Chips selber machen: so geht’s

Foto: CCO/ Pixabay/ avantrend

Chips kannst du leicht selber machen. Wir zeigen dir drei Rezepte, mit denen du die Chips im Topf, im Backofen oder in der Fritteuse zubereiten kannst.

Klar, erst mal ist es mehr Arbeit, wenn du deine Kartoffelchips selber machst. Denn nichts ist leichter als eine Tüte aufzureißen und sofort zugreifen zu können. Aber selbstgemachte Chips haben viele Vorteile gegenüber gekauften:

  1. Es fängt bei der Verpackung an. Machst du deine Chips selber, kannst du im Idealfall Abfall zu 100% vermeiden. Nicht einmal Biomüll fällt an, denn mit Schale schmecken die Chips noch besser.
  2. Der Fett- und Zuckergehalt: Konventionell hergestellte Chips haben einen hohen Anteil an Fett und Zucker. Machst du sie selbst, kannst du gänzlich auf den unnötigen Zucker verzichten und auch beim Öl sparsamer sein.
  3. Wo wir gerade beim Öl sind: Hinter der Bezeichnung „Pflanzenöl“ versteckt sich oft Palmöl. Wenn du auf das Öl aus problematischer Monokultur verzichten möchtest, frittiere deine Chips einfach selbst – zum Beispiel in einem Speiseöl aus deiner Region.
  4. Geschmacksverstärker, künstliche Aromen – das haben deine selbstgemachten Chips nicht nötig. Außer Salz und Gewürzen nach deinen individuellen Vorlieben brauchen sie nichts, um ein leckerer Snack zu sein.

Verwende für deine Kartoffelchips am besten Bio-Lebensmittel – die ökologische Landwirtschaft setzt keine chemisch-synthetischen Pestizide ein und trägt somit zu Bodenschutz und Artenvielfalt bei. Beim Kauf kannst du dich zum Beispiel an den Siegeln von Demeter, Bioland und Naturland orientieren.

Chips im Backofen selber machen – Rezept

Am besten breitest du die Chips beim selber machen auf dem Blech weitflächig aus.
Am besten breitest du die Chips beim selber machen auf dem Blech weitflächig aus.
(Foto: Copyright: Utopia/ Inke Klabunde)

Chips selber zu machen, geht im Backofen schnell und einfach. Außerdem ist es die gesündeste Zubereitungsart, da du so weniger Öl als im Topf oder der Fritteuse benötigst.

Diese Zutaten brauchst du für selbstgemachte Kartoffelchips aus dem Ofen:

  • 5 mittelgroße Bio-Kartoffeln
  • ca. 3 EL Bio-Speiseöl (z.B. Rapsöl)
  • Salz und Gewürze nach Geschmack (z.B. für Paprika- oder Gewürzchips)

Zubereitung im Backofen:

  1. Wasche und bürste deine Kartoffeln, wenn du sie mit Schale zubereiten willst. Oder: Schäle alle Kartoffeln.
  2. Dann hobelst du sie entweder mit einer Reibe in Scheiben oder schneidest sie möglichst fein mit einem scharfen Messer.
  3. Verrühre nun in einer kleinen Schüssel das Öl mit dem Salz und den Gewürzen.
  4. Bestreiche anschließend die Kartoffelscheiben von beiden Seiten mit dem Öl. Achte dabei darauf, nicht zu viel Öl zu verwenden. Das könnte dazu führen, dass die Chips nicht knusprig werden, sondern in der Mitte noch weich bleiben.
  5. Backe die Chips anschließend circa 15 Minuten bei 180 Grad, bis sie sich außen leicht bräunlich färben.
  6. Nachdem sie abkühlt sind, kannst du deine selbstgemachten Chips servieren.

Tipp: Um die Energie deines Backofens effektiv zu nutzen, kannst du bis zu drei Backbleche mit Chips auf einmal backen. Denke daran, dann auf jeden Fall Umluft zu nutzen. Außerdem ist es nicht nötig, den Backofen vorzuheizen.

Kartoffelchips aus der Fritteuse – So wird’s gemacht

Je dünner die scheiben, desto knuspriger werden deine Chips beim selber machen.
Je dünner die scheiben, desto knuspriger werden deine Chips beim selber machen.
(Foto: Copyright: Utopia/ Inke Klabunde)

Auch wenn die selbstgemachten Chips aus dem Backofen gesünder sind – schneller geht es, wenn du die Chips in der Fritteuse zubereitest.

Diese Zutaten brauchst du:

  • 2 große Bio-Kartoffeln
  • Öl je nach Art der Fritteuse
  • Salz und Gewürze nach Geschmack (z.B. Rosmarin oder Thymian)

Zubereitung in der Fritteuse:

  1. Schneide oder hobele auch hier die Kartoffeln wieder in dünne Scheiben – mit einem Messer oder einer feinen Reibe.
  2. Lege die Scheiben auf ein Küchenhandtuch, damit sie abtropfen und sich so besser frittieren lassen.
  3. Erhitze dann die Fritteuse auf circa 170 Grad und gib anschließend die Kartoffelscheiben hinein.
  4. Nimm die Chips heraus, wenn sie goldbraun sind und lass sie auf einem Küchentuch abtropfen.
  5. Solange die Chips noch warm sind, kannst du sie nach Geschmack in Salz und Gewürzen schwenken.

Kartoffelchips im Topf selber machen

Selbstgemachte Chips kannst du je nach Geschmack noch fein würzen.
Selbstgemachte Chips kannst du je nach Geschmack noch fein würzen.
(Foto: Copyright: Utopia/ Inke Klabunde)

Wenn du keine Fritteuse hast, kannst du deine Chips auch im Topf frittieren.

Diese Zutaten brauchst du:

  • 5 mittelgroße Bio-Kartoffeln
  • ca. 1 Liter Speiseöl
  • Salz und Gewürze nach Geschmack

Zubereitung im Topf:

  1. Bereite die Kartoffeln wie im obigen Fritteusen-Rezept vor.
  2. Gib die Kartoffelscheiben in Etappen in den Topf mit dem heißen Öl. Einzeln lassen sich die Chips besser frittieren.
  3. Nach dem Frittieren gibst du die Chips auf ein Küchentuch, damit sie noch etwas Fett verlieren.
  4. Auch bei dieser Methode salzt und würzt du deine selbstgemachten Chips, solange sie noch warm sind.

Selbstgemachte Gemüsechips als Alternative

Chips kannst du auch aus anderem Gemüse selber herstellen, zum Beispiel aus Rote Beete.
Chips kannst du auch aus anderem Gemüse selber herstellen, zum Beispiel aus Rote Beete.
(Foto: CC0 / Pixabay / Desertrose7)

Gemüsechips sind übrigens eine tolle Alternative zu Kartoffelchips. Du kannst sie aus allen möglichen Arten von Gemüse herstellen. Besonders lecker sind zum Beispiel Chips aus Roter Beete, Süßkartoffeln oder auch Rettich. Du kannst beispielsweise auch Grünkohl-Chips machen.

Übrigens: Auch hier lohnt es sich, wenn du Gemüsechips selber machst und nicht kaufst – denn gekaufte Gemüsechips enthalten nicht nur viel Fett, sondern auch andere ungesunde Inhaltsstoffe. Mehr dazu findest du hier: „Gesunde“ Gemüsechips – fette, salzige Kalorienbomben mit Acrylamid.

Aber egal, welche Chips du letztlich zubereitest: Du solltest es mit dem Genuss nicht übertreiben, da der leckere Snack in jedem Fall sehr kalorienreich ist.

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(Foto: Foto: Getty Images Pro / Volosina)
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