Vorräte richtig lagern und die optimale Kühlschrank-Temperatur einstellen

Vorräte richtig lagern und die optimale Kühlschrank-Temperatur einstellen
Grafik © Utopia.de

Obst, Gemüse und Salate sind voll mit wertvollen Inhaltsstoffen – doch bis sie auf deinem Teller landen, kann viel davon verloren gehen. Wir zeigen, wie du die ideale Kühlschrank-Temperatur einstellen und Lebensmittel optimal lagern kannst. Der Kühlschrank-Guide zum Selbstausdrucken und an den Kühlschrank hängen.

Nicht alles bleibt im Kühlschrank länger haltbar und frisch. Vielen Lebensmitteln schadet Kälte, manche brauchen es einfach nicht kühl. Lies hier: 10 Lebensmittel, die nicht in den Kühlschrank gehören

Die richtige Kühlschrank-Temperatur einstellen

Die optimale Kühlschrank-Temperatur liegt bei 7 ºC. Bei Kühlschränken ohne Thermometer und Regler von 1-6 oder 2-7 entspricht das meist den niedrigen Reglerstufen 1 oder 2. Viele Geräte sind zu kalt eingestellt. Als Faustregel gilt: Wenn die Butter nicht streichfähig ist, ist der Kühlschrank zu kalt und man sollte ihn höher einstellen.

Für den Gefrierbereich liegt die ideale Temperatur bei -18 ºC. Bereits ein Grad weniger kann etwa sechs Prozent mehr Stromverbrauch bedeuten – eine unnötige Verschwendung.

Das Wichtigste für die Ordnung in deinem Kühlschrank im PDF zum Downloaden:

Temperaturzonen: richtige Kühlschrank-Temperatur einstellen
Temperaturzonen: richtige Kühlschrank-Temperatur einstellen (Illustration: © Miro Poferl)

Der Kühlschrank-Guide: auf die richtige Temperaturzone kommt es an

Wer mehr von seinem Einkauf haben möchte, sollte im Kühlschrank Ordnung schaffen. Nicht jedes Produkt fühlt sich in jedem Fach gleich wohl, und manches ist einfach nicht für die Kühlung geeignet. Mit einem Temperaturunterschied von etwa sechs Grad ist die Kühlschranktemperatur oben wärmer als unten, weil kalte Luft absinkt – unabhängig vom Regler in den Stufen 1-7.

  • 8 ºC im obersten Fach für Käse & Co. Mit ungefähr acht Grad ist das oberste Fach geeignet für Käse, gut verpackte Speisereste, Geräuchertes und rohen Schinken.
  • 5 ºC im mittleren Fach für frische Milchprodukte Im mittleren Fach kannst du bei fünf Grad Milchprodukte wie Joghurt, Quark und H-Milch aufbewahren. Auch geöffnete Obst- und Gemüsegläser gehören hier hin.
  • 2 ºC im unteren Fach für Fleisch und Fisch Das Fach darunter ist mit zwei Grad am kältesten und der ideale Aufbewahrungsort für leicht verderbliche Lebensmittel wie Fleisch und Fisch. (Daran denken: Bei Lebensmitteln tierischen Ursprungs ist weniger mehr!)
  • 8 ºC in den Frischefächern für Obst & Gemüse Die größten Vitaminkiller sind Licht, Sauerstoff, Hitze und Feuchtigkeit. Die beiden untersten Fächer sind mit etwa acht Grad für allerlei Gemüse- und Obstsorten ausgerichtet – dafür sorgt die Glasplatte darüber: Hierhin gehören Früchte wie wie zum Beispiel Beeren, Aprikosen oder Kirschen und Gemüse wie Blattsalate, Spinat, Pilze, Karotten, Sellerie oder Spargel.

Südfrüchte (zum Beispiel Ananas, Mangos, Bananen und alle Zitrusfrüchte) gehören nicht in die Kühlung, da sonst braune und wässrig-glasige Stellen entstehen. Wenn du Aromaverlust bei stark wasserhaltigem Gemüse (Gurken, Paprika, Zucchini und Tomaten) vermeiden willst, dann lagere es besser nicht im Kühlschrank. Auch Kartoffeln, Knoblauch und Zwiebeln mögen keine niedrigen Temperaturen und fangen unter Umständen schneller zu keimen an. Lagere diese besser im Keller oder in einem dunklen Topf.

Weitere Tipps zum richtigen Kühlen

Mit folgenden kleinen Hilfestellungen kannst du das Wachstum von Mikroorganismen senken und verhindern, dass deiner Ware die Vitamine ausgehen:

  • Räume Lebensmittel nach dem Einkauf am besten gleich in den Kühlschrank.
  • Dabei solltest du ihn nicht überfüllen, da sonst Luftzirkulation und Kühlleistung nachlassen können.
  • Stelle neue Produkte hinter solche, die schon im Kühlschrank stehen. So fällt es leichter, Lebensmittel vor ihrem Ablaufdatum zu verbrauchen.
  • Bewahre Speisereste und frische Lebensmittel in Glas- oder Porzellanbehältern auf, abgedeckt mit einem Teller oder Deckel. So vermeidest du Feuchtigkeits- und Geschmacksverlust, ohne unnötigen Müll zu produzieren.
  • Falls du einen Keller oder Vorratsraum hast, dann lagere kälteempfindliches Obst und Gemüse am besten dort.
  • Obst und Gemüse generell so kurz wie möglich lagern. Trotz optimaler Bedingungen gehen Nährstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe schnell verloren.
  • Um die optimale Kühlschrank-Temperatur zu halten, solltest du während des Sommers die Temperatur im Kühlschrank unter Umständen etwas niedriger einstellen als im Winter.
  • Vergewissere dich immer, dass die Kühlschranktür richtig geschlossen ist.
  • Hin und wieder abtauen! Eis an den Wänden vermindert die Kühlwirkung erheblich und erhöht den Stromverbrauch. Warum beim nächsten Urlaub nicht einmal gründlich ausräumen, abtauen und dem Gerät einen Urlaub gönnen? Deine Stromrechnung wird sich freuen und der Kühlschrank wird wieder effizienter.
  • Wichtig: Der Regler mit einer Beschriftung wie 1-7 stellt nicht die Kühlschranktemperatur ein. Der Drehregler arbeitet mit einer Skala: 1 ist am wärmsten, 7 am kältesten. Meist ist bei dieser 1-bis-7-Skala 3 völlig ausreichend.

Nicht alles bleibt im Kühlschrank länger haltbar und frisch. Vielen Lebensmitteln schadet Kälte, manche brauchen es einfach nicht kühl: 10 Lebensmittel, die nicht in den Kühlschrank gehören

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(9) Kommentare

  1. Es ist nun etwas verwirrend mit den Temperaturangaben.
    Wo stelle ich ein Thermometer im Kühlschrank auf um die 7°C einzustellen?
    Wenn ich es mit der Grafik abgleiche im oberen Fach. Aber dort eher in der Mitte, vorne zur Tür oder hinten am Kühlelement? Ich denke da gibt es deutliche Unterschiede.

    Andererseits bezweifle ich die Angaben für die Temperaturen für die Türfächer.
    Natürlich sind die Waren dort beim Öffnen des Kühlschranks am meisten mit Wärme belastet, Allerdings ist ein Fach welches auf Höhe des unteren Kühlschrankfachs liegt, bei geschlossenem Kühlschrank eigentlich relativ weit unten und damit eher kalt. Ware die im unteren Fleisch- und Fischfach vorne stehen, haben einen ähnlich warmen Platz, wie die in der Tür.

    Ein weiterer Tipp fehlt mir:
    Der Kühlschrank sollte möglichst an einer eher kalten Stelle stehen. Nicht direkt neben Herd und Ofen. Außenwand oder sogar Ecke. Luftzirkulation hinter dem Gerät sollte gewährleistet sein.

  2. Mischa und Jens Hilden/Reisgies

    Wenn Sie alles wissen warum fragen Sie dann überhaupt.
    Kaufen Sie sich einen vernünftigen Kühlschrank, der zeigt die Temperatur an.

  3. Ich persönlich finde dieses Thema unheimlich spannend. Gerade das Kosten-Nutzen-Verhältnis scheint bei einer ordnungsgemäßen Konfiguration extrem verbessert zu werden.
    Auch bei den Gefrierschränken ist die Temperatur ein Kompromiss aus Leistung und Verbrauch. Dazu habe ich letztens einen Artikel gefunden, welcher sich ein wenig mit der Bestimmung und „Erfindung“ der Gefrierschranktemperatur von -18°C auseinandersetzt. Echt interessant das ganze. Ich packe mal einen Link mit rein. (:
    [LINK ENTFERNT V. UTOPIA-TEAM]

    LG Jörg

  4. „Ein Grad mehr bedeutet in etwa sechs Prozent mehr Stromverbrauch – eine unnötige Verschwendung“
    Das ist falsch! Ein Grad mehr bedeutet WENIGER Stromverbrauch! Ein Grad weniger bedeutet mehr Stromverbrauch. Oder meint ihr damit, dass -19 mehr ist als -18? Dann zurück in die Schule.

  5. wer ist der genaue Autor dieses Artikels?

    Ich brauche, denn genauen Autor des Artikels damit ich den Text in meiner Arbeit zitieren darf.

    Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen

    lg Reto

  6. Die Genießermanfuactur - Thomas

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass im Kühlschrank der Temperaturunterschied zwischen oben und unten 5° C betragen kann. Je nachdem, wo der Temperaturfühler angebracht ist.
    Dass man Strom spart, sollte der Kühlschrank wärmer, d.h. bei mir 8° C, eingestellt sein, statt 4-5° C, ist rechnerisch kaum nachvollziehbar. Rechnet man dagegen, wieviele Lebensmittel bei höherer Kühlschranktemperatur eher verderben, ist die Stromersparnis schnell dahin.
    4 oder 5° C Unterschied machen sich beim mikrobiellen Wachstum (z.B. Schimmel) sehr schnell bemerkbar.
    Ein Optimum bieten neuere Geräte mit einer Null-Grad-Zone.
    Außerdem ist es ein Unterschied, ob es Sommer ist, oder Winter. Sommers sind nicht nur die Außentemperaturen höher, weshalb es sinnvoll ist, den Kühlschrank wenigstens in dieser Zeit niedriger zu temperieren.
    Es ist selbstredend, dass der Kühlschrank in der Heizperiode nicht in der Nähe von Heizquellen steht, im Sommer aber auch keine Sonneneinstrahlung abbekommt.
    Gezielter einkaufen, genau, das ist wichtig. Dass man aus falsch verstandenem Sparfimmel sich die größere Packung kauft, dann aber die Hälfte wegwirft, ist ebenso ein wichtiger Punkt, um Lebensmittel möglichst frisch zu halten und Geld zu sparen.

    In diesem Sinne – Happy cooling
    Thomas

  7. „Sommers sind nicht nur die Außentemperaturen höher, weshalb es sinnvoll ist, den Kühlschrank wenigstens in dieser Zeit niedriger zu temperieren.“
    Wieso denn das? Für die Haltbarkeit entscheidend ist doch die Temperatur IM Kühlschrank. Und die wird vom Thermostat geregelt.

  8. Korrekt.
    Habe jedoch die Erfahrung gemacht, dass dies sinnvoll ist.
    Möglicherweise hängt es damit zusammen, dass das Öffnen und Schließen, sowie die Erwärmung der LM, die dann wieder zurückgestellt werden, erst einmal auch denn Innenraum aufwärmen, bis die Temperatur wieder unten ist.
    Außerdem erwärmen sich kühlere Lebensmittel wenn man sie herausnimmt nicht so schnell, so beispielsweise Würzpasten, Mayo, Soßen etc., was der Haltbarkeit gut tut.

  9. „Möglicherweise hängt es damit zusammen, dass das Öffnen und Schließen, sowie die Erwärmung der LM, die dann wieder zurückgestellt werden, erst einmal auch denn Innenraum aufwärmen, bis die Temperatur wieder unten ist.“
    Das passiert doch so oder so. Und anschließend muss bei deiner Methode weiter auf eine unsinnig tiefe Temperatur heruntergekühlt werden.
    „Außerdem erwärmen sich kühlere Lebensmittel wenn man sie herausnimmt nicht so schnell“
    Das ist wohl richtig, dürfte aber angesichts der doch meist etwas längeren Verweildauer außerhalb des Kühlschranks und des relativ kleinen Volumens kaum ins Gewicht fallen.

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