Gebrauchte Kleidung verkaufen: 4 Tipps, wo das am besten geht

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Gebrauchte Kleidung, die du nicht mehr trägst, sollte nicht im Kleiderschrank vergessen zu werden. Wir geben dir Tipps und Hinweise, wie und wo du deine gebrauchte Kleidung am besten verkaufen kannst.

Gebrauchte Kleidung verkaufen: Darauf solltest du achten

Deine gebrauchte Kleidung zu verkaufen, ist eine schöne und vor allem nachhaltige Idee. Indem du sie zum Kauf anbietest und nicht ungenutzt in deinem Kleiderschrank liegen lässt, gibst du anderen die Möglichkeit, ressourcenschonend einzukaufen. Schließlich greifen sie somit nicht zu einem neuen Kleidungsstück, für das viele Ressourcen hätten aufgewendet werden müssen, beispielsweise Wasser, Energie und Materialien. 

Wenn du deine gebrauchte Kleidung verkaufen möchtest, solltest du auf ein paar Dinge achten:

  • Prüfe den Zustand deiner Kleidung: Getragene Kleidung weist selbstverständlich Gebrauchsspuren auf. Je nachdem, wie deutlich diese sind, hat das Auswirkungen auf die Preisgestaltung. Untersuche deine Kleidung auf Löcher, Flecken, ausgewaschene Stellen, lose Fäden, etc. Verkaufe nur Kleidung, die noch tragbar ist. 
  • Bei Online-Verkauf: Wenn du deine Kleidung online verkaufen möchtest, sind aussagekräftige Produktfotos und detaillierte Beschreibungen wichtig. So wissen die Käufer*innen, auf was sie sich bei einem Kauf einlassen. Halte eventuelle Mängel fest, gib Hinweise, was die Größe angeht oder füge die Maße deiner Kleidungsstücke bei. 
  • Bei Verkauf vor Ort: Erkundige dich danach, wann und nach welchem System lokale Secondhand-Läden Waren annehmen. Es werden nicht immer alle Kleidungsstücke angenommen, beispielsweise spielt die Saison eine Rolle oder die Marken. 

Wir stellen dir vier Möglichkeiten, wie du deine gebrauchte Kleidung verkaufen kannst:

  1. auf Online-Plattformen
  2. an Online-Second-Hand-Shops
  3. per App
  4. vor Ort

1. Online-Plattformen, wie Kleiderkreisel oder Mädchenflohmarkt nutzen

Online gibt es viele Plattformen, auf denen du gebrauchte Kleidung verkaufen kannst.
Online gibt es viele Plattformen, auf denen du gebrauchte Kleidung verkaufen kannst.
(Foto: CC0 / Pixabay / Deeezy)

Wenn du deine Kleidung gerne online und in Eigenregie verkaufen möchtest, bieten sich Secondhand-Plattformen an, die sich auf gebrauchte Kleidung spezialisiert haben. Auf diesen kannst du deine Kleidungsstücke mit eigenen Fotos einstellen, verhandelst mit den Käufer*innen und kümmerst dich um den Verkauf und Versand selbst.

Die größte Plattform dieser Art ist Kleiderkreisel. Auch Mädchenflohmarkt und Kleiderkorb sind größere Plattformen, auf denen gebrauchte Kleidung verkauft werden kann. Zwei Gemeinsamkeiten haben allen drei Plattformen: Du musst dich (kostenlos) registrieren. Und um einen Artikel anzubieten, musst du Bilder hochladen, einige Daten wie Größe und Zustand angeben und eine Beschreibung zufügen sowie den Verkaufspreis und die Versandkosten angeben. 

Kleiderkreisel

  • Der Verkauf läuft entweder über das Kleiderkreisel-Bezahlsystem (wodurch die Transaktion über Kleiderkreisel versichert ist) oder über vorherige Verhandlung mit der/dem Käufer*in per Nachricht. 
  • Die Abwicklung über das Bezahlsystems ist gebührenpflichtig: 10 Prozent Verkaufsprovision.
  • Gezahlt werden kann bei Kleiderkreisel ganz einfach per Kreditkarte, PayPal oder Sofort-Überweisung. 
  • Es gibt eine Kleiderkreisel-App für Android und Iphone. 

Mädchenflohmarkt

  • Bei Mädchenflohmarkt kannst du den Verkauf entweder selbst zu regeln oder den Concierge-Service nutzen. Dann wird der Verkauf für dich übernommen. Bei der ersten Variante beträgt der Erlös 90 Prozent des Produktpreises (10 Prozent Verkaufsprovision), bei der zweiten Variante 60 Prozent (40 Prozent Verkaufsprovision). 
  • Es gibt ein Bezahl- und Versandsystem, das sowohl Käufer*innen als auch Verkäufer*innen absichert. 

Kleiderkorb 

  • Du regelst den Verkauf und den Versand selbst. Über Nachrichten kannst du mit den Käufer*innen zum Beispiel verhandeln oder die Versand- und Bezahloptionen klären.

2. Gebrauchte Kleidung an Online-Secondhand-Shops verkaufen

Online-Secondhand-Shops kaufen deine gebrauchte Kleidung an und verkaufen diese auf ihren Websites weiter. So kannst du dir einiges an Aufwand sparen. Allerdings verdienst du selbst meist nur wenig an deinen gebrauchten Kleidungsstücken. Die meisten Textil-Ankäufer bieten dir nur wenig Geld dafür, aber du kannst viele gebrauchte Klamotten in einem Schwung aussortieren und weitergeben.

MOMOX bzw. Ubup

  • MOMOX ist einer der größten Textil-Ankäufer und verkauft deine gebrauchte Kleidung an andere Secondhandshops weiter oder bietet sie über den eigenen Shop upub.com an.
  • Mit einem Preis-Tool kannst du vorab berechnen, wie viel dir deine Kleidungsstücke einbringen, wenn du sie an MOMOX verkaufst. Du hast die Option, deinen Erlös direkt an „Die Arche“ zu spenden
  • MOMOX nimmt Kleidung aller Marken an, sodass du auch No-Name-Teile loswirst. Es lohnt sich, die Klamotten über einen Zeitraum zu sammeln und dann in einem großen Paket wegzuschicken. MOMOX übernimmt die Versandkosten

Second Life Fashion

  • Second Life Fashion ist ein Onlineshop für gebrauchte Damenkleidung, die von Hand auf ihre Qualität geprüft wird. 
  • Die Kleidung wird über das Portal kleidungverkaufen24.de angekauft.
  • Ankaufsbedingungen sind: Du musst mindestens 15 Artikel verkaufen und ausschließlich modische (nicht älter als fünf Jahre) und saisonale Frauenbekleidung. Die Artikel müssen sauber und gepflegt sein und von einer Marke stammen, die der Shop in seiner Markenliste aufführt. Außerdem werden je nach aktuellem Bestand nur Kleidungsstücke angenommen, die eine bestimmte Größe haben und einer bestimmten Kategorie angehören (beispielsweise Pullover oder Jacken).
  • Der Shop bieten einen Ankaufsrechner an, mit dem du deinen Erlös vorab berechnen kannst. Du kannst deinen Erlös auch spenden. Die Versandkosten werden vom Ankaufsbetrag abgezogen

Gebrauchte Designerkleidung verkaufen

  • Vestiaire Collective und Rebelle sind Online-Shops für gebrauchte Designerklamotten, für die du noch einen guten Preis erzielen kannst. Dafür musst du dich zunächst registrieren und dann eine ausführliche Artikelbeschreibung verfassen. 
  • Bei Rebelle kannst du einen Concierge-Service in Anspruch nehmen. Dafür werden 40 Prozent des Verkaufspreises als Provision fällig, ohne Concierge-Service etwa 15 Prozent.
  • Bei Vestiare Collective beträgt die Provision etwa 30 Prozent.

3. Mit Apps gebrauchte Kleidung verkaufen

Ganz bequem Kleidung auch von unterwegs verkaufen, geht über eine App.
Ganz bequem Kleidung auch von unterwegs verkaufen, geht über eine App.
(Foto: CC0 / Pixabay / Pexels)

Flohmarkt- und Kleinanzeigen-Apps sind eine bequeme Möglichkeit, deine gebrauchte Kleidung unkompliziert und lokal zu verkaufen, und das von überall und zu jeder Zeit. Du registrierst dich, schießt ein paar Fotos davon und kannst sie direkt in die App hochladen. Auch die Kommunikation mit Kaufinteressenten findet einfach und schnell über die App statt. Die Kleidung kann entweder von dem/der Käufer*in abgeholt werden oder du verschickst sie. 

Ebay-Kleinanzeigen-App

  • Ebay-Kleinanzeigen ist wohl die bekannteste und meistgenutzte Möglichkeit, Dinge an Menschen in deiner Nähe zu verkaufen.
  • Die App ist kostenlos und einfach bedienbar. Ortseingabe oder GPS machen es möglich, dass du deine gebrauchte Kleidung an Interessierte in deiner Stadt oder Region verkaufen kannst. So findet sich schnell ein Abnehmer.

Shpock-App

  • Shpock ist ebenfalls eine beliebte und kostenlose Flohmarkt-App, die modern aufgemacht ist.
  • Hier werden die Inserate vor allem nach Entfernung angezeigt. So ist es wahrscheinlicher, dass dich Käufer*innen aus deiner Nähe schneller finden. Du kannst deine gebrauchte Kleidung aber auch überregional zum Verkauf anzubieten.

Kleiderkreisel-App

  • Die beliebte und große Fashion-Plattform bietet neben ihrer Webversion auch eine kostenlose App an. 

4. Getragene Kleidung vor Ort verkaufen

Secondhand-Läden nehmen deine Kleidung in Kommission
Secondhand-Läden nehmen deine Kleidung in Kommission
(Foto: CC0 / Pixabay / hulkiokantabak)

Wenn du es dir ersparen möchtest, deine gebrauchte Kleidung zu fotografieren, sie zu beschreiben oder mit Apps zu hantieren, kannst du deine Sachen natürlich auch vor Ort verkaufen.

Lokale Secondhand-Läden

  • Recherchiere zunächst im Internet, welche Secondhand-Shops es in deiner Nähe gibt. Allerdings haben nicht alle Läden auch eine Internetpräsenz. Daher lohnt es sich, bei Freunden und Familie nachzufragen, ob sie welche kennen.
  • Secondhand-Läden haben meist bestimmte Ankaufsbedingungen. Je nachdem, welche Art an Kleidung sie verkaufen, werden sie dir beispielsweise nur Markenkleidung oder echte Vintage-Teile abnehmen. Auch die Saison hat Einfluss darauf, welche Kleidung du an sie geben kannst.
  • Secondhand-Läden basieren oft auf dem Kommissionsprinzip: Das bedeutet, sie werden sie für eine Zeit lang bei sich zum Verkauf anbieten. Wenn sich nach Ablauf dieser Zeit niemand für deine gebrauchte Kleidung gefunden hat, musst du sie wieder abholen. Außerdem fällt eine Provision für die/den Ladenbesitzer*in an. 

Flohmärkte

  • Du kannst gebrauchte Kleidung auch auf dem Flohmarkt verkaufen. es wird allerdings abzuwarten sein, wie sich die neue Normalität durch das Covid-19-Virus auf die Flohmarktkultur auswirken wird und wann diese wieder stattfinden können. Finden wieder welche statt dann:
  • Erkundige dich danach, ob es eventuell Flohmärkte in deiner Nähe gibt, die sich auf Kleidung spezialisiert haben
  • Flohmärkte lohnen sich zumeist, wenn du viele gebrauchte Kleidungsstücke hast, die du verkaufen möchtest. Allerdings ist nicht sicher, ob du diese am Ende des Flohmarkt-Tages auch wirklich los geworden bist. Es kann sein, dass du deine gebrauchte Kleidung wieder mit nach Hause nehmen musst.
  • Auf Flohmärkte treffen sich vor allem Schnäppchenjäger. Wenn du dort verkaufen möchtest, solltest du gerne handeln. 
  • Für Flohmärkte fallen Standgebühren an, die, je nachdem wie viel Platz du buchst, unterschiedlich hoch ausfallen können. 

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