Hund abgeben: So handelst du verantwortungsbewusst

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Es gibt ganz unterschiedliche Gründe, aus denen du dich entschließen musst, deinen Hund abzugeben. Kommt es zu dieser schwierigen Situation, solltest du einige Dinge berücksichtigen.

Hunde haben ein verantwortungsbewusstes und liebevolles Zuhause verdient.
Hunde haben ein verantwortungsbewusstes und liebevolles Zuhause verdient.
(Foto: CC0 / Pixabay / moshehar)

Hunde sind treue Begleiter. Bevor du dir ein Haustier anschaffst, solltest du das gut durchdenken. Leider kann es aber immer Gründe geben, die dich zwingen, deinen Hund abzugeben. Vorwürfe sind bei dieser schweren Entscheidung fehl am Platz. Du solltest dir aber im Klaren sein, dass du dem Hund gegenüber eine große Verantwortung trägst. Die Trennung ist nicht nur für dich, sondern auch für den Hund schwierig. Darum ist es wichtig, dass er in gute, zuverlässige Hände kommt.

Damit es gar nicht erst soweit kommt, solltest du zu keiner Gelegenheit Haustiere verschenken. Oftmals sind die Beschenkten überfordert und unterschätzen die langfristige Verantwortung, die ein Haustier mit sich bringt. Auch deshalb werden immer wieder Tiere ausgesetzt oder abgeben.

Gründe, warum Hunde abgegeben werden

  • Fehleinschätzung: Ein Hund bringt eine große Verantwortung mit sich. Deswegen solltest du dir gut überlegen, ob du dir einen anschaffen willst. Oft unterschätzt man die Arbeit und den Zeitaufwand, die mit einem Hund verbunden sind – und gibt ihn nach einiger Zeit wieder ab. 
  • Kosten: Futter, Tierarzt, Hundesteuer, Ausstattung – das sind Dinge, die Geld kosten. Ein Hund bedeutet immer auch eine finanzielle Verantwortung. Kommt es zu unvorhergesehenen Ausgaben oder verlierst du deinen Job, kann es passieren, dass du die Kosten nicht mehr stemmen kannst.
  • Beruf: Du hast einen neuen Job, der dich stark fordert. Möglicherweise verbringst du viel Zeit mit der Arbeit oder musst regelmäßig verreisen. Das kann dazu führen, dass du nicht mehr ausreichend Zeit für deinen Hund hast. 
  • Verhaltensschwierigkeiten: Hunde mit Verhaltensproblemen sind für Halter schwer zu händeln. Bestenfalls engagieren sie einen Hundetrainer, der sich mit Hundeerziehung auskennt. Nicht immer ist dies finanziell und zeitlich möglich.
  • Allergien: Manchmal treten bei dem Halter oder einem Mitbewohner plötzlich und unvorhergesehen Tierhaarallergien auf. Auch dann kann der Hundebesutzer gezwungen sein.
  • Familie: Vielleicht verändern sich auch deine Familienverhältnisse. Die Geburt eines Kindes oder eine Trennung können dazu führen, dass keine Zeit oder keine finanziellen Mittel mehr für den Hund bleiben.
  • Krankheit: Ein weiterer Abgabegrund sind schwere Krankheiten, Gebrechen oder der Tod des Halters. Möglicherweise findet sich kein Familienmitglied, das dann die Betreuung übernehmen kann.

Tipp: Wenn du deinen Hund nicht zu deinem Job mitnehmen kannst, kannst du für diese Zeit auch einen Hundesitter engagieren.

Hier kannst du deinen Hund abgeben

Ausgesetzte Hunde sind leider keine Seltenheit.
Ausgesetzte Hunde sind leider keine Seltenheit.
(Foto: CC0 / Pixabay / StockSnap)

Überlege dir gründlich, wo der Hund gut aufgehoben ist und erspare ihm möglichst viel Stress. Auf keinen Fall solltest du deinen Hund einfach aussetzen oder übers Internet abgeben. Finde eine geeignete Anlaufstelle:

  • Eine oftmals gute Lösung ist es, den Hund an Freunde oder Familienmitglieder weiterzugeben. Diese Menschen kennst du (und auch dein Hund) bereits und du kannst ihnen vertrauen. Zudem kannst du deinen Hund so noch sehen. Andererseits kann es verwirrend und schmerzlich für dein früheres Haustier sein, dich regelmäßig wiederzusehen, nachdem es zu seinem neuen Herrchen gezogen ist. Während der ersten Monate sollte sich dein Hund ungestört bei der neuen Familie einleben dürfen.
  • Eine weitere, verantwortungsbewusste Anlaufstelle ist das Tierheim. Hier musst du meist eine Abgabegebühr zahlen, da sich die meisten Tierheime über Spenden und ehrenamtlicher Mitarbeit finanzieren. Die Abgabegebühr trägt im Umkehrschluss dazu bei, dass der Hund mit allen notwendigen Dingen versorgt wird.
  • Tierschutzorganisationen vermitteln Hunde in Notsituationen. Meist lebt der Hund in einer Pflegestelle, bis die Organisation ein geeignetes neues Zuhause gefunden hat. Auch hier musst du wahrscheinlich mit einer Abgabegebühr rechnen, da viele Organisationen auf ehrenamtlicher Basis arbeiten.

Daran solltest du denken, wenn du deinen Hund abgibst

Hast du eine geeignete Abgabestelle gefunden, gilt es ein paar organisatorische Dinge zu regeln.

  • Gib bei der Abgabestelle alle wichtigen Dokumente des Hundes ab. Dazu zählen der Impfpass, der Ausweis oder der Reisepass und der Kaufvertrag.
  • Sei ehrlich zur Abgabestelle. Informiere die Mitarbeiter oder die neuen Besitzer über bestimmte Verhaltensweisen, Krankheiten und Vorlieben. Detaillierte und wahrheitsgetreue Aussagen sind hier besonders wichtig. Nur so kann der Hund an geeignete Menschen vermittelt und angemessen betreut werden.
  • Melde den Hund beim Steuer- und Stadtkassenamt deiner Stadt oder Gemeinde ab beziehungsweise um, damit du keine Hundesteuer mehr zahlen musst.
  • Lass dir schriftlich bestätigen, wann, wo und bei wem du den Hund abgegeben hast.
  • Gib die vertrauten Gegenstände deines Hundes mit ab. Das können die Leine, das Kissen und Spielzeug sein. So hat der Hund etwas Vertrautes in seiner neuen Situation.
  • Ist dein Hund gechipt, musst du die Daten ändern lassen. Das kannst du ganz einfach online machen. So wirst nicht du als ehemaliger Halter kontaktiert, sollte der Hund weglaufen.

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