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Strompreise sinken weiter: 4 Gründe, warum sich ein schneller Anbieterwechsel jetzt lohnt

Energiekrise
Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

Teils sinken, teils steigen aber auch die Strompreise: Höchste Zeit, die Konditionen deines Anbieters zu checken und zu vergleichen. Die Gelegenheit ist günstig, jetzt zu echtem Ökostrom zu wechseln und damit etwas für den Klimaschutz zu tun.

Wer Strom aktuell vom Grundversorger bezieht oder schon länger nicht mehr den Anbieter gewechselt hat, kann jetzt von niedrigen Strompreisen profitieren – und gleichzeitig die Energiewende unterstützen. Denn der Wechsel zu echtem Ökostrom ist ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz. Mehr dazu weiter unten.

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Es gibt mindestens vier Gründe, warum es sich jetzt lohnen kann, schnell den Stromanbieter zu wechseln:

1. Andere Anbieter sind günstiger

Nach den extremen Preisspitzen 2022 fallen bereits seit Frühjahr 2023 die Strompreise. Derzeit kann man neue Verträge für Tarife unter 30 Cent/kWh abschließen: Laut Verivox liegt der durchschnittliche Neukund:innen-Strompreis aktuell bei gut 26 Cent/kWh (Stand Juni 2024). Viele Versorger bieten eine eingeschränkte Preisgarantie für zwölf Monate an.

In den ersten sechs Monaten seien die Preise für deutsche Haushaltskund:innen um fast vier Prozent gesunken, schreibt das Handelsblatt unter Berufung auf eine Verivox-Analyse. Allerdings sinken nicht bei allen Anbietern die Preise: Die Grundversorger (also meist die Stadtwerke) haben ihre Preise teils sogar erhöht. Gegenüber dem Handelsblatt sagte Verivox-Energieexperte Thorsten Storck: „Die Preisunterschiede zwischen der örtlichen Grundversorgung und dem günstigsten Neukundenangebot sind aktuell so groß wie nie“.

Fazit: Die meisten überregionalen Tarife liegen preislich unter den Tarifen der Grundversorger – und unter den Preisen älterer Verträge. Der durchschnittliche Strompreis für Bestandskund:innen liegt aktuell bei rund 36 Cent. Je nachdem, wie viel du momentan bezahlst, kannst du bei einem Wechsel einiges an Geld sparen.

Eine Beispielrechnung: Wenn dein Haushalt einen Stromverbrauch von 3.200 kWh im Jahr hat, könntest du durch einen Wechsel (wir gehen von 36 Cent/kWh aus) auf einen Ökostrom-Tarif von 30 Cent/kWh etwa 192 Euro im Jahr sparen.

Premium-Ökostromanbieter, die die Energiewende aktiv vorantreiben, bieten derzeit Tarif ab etwa 32 Cent/kWh an (oder rund 28 Cent/kWh in variablen Tarifen). Wechselst du vom Grundversorger mit 36 Cent/kWh hierhin, sparst du immer noch rund 130 Euro im Jahr.

2. Du kannst ein Sonderkündigungsrecht nutzen

Tipp Nr. 1: Wenn dein aktueller Stromversorger die Preise erhöht, hast du meist ein Sonderkündigungsrecht. Das gilt auch, wenn der Anbieter die Preise senkt. Dieses Kündigungsrecht auch dann wahrzunehmen kann sinnvoll sein, wenn Ökostromanbieter auch nach einer Preissenkung deines Versorgers immer noch günstiger sind.

Tipp Nr. 2: Wer Strom vom örtlichen Grundversorger (meistens die Stadtwerke) bezieht, hat laut Bundesnetzagentur prinzipiell eine Kündigungsfrist von nur zwei Wochen.

3. Günstigen Strom kann man sich jetzt schon für die Zukunft sichern

Wer weiß schon, wie sich die Strompreise im laufenden Jahr entwickeln? Selbst Branchenexpert:innen sind sich da nicht sicher. Ein nicht ganz unwahrscheinliches Szenario: Die Preise sinken weiter, weil Deutschland mit dem Ausbau der günstigen erneuerbaren Energien gut vorankommt und auch die Speicherkapazitäten optimiert. Andere Szenarien vermuten, dass durch die Umstellung auf Wärmepumpen, E-Autos und den Ausbau der Wasserstoff-Gewinnung der Strombedarf insgesamt stark ansteigt und die Preise hoch bleiben.

Wenn du befürchtest, die Preise könnten weiter steigen, kannst du jetzt schon den Wechsel zu einem (potenziell) günstigeren Anbieter festlegen, auch wenn dein aktueller Vertrag noch läuft. Laut Finanztip kannst du bei vielen Anbietern bereits Verträge für sechs Monate in der Zukunft abschließen – und zwar zu den aktuell geltenden Konditionen.

4. Mit Ökostrom aktiv zur Energiewende beitragen

Laut der aktuellsten Daten des Statistischen Bundesamts lag der Anteil der Erneuerbaren an der Stromerzeugung in Deutschland im ersten Quartal 2024 bei knapp 60 Prozent. Der BDEW geht für das gesamte Jahr 2023 von rund 52 Prozent aus.

Das bedeutet im Umkehrschluss, dass etwas weniger als die Hälfte des Stroms noch aus konventionellen Energieträgern stammt – im Wesentlichen Kohle und Gas. Die Strommenge aus erneuerbaren Energien steigt zwar kontinuierlich an. Doch vom Ziel der Bundesregierung, im Jahr 2030 80 Prozent des Stroms aus Erneuerbaren zu gewinnen, sind wir noch weit entfernt.

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Für echten Klimaschutz müssen wir auf 100% erneuerbare Energien umsteigen – echte Ökostromtarife tragen dazu bei. (Foto: CC0 / Pixabay / Coernl)

Warum diese Ausführung? Zwar mischen inzwischen alle Energieerzeuger am Markt für „grüne“ Energie mit, doch viele halten gleichzeitig noch an der Verbrennung von Kohle und Gas fest. Auch viele Stadtwerke in Deutschland halten noch Beteiligungen an Kohle- oder Gaskraftwerken. Nur mit einem Wechsel zu echtem Ökostrom können wir zur Energiewende und damit zum Klimaschutz beitragen.

Wann ist Ökostrom wirklich Öko?

„Echter“ Ökostrom wird nicht nur mittels erneuerbarer Energien gewonnen, sondern trägt zum Ausbau dieser Energieträger bei. Das heißt, der Anbieter kauft nicht nur einfach nur Strom, der irgendwo in Skandinavien mittels Sonne, Wind, Wasser oder anderen erneuerbaren Energieträgern erzeugt wurde. Sondern er investiert selbst in den Ausbau von Solaranlagen, Windrädern usw. Das kann er mittels Zertifikaten nachweisen. Erkennen kann man Ökostrom-Anbieter, die es ernst meinen, an den Labels Grüner Stromok-power oder ok-power-plus.

Mit unserem Utopia Stromvergleich kannst du solche Anbieter für deinen Wohnort und Stromverbrauch vergleichen – und direkt wechseln.

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Ökostromtarife finden

Echte Premium-Ökostrom-Anbieter mit großem Impact haben weder (in gesonderten Tarifen) Strom aus fossilen Energieträgern im Sortiment, noch sind sie wirtschaftlich irgendwie mit fossilen Energiekonzernen verbandelt. Für unsere Top-Empfehlungen muss der Ökostrom zusätzlich auf der aktuellen Empfehlungsliste der NGO Robin Wood geführt werden oder der Anbieter das Label ok-power plus besitzen.

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