Koffer packen: Mit einer Packliste geht es besser und nachhaltiger

Packliste: Koffer packen
Foto: Pixabay / CC0

Leichtes Gepäck und umweltfreundliche Koffer und Taschen – auch Kofferpacken kann man nachhaltig gestalten. Wir zeigen eine Packliste mit 5 Tipps, wie du deinen Koffer besser packen kannst.

Ob Strand in Spanien, Skifahren in den Alpen oder Städtetrip nach Rom oder Paris: Urlaub machen ist schön. Weniger schön ist, dass es dabei nicht immer nachhaltig und umweltfreundlich zugeht.

Doch jeder kann etwas dafür tun, seinen ökologischen Fußabdruck beim Reisen möglichst klein zu halten. Das fängt schon beim Koffer packen an – unsere Packliste für den Urlaub zeigt dir, wie’s geht.

Tipp 1:
Mach dir eine Packliste für den Urlaub

Unser erster Tipp klingt banal: Schreib dir eine Packliste für den Urlaub. Mal ehrlich, wann hast du das zuletzt gemacht?

Eingepackt wird meist alles, was wir für möglicherweise notwendig halten – ohne zu überprüfen, ob es auch wirklich notwendig ist. Alles unnötig Eingepackte muss aber von Flugzeug, Bus und Bahn ebenfalls transportiert werden. Das erhöht die klimaschädlichen Emissionen der Transportmittel.

Erkundige dich also vorher genau, wie deine Unterkunft ausgestattet ist, wie die üblichen Wetterbedingungen zum Reisezeitpunkt sind und welche Dinge du am Reiseziel unbedingt brauchst. Und erst dann schreibst du dir – möglichst ein paar Wochen vor Urlaubsbeginn – deine Packliste.

Auf der Packliste steht nur das, was du wirklich brauchst. So hast du auch genug Zeit, eventuell fehlende Dinge zu besorgen. Gute Packlisten für jeden Zweck findest du zum Beispiel auf packlisten.org.

Packliste: Koffer packen
Chaos im Koffer? Mit einer Packliste kein Problem mehr. (Foto: Pixabay / CC0)

Tipp 2:
Packe lieber umweltfreundliche Koffer

Deine Packliste für den Urlaub ist geschrieben, nun geht es ans Koffer packen. Aber halt – wie sieht es mit dem Koffer selbst aus? Schick und trendig, praktisch, leicht und geräumig ist er ja. Nur nachhaltig meist nicht. Billige Stücke sind oft in Fernost produziert, unter schlechten Arbeitsbedingungen und mit giftigen Chemikalien.

Natürlich sollst du einen Koffer oder eine Tasche, die du schon hast, nun nicht wegwerfen. Falls du aber über eine Neuanschaffung nachdenkst**:

Oder du mietest für die Dauer deiner Reise einen Koffer, zum Beispiel auf koffermieten.de, über Leihplattformen oder bei einem Bekannten – das ist umweltschonender, als einen für zwei Wochen im Jahr zu kaufen.

Übrigens: Den Koffer am Flughafen in Plastikfolie einwickeln zu lassen ist für die Umwelt natürlich überhaupt nicht gut – und meist auch gar nicht nötig. Zur Not tut’s auch ein wiederverwendbarer Koffergurt – gibts ebenfalls bei DaWanda.

Tipp 3:
Packliste kürzen = leichteres Gepäck

Minimalisten an die Macht! Je weniger Gepäck und je leichter der Koffer, desto weniger Spritverbrauch haben Flugzeug, Bahn, Auto oder Fernbus.

Nimm also deine Packliste für den Urlaub und versuche sie zu kürzen. Brauchst du wirklich fünf verschiedene Hosen, oder reichen vielleicht drei? Muss das elegante Abendkleid mit oder tut es das schlichtere Strandkleid auch für den Abend? Drei Bikinis oder doch nur einer? Wie viele T-Shirts und Paar Socken verwendest du im Urlaub denn wirklich? Reichen im Winter nicht auch ein paar Handschuhe, ein Schal, eine Mütze und ein paar Stiefel?

Der Minimalismus hat noch einen Vorteil: Du bist mit Koffer packen schneller fertig.

Packliste: Koffer packen – nicht alles, was man mitnehmen möchte, sollte man auch mitnehmen.
Achte auf leichtes Gepäck: Nicht alles, was man mitnehmen möchte, sollte man auch mitnehmen. (Foto: Pixabay / CC0)

Tipp 4:
Umweltsünder aus dem Bad meiden

In fast jedem Hotel gibt es kleine Seifen und Fläschchen mit Shampoo oder Duschgel. Sehr praktisch seit die Sicherheitsbestimmungen beim Fliegen nur noch 100 Milliliter Flüssigkeit im Handgepäck zulassen. Und der Inhalt des Koffers ist vor dem Auslaufen der Shampoo-Flasche auch geschützt, wenn man gar keine dabei hat.

Nachhaltig ist das aber ganz und gar nicht. Die angefangenen Seifen und Shampoos werden nach deiner Abreise weggeworfen, die Plastikfläschchen nicht mehr wiederverwendet.

Alternative 1: Fläschchen mit nach Hause nehmen und daheim mit den eigenen Produkten immer wieder nachfüllen.

Alternative 2: Feste Shampoo-Seife verwenden. Da läuft nichts aus und die Seifen kommen ohne Verpackungsmüll aus. Übrigens: Es gibt auch Rasierseifen für Männer, dann muss der Rasierschaum nicht mit in den Koffer.

Alternative 3: Anstatt Mini-Pflegeprodukte in Reisegrößen einzupacken, kannst du dir dein Shampoo und Duschgel in wiederbefüllbare Fläschen füllen – die gibt es in jedem Drogeriemarkt. Und die Hotel-Produkte kannst du dann einfach links liegen lassen.

Tipp 5:
Nichts vergessen!

Wenn du daheim beim Koffer packen etwas vergisst, ist das nicht so schlimm. Schließlich kannst du das ja am Reiseziel nachkaufen…

Ja, stimmt schon. Dank der Globalisierung findest du die meisten Produkte fast überall auf der Welt. Aber sind die dann auch nachhaltig und ökologisch produziert? Wahrscheinlich sind diese Wünsche ausgerechnet am Urlaubsort schwer zu erfüllen. Und: Deinen dritten Regenschirm zu kaufen, weil du deinen zuhause vergessen hast, muss eigentlich auch nicht sein.

Also besser alles auf die Packliste für den Urlaub schreiben, und von zuhause mitnehmen. Und wenn du keinen guten Wanderrucksack, Waschbeutel oder Strandtuch hast: Leih’s dir aus anstatt es für einen Urlaub im Jahr extra zu kaufen.

Extratipp: Pack dir immer eine leere, wiederbefüllbare Trinkflasche ein, eventuell isoliert. In südlichen Ländern gibt es Trinkwasser oft nur aus Flaschen oder Kanistern. Hier füllst du besser aus einem großen Kanister oder Wasserspender um statt ständig neue Plastikflaschen zu kaufen. Und wenn die Trinkwasserqualität gut genug ist, kannst du deine Trinkflasche selbstverständlich aus dem Wasserhahn befüllen.

Lies dazu auch:

Weiterlesen auf Utopia.de:

Schlagwörter:

Kommentar schreiben

0/2500

* Pflichtfelder

** Links zu Bezugsquellen sind teilweise Affiliate-Links: Wenn ihr hier kauft, unterstützt ihr aktiv Utopia.de, denn wir erhalten dann einen kleinen Teil vom Verkaufserlös.