt. Doch ihr wichtigster Inhaltsstoff, Kakao, hat eine lange Geschichte der Ausbeutung von Mensch und Umwelt. Urwälder werden für Plantagen gerodet und Menschen beim Anbau und der Ernte ausgebeutet.

Bio-Fairtrade-Schokolade bietet in der Lieferkette bessere Bedingungen für Mensch und Natur. Diese Utopia-Bestenliste zeigt dir eine Auswahl an zertifizierten Bio-Fair-Trade-Schokoladen. Diese enthalten zudem kein Palmöl, oder solches, das möglichst fair und nachhaltig gewonnen wird.

Utopia-User:innen können Erfahrungen, die sie mit den Produkten gemacht haben, teilen und Bewertungen zur jeweiligen Bio-Fairtrade-Schokolade abgeben.

Faire Schokolade: die wichtigsten Siegel und Marken

Namenhaft und erfolgreich: Fairtrade (TransFair e.V.)

Das Fairtrade-Siegel steht für bessere soziale Bedingungen, verbietet ausbeuterische Kinderarbeit und den Einsatz einiger Chemikalien und unterstützt eine nachhaltige Produktion. Anders als etwa UTZ und Rainforest Alliance sichert es Mindestpreise und zahlt Prämien zur Förderung von Gemeinschaftsprojekten. Für Mischprodukte (also auch Fairtrade-Schokolade) mit dem Fairtrade-Siegel gilt: Alle Zutaten, die es Fairtrade-zertifiziert gibt, müssen auch vollständig nach Fairtrade-Standards gehandelt worden sein (wie bei Schokolade: Kakao, Zucker, Vanille). Der Fairtrade-Gesamtanteil am Endprodukt muss mindestens 20 Prozent betragen.

Zehn Tipps für Bio-Schokolade

Auch Bio-Schokolade ist meist besser als herkömmliche: Für die Gewinnung der Rohstoffe wird die Umwelt weniger belastet, etwa durch den Verzicht auf Pestizide und synthetische Dünger. Hier zehn Tipps:

  • Alnatura Vollmilch-Schokolade (mind. 32 Prozent Kakao, ohne Soja-Lecithin)
  • Schönenberger Schokolade (verschiedene Sorten, viele vegan, ohne Soja-Lecithin)
  • Vivani Vollmilch-Schokolade (mind. 32 Prozent Kakao, ohne Soja-Lecithin, mit Roh-Rohrzucker)
  • Rosengarten Vollmilch-Haselnuss Bruchschokolade (mind. 40 Prozent Kakao, ohne Sojazusatz)
  • Rapunzel Vollmilch-Schokolade (mind. 36 Prozent Kakao, bio und fair)
  • Original Food Waldschokolade (mind. 40 Prozent Kakao, bio und fair)
  • denree Vollmilch-Schokolade (mind. 35 Prozent Kakao)
  • Original Beans Esmeraldas Milch (mind. 42 Kakao)
  • Naturata Schokolade (viele laktosefreie und vegane Sorten, ohne Soja-Lecithin)
  • Green Cup Coffee Vollmilch-Schokolade (40 Prozent Kakao, bio, fair, handgeschöpft)

Tipp: Bei Once Upon A Bean gibt es viele verschiedene Schokopakete mit fair gehandelter Bean-to-Bar-Schokolade.

Es gibt zum Thema Schokolade auch einen Podcast auf SpotifyApple Podcasts, Google Podcasts und anderen:

Streng und ohne Mengenausgleich: GEPA/GEPA+ (GEPA)

Das Handelshaus GEPA setzt strenge Sozialstandards, verbietet Kinderarbeit, arbeitet direkt und langfristig mit verschiedenen, demokratisch organisierten Kleinbauerngenossenschaften zusammen und fördert diese. Ganz allgemein versucht GEPA, über andere Faire-Handels-Richtlinien hinauszugehen, auch bei Bio-Fairtrade-Schokolade. 70 Prozent der Mischprodukte – und damit auch der Schokolade – enthalten über 75 Prozent fair gehandelte Zutaten, das Unternehmen strebt 100 Prozent an. GEPA-Schokoladen sind seit Ende 2023 zu 100 Prozent biozertifiziert. Zugleich erwirbt das Unternehmen nach eigener Angabe auch in westlichen Ländern produzierte Bestandteile wie Milch nach fairen Kriterien. Ein Mengenausgleich findet anders als bei Fairtrade nicht statt.

Naturland Fair

Bei Bio-Fair-Trade Schokolade selten zu finden, aber spannend ist das Siegel Naturland Fair. Es steht einerseits für Bio-Richtlinien von Naturland, andererseits für faire Zutaten auch jenseits von Kakao. Bei fairer Schokolade mit Naturland-Fair-Siegel ist auch die Milch fair eingekauft.