Maltodextrin: Wirkung und Nebenwirkungen des Zusatzstoffs

Foto: Sven Christian Schulz / Utopia

Maltodextrin ist ein häufiger Zusatzstoff in Lebensmitteln. Weil er schnell Energie liefert, steckt der Stoff in vielen Sportgetränken. Wir verraten dir, was es mit dem Zucker aus Maisstärke auf sich hat.

Maltodextrin leitet sich von den Worten Maltose und Dextrose ab. Es handelt sich um einen Zweifachzucker der entsteht, wenn Enzyme die Zuckerbausteine der Stärke aufspalten. Der Stoff hat keinen besonderen Eigengeschmack und ist auch kaum süß. Dennoch handelt es sich um einen Zucker. Er gelangt über den Darm sehr schnell ins Blut und gibt dem Körper innerhalb weniger Minuten viel Energie, ähnlich wie Traubenzucker.

Maltodextrin: Verwendung und Zweck

Besonders oft kommt Maltodextrin in folgenden Produkten vor:

  • Sportler-Nahrung
  • Nahrungsergänzungsmittel
  • Stevia-Pulver
  • Light-Produkte
  • Säuglingsnahrung
  • Fertigprodukte (z.B. Suppen)
  • Chips
  • Süßwaren

Je nach Produkt erfüllt Maltodextrin die Aufgabe eines Verdickungsmittels, Fett-Ersatzstoffs oder Energielieferanten. Auch als Streck- bzw. Füllstoff dient es häufig, erklärt die Verbraucherzentrale Bayern.

Maltodextrin: So wirkt der Zucker

Maltodextrin ist ein Zucker, schmeckt aber kaum süß.
Maltodextrin ist ein Zucker, schmeckt aber kaum süß. (Foto: Sven Christian Schulz / Utopia)

Maltodextrin lässt den Blutzuckerspiegel schnell aber gleichmäßig ansteigen und nach einiger Zeit wieder gleichmäßig absinken. Welche Wirkung der Stoff genau hat, hängt sehr von der Länge der Ketten ab:

  • Je länger die Zuckerketten des Maltodextrins sind, umso langsamer bekommt der Körper die Energie zur Verfügung gestellt. Denn er benötigt länger mit der Verdauung.
  • Kurzkettiges Maltodextrin geht schneller ins Blut über, der Körper hat also schneller Energie und es ist auch etwas süßer.
  • Maltodextrin bindet kaum Wasser und ist daher besser verträglich als andere Stoffe.
  • Unter Sportlern ist Maltodextrin auch als Weight Gainer bekannt. Denn der Stoff sorgt dafür, dass der Körper Insulin ausschüttet und dadurch Muskeln schneller aufbaut.
  • Auch als Energielieferanten schätzen viele Sportler Maltodextrin, so die Verbraucherzentrale Bayern. Verschiedene Studien bestätigen einen Leistungsanstieg durch Maltodextrin.

Hinweis: Wer an Diabetes leidet, sollte kein Maltodextrin oder Produkte mit Maltodextrin zu sich nehmen. Der Stoff lässt den Blutzuckerspiegel stark ansteigen und kann für Diabetiker deshalb eine Gefahr darstellen.

Nebenwirkungen von Maltodextrin

Maltodextrin kommt oft in Stevia-Pulver vor
Maltodextrin kommt oft in Stevia-Pulver vor (Foto: Sven Christian Schulz / Utopia)

Maltodextrin wird in der Medizin bei starkem Untergewicht sowie bei der künstlichen Ernährung eingesetzt. Es gilt als „unbedenklich“, erklärt das Bundeszentrum für Ernährung (BzfE). Dennoch sind einige Nebenwirkungen bekannt. Sie können auftreten, wenn du größere Mengen Maltodextrin zu dir nimmst:

Das BzfE warnt aber, dass man Maltodextrin leicht überdosieren kann, da es nahezu geschmacksneutral ist. Deshalb die Warnung: „Eine Überdosierung würde sich ungünstig auf die Kalorienmenge und auf den Blutzuckerspiegel auswirken“.

Niederländische Forscher weisen in einer Studie darauf hin, dass es negative Folgen haben kann, wenn man zu viele Produkte mit Maltodextrin konsumiert. Sie waren vor Gewichtszunahme und erhöhte Cholesterin- und Blutfettwerten.

Fazit: Maltodextrin kann für Sportler sinnvoll sein. Er gilt in geringen Mengen als unbedenklich. In vielen Lebensmitteln dient Maltodextrin aber nur als Füll-/ Ersatzstoff oder Verdickungsmittel – kein Zeichen von guter Qualität. Diabetiker sollten den Stoff aktiv vermeiden, alle anderen sollten ihn nur in geringen Mengen zu sich nehmen.

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