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Kondenswasser am Fenster: Was tun bei beschlagenen Scheiben?

Beschlagene Fenster sind ein sicheres Anzeichen für zu hohe Luftfeuchtigkeit.
Foto: CC0/ pixabay/ Aenigmatis-3D

Kondenswasser am Fenster ist ein Zeichen für zu hohe Luftfeuchtigkeit. Wie das Problem entsteht und wie du es in Zukunft vermeiden kannst, verraten wir dir mit diesen praktischen Tipps.

Kondenswasser am Fenster – Ursachen

Kondenswasser am Fenster
Kondenswasser am Fenster
(Foto: CC0 / Pixabay / epicantus)

Bei kalten Außentemperaturen in Herbst und Winter kann sich an der Innenseite von Fenstern schnell Kondenswasser bilden. Das ist vollkommen normal, da sich das Wasser aus der Raumluft immer an den kältesten Stellen niederschlägt – und das sind immer zuerst die Ränder der Fensterscheiben, obwohl diese zunehmend energieeffizienter und besser isoliert sind.

Entscheidend für das Kondenswasser-Phänomen sind dabei vor allem drei Faktoren:

  1. Die Raumtemperatur: Luftfeuchtigkeit ist bekanntlich immer relativ. Wärmere Luft kann grundsätzlich deutlich mehr Wasser aufnehmen als kalte Luft. In einem schlecht geheizten Zimmer ist die Luft also schneller gesättigt, und das Wasser schlägt sich auf kalten Oberflächen nieder.
  2. Die Außentemperatur: Je höher der Unterschied zwischen Innen- und Außentemperatur, desto schneller beschlagen auch die Fenster. Das liegt ganz einfach daran, dass auch gut isolierte Fenster dann mit der Zeit stark abkühlen. Und auf einer kalten Oberfläche sammelt sich das Wasser schneller als anderswo. Deshalb ist Kondenswasser eher in der kalten Jahreszeit ein Problem.
  3. Die Luftfeuchtigkeit: Sie ist der entscheidende Grund dafür, dass Fenster im Winter beschlagen. Bei dauerhaft erhöhter Luftfeuchtigkeit sind angelaufene Fenster oft ein erstes Anzeichen. Wie du die Luftfeuchtigkeit in deinen Räumen beeinflusst, verraten wir dir im nachfolgenden Absatz.

Beschlagene Scheiben vermeiden: Kochen, Wäsche und Duschen

Beim Kochen solltest du immer einen Deckel verwenden, damit sich die Luftfeuchtigkeit nicht zu stark erhöht.
Beim Kochen solltest du immer einen Deckel verwenden, damit sich die Luftfeuchtigkeit nicht zu stark erhöht.
(Foto: CC0/ pixabay/ JESHOOTS)

In Wohnräumen erhöht sich die Luftfeuchtigkeit mit der Zeit ganz selbstverständlich. Der Grund dafür ist, dass wir in unserem Alltag jede Menge Wasser in die Raumluft bringen. Hier sind einige Dinge, die für ein feuchtes Raumklima sorgen können:

  • Unsere Atemluft enthält Kondenswasser, das sich über den Tag verteilt in der Luft ansammelt. Besonders nachts fällt das ins Gewicht, da man sich hier über längere Zeit im gleichen Zimmer aufhält. Da zudem das Schlafzimmer meist etwas kälter ist als die restlichen Räume, erhöht sich die Luftfeuchtigkeit hier schneller. Wirklich vermeiden kannst du das nur, wenn du das Fenster nachts angekippt lässt.
  • Beim Kochen verdunstet in der Küche so viel Wasser, dass es sich schon nach wenigen Minuten an beschlagenen Scheiben zeigt. Hier solltest du grundsätzlich alle Töpfe mit einem Deckel abdecken – so sparst du zudem auch Energie. Außerdem kann eine Dunstabzugshaube helfen, das kondensierte Wasser direkt über dem Herd aufzufangen.
  • Wenn Wäsche in Wohnräumen getrocknet wird, gibt sie dabei jede Menge Feuchtigkeit an die Luft ab. Nach Möglichkeit solltest du daher deine Wäsche an der frischen Luft oder etwa auf dem Boden trocknen. Musst du deine Wäsche in der Wohnung trocknen, ist hier besondere Vorsicht angebracht. Während du im Sommer für ausreichend Frischluft sorgen solltest, musst du im Winter regelmäßig stoßlüften und anschließend wieder heizen. So kann die Raumluft die Feuchtigkeit besser aufnehmen, ohne dass sich Schimmel bildet.
  • Beim Duschen erhöht sich die Luftfeuchtigkeit in kurzer Zeit. Fliesen und Spiegel beschlagen noch schneller, wenn das Badezimmer nicht ausreichend beheizt ist. Darum empfehlen Experten im Bad eine etwas höhere Raumtemperatur von 22-24° C. Die Tür zum Badezimmer sollte unbedingt geschlossen bleiben, damit sich die Feuchtigkeit nicht im Rest der Wohnung ausbreitet. 

Richtig lüften hilft gegen Kondenswasser am Fenster

Ein Hygrometer hilft dir, für gutes Raumklima zu sorgen.
Ein Hygrometer hilft dir, für gutes Raumklima zu sorgen.
(Foto: CC0/ pixabay/ Projekt_Kaffeebart)

Damit sich bei erhöhter Luftfeuchtigkeit an Fenstern und Wänden kein Schimmel bildet, ist es unbedingt notwendig, durch regelmäßiges Stoßüften für Luftaustausch zu sorgen.

  • Dazu solltest du die Fenster grundsätzlich immer für fünf bis zehn Minuten ganz öffnen und nicht nur ankippen.
  • Die Fenster kannst du außerdem mit einen Scheibenabzieher trocknen.
  • Wenn möglich, sollte auch durch „Querlüften“ für Durchzug gesorgt werden. Dann kann sich das Raumklima schneller normalisieren.
  • Auch ist es wichtig, das Heizkörperthermostat so einzustellen, dass die Räume nicht zu sehr auskühlen.
  • In einem gesonderten Artikel geben wir dir noch mehr Tipps, worauf du beim Lüften achten solltest.

Um Schimmel zu vermeiden, sollte die Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen 70% möglichst nicht dauerhaft überschreiten. Ein Hygrometer (erhältlich z.B. bei Avocado Store*) hilft dir dabei, die Luftfeuchtigkeit im Blick zu behalten. So kannst du rechtzeitig lüften, um die optimalen Luftfeuchtigkeit-Werte in deiner Wohnung zu erreichen.

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(2) Kommentare

  1. Nein, das ist kein Widerspruch: Es geht darum, das Fenster nur nachts anzukippen, weil die ausgeatmete Atemluft im (sehr wahrscheinlich ungeheizten) Schlafzimmer kondensiert. Das hat also nichts mit dem üblichen Lüften zu tun.

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