Nachbarschaftshilfe in Zeiten von Corona: Das musst du wissen

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Nachbarschaftshilfe in Zeiten der Coronakrise ist wichtig, um die Versorgung von hilfsbedürftigen Menschen zu sichern. Wer dafür geeignet ist und worauf du unbedingt achten musst, erfährst du hier.

Warum Nachbarschaftshilfe in Zeiten des Coronavirus wichtig ist

Damit sich das Coronavirus langsamer verbreitet, ist das Gebot der Stunde, zuhause zu bleiben. Das gilt nicht nur für Erkrankte und Risikogruppen, sondern auch für alle anderen. Zum Einkaufen, zum Arzt, zur Arbeit und für einen Spaziergang dürfen wir aber dennoch vor die Tür.

Was ist aber mit Menschen, die zu einer Risikogruppe gehören oder mit Familien, die sich in Quarantäne befinden? Wie können sie ihren Alltag in der Krise bewältigen? Hier können Nachbarschaftshilfen einen wertvollen Beitrag leisten und die Verbindung nach draußen zeitweise ersetzen.

In vielen Orten haben sich spontan Gruppen gebildet, die ihre Hilfe anbieten. Worauf es dabei ankommt, wie du dich am besten vernetzt und wie deine Hilfe am besten ankommt, erfährst du hier.

Nachbarschaftshilfe: Das solltest du unbedingt beachten

Eine Haftpflichtversicherung mindert das persönliche Risiko bei der Nachbarschaftshilfe.(Foto: CC0 / Pixabay / stevepb)
Eine Haftpflichtversicherung mindert das persönliche Risiko bei der Nachbarschaftshilfe.
  1. Du hast dich in den letzten drei Wochen nicht in einem vom Robert-Koch-Institut benannten Risikogebiet aufgehalten.
  2. Niemand in deinem Umfeld ist mit dem Coronavirus infiziert.
  3. Du bist selbst gesund und fühlst dich physisch und psychisch in der Lage, Menschen in Quarantäne zu helfen.
  4. Biete vor allem in deinem näheren Umfeld Nachbarschaftshilfe an. Das ist sinnvoll, um die weitere Verbreitung des Virus einzudämmen. Je größer dein Radius als Helfer, desto mehr Kontakt hast du zu anderen Menschen.

Deshalb: Weniger (Kontakt) ist mehr!

Hilf lieber einer Familie oder einer älteren Person, um im Fall einer Ansteckung mit dem Coronavirus nicht zu viele zu gefährden.

Prüfe, ob du eine Haftpflichtversicherung hast. Sollte es zu einem Schaden kommen, z.B. wenn du mit dem Hund deines Nachbarn spazieren gehst, solltest du versichert sein.

Welche Hilfe du deinen Nachbarn anbieten kannst

Du kannst deinen Nachbarn helfen, indem du einen Aushang im Haus anbringst. Gib deine Rufnummer oder E-Mail an und schreibe auf, was du anbieten kannst:

  • Teile dein WLAN mit deinen Nachbarn.
  • Kaufe für ältere Nachbarn ein.
  • Du kannst den Hund ausführen oder andere Haustiere versorgen.
  • Hole Medikamenten aus der Apotheke ab.
  • Begleite hilfsbedürftige Menschen zum Arzt.
  • Und nicht zu vergessen: Biete sozialen Kontakt auf Distanz an. Ein Telefonat am Tag mit der älteren Dame von nebenan oder dem alleinstehenden Kollegen in Quarantäne können dafür sorgen, dass die Einsamkeit nicht zu groß wird.

Wie du dich selbst schützen kannst

Es ist ehrenwert, dass du helfen möchtest. Aber es ist auch wichtig, dass du dabei deinen eigene Gesundheit und die deiner Mitmenschen nicht aus den Augen verlierst. Um eine Ausbreitung des Coronavirus durch Tröpfcheninfektion zu verhindern, solltest du folgendes beachten:

  • Vermeide persönliche Kontakte.
  • Nutze Kontaktmöglichkeiten per Telefon oder E-Mail.
  • Fahre mit dem Rad, laufe oder fahre mit dem Taxi.
  • Trage in der Öffentlichkeit Handschuhe, um die Ansteckungsgefahr zu mindern.
  • Meide lange Schlangen im Supermarkt, der Apotheke oder bei Ärzten.
  • Wasche dir deine Hände mindestens 20 Sekunden, wenn du nach Hause kommst.
  • Wenn jemand erkrankt ist, dann stelle den Einkauf vor der Tür ab.
  • Vermeide Händeschütteln, Umarmungen und jeglichen Körperkontakt.
  • Halte den Abstand von mindestens 1,5 Metern und Hygienetipps, wie in die Armbeuge zu niesen, ein.
  • Informiere dich auf seriösen Seiten wie beim Robert-Koch-Institut unter Infektionsschutz.de.

Hinweise auf Coronainfektion: Das ist zu tun

Notrufnummern solltest du für deine Nachbarschaftshilfe im Telefon einspeichern.(Foto: CC0 / Pixabay / a-mblomma)
Notrufnummern solltest du für deine Nachbarschaftshilfe im Telefon einspeichern.

Für Nachbarschaftshilfe in Zeiten von Corona ist es wichtig, dass du bei einem Notfall schnell reagieren kannst.

Speichere dir daher folgende Telefonnummern im Handy ein:

  • Am Wochenende und außerhalb der Sprechzeiten solltest du vorrangig den Ärztlichen Bereitschaftsdienst anrufen: 116117
  • Triffst du auf einen Menschen mit hohem Fieber, Brustenge und/oder Atemnot, rufe sofort den Rettungsdienst: 112 oder die Polizei: 110 an.

Nachbarschaftshilfe in der Coronakrise: Hier kannst du dich vernetzen

Um dich mit anderen für Nachbarschaftshilfe in Zeiten von Corona zu vernetzen, kannst du folgende Plattformen nutzen:

Notrufnummern: Hilfe in Krisensituationen

Wichtige Telefonnummern solltest du für Krisenzeiten einspeichern – auch für Nachbarschaftshilfe in Zeiten von Corona.(Foto: CC0 / Pixabay / Alexas_Fotos)
Wichtige Telefonnummern solltest du für Krisenzeiten einspeichern – auch für Nachbarschaftshilfe in Zeiten von Corona.

Die wichtigsten deutschlandweiten und kostenfreien Telefonnummern in Krisenzeiten haben wir hier für dich aufgelistet:

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