Kleine Löcher in Kleidung: Wie sie entstehen und was du dagegen machen kannst

Foto: Sven Christian Schulz / Utopia

Kleine Löcher in Kleidung können verschiedene Ursachen haben. Nicht immer müssen Kleidermotten dafür verantwortlich sein. Hier erklären wir, wie die kleinen Löcher in Kleidungsstücke gelangen und was du dagegen tun kannst.

Wer kleine Löcher in der Kleidung entdeckt, sollte schnell handeln. Sonst können immer mehr Löcher in weiteren Kleidungsstücken entstehen. Für die Löcher kann es verschiedene Ursachen geben – hier ein Überblick:

  • Gürtel
  • Reißverschluss
  • Waschmaschine
  • Kleidermotten

Wir zeigen, was du gegen die einzelnen Gründe für die kleinen Löcher in der Kleidung tun kannst.

Löcher in der Kleidung: Gürtel, Reißverschluss und Waschmaschine als Gründe

Kleine Löcher in der Kleidung: Was ist der Grund?
Kleine Löcher in der Kleidung: Was ist der Grund?
(Foto: Sven Christian Schulz / Utopia)

Für die kleinen Löcher in der Kleidung können Gürtel und Reißverschlüsse verantwortlich sein:

Gürtelschnalle als Ursache: Wer einen Gürtel aus Metall trägt und an einem Tisch sitzt, merkt manchmal eine leichte Reibung zwischen Tischkante und Gürtelschnalle. Auf Dauer können dadurch kleine Löcher in der Kleidung entstehen. Um dies zu vermeiden, kannst du auf den Gürtel verzichten oder ihn nicht immer an der gleichen Stelle tragen. Wenn du ihn an manchen Tagen etwas zur Seite schiebst, reibt er nicht immer an der gleichen Stelle des T-Shirts.

Reißverschluss: An Löchern in der Kleidung, die sich unterhalb des Bauchs befinden, kann auch der Reißverschluss schuld sein. Denn der Reißverschluss und der Zipper können sich leicht an der Kleidung verhaken und Löcher verursachen.

Waschmaschine: Manche Kleidungsstücke haben Reißverschlüsse, Haken oder Schnallen, die beim Waschen und Schleudern zu Löchern führen können. Oft hilft es, die Kleidungsstücke auf links zu drehen oder sie in einem eigenen Wäschenetz zu waschen.

Kleine Löcher in der Kleidung: Kleidermotten als Ursache

Lavendel hilft gegen Kleidermotten im Schrank.
Lavendel hilft gegen Kleidermotten im Schrank.
(Foto: Sven Christian Schulz / Utopia)

Motten im Kleiderschrank sind eine besonders häufige Ursache, wenn du kleine Löcher in deiner Kleidung findest. Oft sind tierische Materialien betroffen, wie zum Beispiel Leder, Seide und Wolle. Doch auch Mischgewebe greifen Kleidermotten an. Die Motten nisten sich im Schrank ein, bauen dort einen Kokon und brüten ihren Nachwuchs aus. Die Fasern der Kleidung dienen den Motten als Nahrung und Baumaterial.

Um Kleidermotten zu bekämpfen, gibt es in Drogerien und Baumärkten Pheromon-Fallen. Diese locken jedoch nur die männlichen Motten an. Die weiblichen Motten legen weiter ihre Eier und brüten den Nachwuchs aus. Sinnvoller sind diese beiden Methoden:

  • Getrockneter Lavendel: Du kannst getrockneten Lavendel in einen luftdurchlässigen Beutel füllen und in deinen Schrank hängen. Der Duft vertreibt die Motten.
  • Ätherische Öle: Mit ätherischen Ölen kannst du ebenfalls die Motten vertreiben. Naturreines **Zirbenöl sowie **Lavendelöl in Bio-Qualität sind empfehlenswert (erhältlich bei Avocadostore).

Bei einem akuten Mottenbefall im Kleiderschrank solltest du deine Kleidung bei 50 Grad waschen und den Schrank mit Essig auswischen.

Kleidung mit kleinen Löchern reparieren

Nicht wegwerfen: Kleidung mit kleinen Löchern reparieren.
Nicht wegwerfen: Kleidung mit kleinen Löchern reparieren.
(Foto: Sven Christian Schulz / Utopia)

Kleine Löcher in der Kleidung sind ärgerlich, doch zum Wegwerfen sind die Kleidungsstücke zu schade. Viel nachhaltiger ist es, wenn du die Löcher reparierst. Es gibt speziellen Fixierstoff zum Aufbügeln (alternativ  Futterstoff), mit dem du kleine Löcher reparieren kannst. Den Fixierstoff (zum Beispiel Vliesofix) gibt es in einigen wenigen Farben sowie in transparenter Optik für Kleidung in allen anderen Farben.

So gehst du vor:

  1. Bügle auf einem Bügelbrett zuerst den Stoff glatt und lasse ihn abkühlen.
  2. Drehe das Kleidungsstück auf links und lege es auf das Bügelbrett. Alternativ kannst du es auch auf ein Geschirrtuch legen.
  3. Schneide nun aus dem Fixierstoff ein kleines Stück aus, das großzügig das Loch überdeckt. Wenn du Futterstoff verwendest, schneidest du zwei Stücke aus und legst diese übereinander.
  4. Drücke das Loch nun zusammen und lege den Fixierstoff bzw. den Futterstoff darauf. Darüber legst du noch ein feuchtes Geschirrtuch.
  5. Stelle das Bügeleisen mit der Funktion „Wolle“ für circa zehn Sekunden auf den Stoff. Dann ist das Loch repariert.

Alternativ kannst du die kleinen Löcher stopfen.

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(2) Kommentare

  1. Ich habe vor ein paar Jahren eine WDR Doku gesehen, in der diese Löcher auf Gürtelhöhe unters Mikroskop gelegt und genauer begutachtet wurde. Ergebnis: Sie waren untypisch für Mottenlöcher oder Reißverschluss- Gürtellöcher. Experten vermuteten Sollbruchstellen der Textilindustrie, es wird ganz wenig Säure auf die Stoffe gebracht, sodass sich diese Löcher dort bilden.
    (Warum sollten Motten zb. immer in Bauchnabelhöhe anknabbern war eine der Fragestellungen..)
    Das findet wohl bei günstigen wie auch teuren Marken flächendeckend statt..

  2. Ihr habt einen weiteren Hauptgrund für Löcher in der Kleidung nicht erwähnt: Katzen, die auf dem Schoß sitzen und Milchtritt machen. Auf diese Weise wurde schon so manches Kleidungsstück ruiniert 😀