Vorräte richtig lagern und die optimale Kühlschrank-Temperatur einstellen

Der Utopia-Kühlschrank-Guide
Illustration: Miro Poferl

Obst, Gemüse und Salat sind voll mit wertvollen Inhaltsstoffen – doch bis sie auf Ihrem Teller landen, kann viel davon verloren gehen. Wir verraten Ihnen, wie Sie die ideale Kühlschrank-Temperatur einstellen und Lebensmittel optimal lagern. Der Kühlschrank-Guide zum Selbstausdrucken und an den Kühlschrank hängen.

Nicht alles bleibt im Kühlschrank länger haltbar und frisch. Vielen Lebensmitteln schadet Kälte, manche brauchen es einfach nicht kühl: 10 Lebensmittel, die nicht in den Kühlschrank gehören

Die richtige Kühlschrank-Temperatur einstellen

Die optimale Kühlschrank-Temperatur liegt bei 7 Grad. Bei Kühlschränken ohne Thermometer entspricht das meist den niedrigen Reglerstufen 1 oder 2. Viele Geräte sind zu kalt eingestellt, als Faustregel gilt: Wenn die Butter nicht streichfähig ist, ist der Kühlschrank zu kalt. Für den Gefrierbereich liegt die ideale Temperatur bei -18 Grad. Ein Grad mehr bedeutet in etwa sechs Prozent mehr Stromverbrauch – eine unnötige Verschwendung.

Das Wichtigste für Ihre Ordnung im Kühlschrank – alles noch mal zum Ausdrucken (pdf):

Kühlschrank-Guide

Der Kühlschrank-Guide: Auf die richtige Temperaturzone kommt es an

Wer mehr von seinem Einkauf haben möchte, sollte im Kühlschrank Ordnung schaffen. Mit einem Temperaturunterschied von etwa sechs Grad ist die Kühlschranktemperatur oben wärmer als unten, weil kalte Luft absinkt. Nicht jedes Produkt fühlt sich in jedem Fach gleich wohl, und manches ist einfach nicht für die Kühlung geeignet.

  • Acht Grad im obersten Fach für Käse & Co.

    Mit ungefähr acht Grad ist das oberste Fach geeignet für Käse, gut verpackte Speisereste, Geräuchertes und rohen Schinken.

  • Fünf Grad im mittleren Fach für frische Milchprodukte

    Im mittleren Fach können Sie bei fünf Grad Milchprodukte wie Joghurt, Quark und H-Milch aufbewahren. Auch geöffnete Obst- und Gemüsegläser gehören hier hin.

  • Zwei Grad im unteren Fach für Fleisch und Fisch

    Das Fach darunter ist mit zwei Grad am kältesten und der ideale Aufbewahrungsort für leicht verderbliche Lebensmittel wie Fleisch und Fisch. Übrigens: Bei Lebensmitteln tierischen Ursprungs ist weniger mehr!

  • Acht Grad in den Frischefächern für Obst & Gemüse

    Die größten Vitaminkiller sind Licht, Sauerstoff, Hitze und Feuchtigkeit. Die beiden untersten Fächer sind mit warmen acht Grad für allerlei Gemüse- und Obstsorten ausgerichtet – dafür sorgt die Glasplatte darüber: Obst wie Aprikosen, Beeren oder Kirschen und Gemüse wie Blattsalate, Spinat, Karotten, Sellerie und Spargel.

Südfrüchte (Mangos, Bananen und alle Zitrusfrüchte) gehören nicht in die Kühlung, da sonst nur unnötig braune und wässrig-glasige Stellen entstehen. Wenn Sie Aromaverlust bei stark wasserhaltigem Gemüse (Gurken, Paprika, Zucchini und Tomaten) vermeiden wollen, dann besser raus damit. Auch Kartoffeln, Knoblauch, Zwiebeln mögen keine niedrigen Temperaturen und fangen unter Umständen schneller zu keimen an. Lagern Sie diese besser im Keller oder in einem dunklen Topf.

Weitere Tipps zum richtigen Kühlen

Mit folgenden kleinen Hilfestellungen können Sie das Wachstum von Mikroorganismen senken und verhindern, dass Ihrer Ware die Vitamine ausgehen:

  • Räumen Sie Lebensmittel nach dem Einkauf am besten gleich in den Kühlschrank. Dabei sollten Sie ihn nicht überfüllen, da sonst Luftzirkulation und Kühlleistung nachlassen können. Achtung: Sobald sich Eis im Kühlschrank bildet, erhöht sich auch der Stromverbrauch.
  • Stellen Sie neue Produkte hinter solche, die schon im Kühlschrank stehen. So fällt es Ihnen leichter, Lebensmittel vor ihrem Ablaufdatum zu verbrauchen.
  • Bewahren Sie Speisereste und frische Lebensmittel in Glas- oder Porzellanbehältern auf, abgedeckt mit einem Teller oder Deckel. So vermeiden Sie Feuchtigkeits- und Geschmacksverlust. Wenn Sie einen Keller oder Vorratsraum haben, dann lagern Sie kälteempfindliches Obst und Gemüse am besten dort.
  • Obst und Gemüse generell so kurz wie möglich lagern. Trotz optimaler Bedingungen gehen Nährstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe schnell verloren.
  • Während des Sommers sollte die Temperatur im Kühlschrank niedriger eingestellt werden als im Winter. Vergewissern Sie sich immer, dass die Kühlschranktür richtig geschlossen ist.
  • Hin und Wieder abtauen! Eis an den Wänden vermindert die Kühlwirkung erheblich. Warum beim nächsten Urlaub nicht einmal gründlich ausräumen, abtauen und dem Gerät einen Urlaub gönnen? Ihre Stromrechnung wird sich freuen und der Kühlschrank wird wieder so effizient wie neu gekauft.

Nicht alles bleibt im Kühlschrank länger haltbar und frisch. Vielen Lebensmitteln schadet Kälte, manche brauchen es einfach nicht kühl: 10 Lebensmittel, die nicht in den Kühlschrank gehören

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(4) Kommentare


  1. Es ist nun etwas verwirrend mit den Temperaturangaben.
    Wo stelle ich ein Thermometer im Kühlschrank auf um die 7°C einzustellen?
    Wenn ich es mit der Grafik abgleiche im oberen Fach. Aber dort eher in der Mitte, vorne zur Tür oder hinten am Kühlelement? Ich denke da gibt es deutliche Unterschiede.

    Andererseits bezweifle ich die Angaben für die Temperaturen für die Türfächer.
    Natürlich sind die Waren dort beim Öffnen des Kühlschranks am meisten mit Wärme belastet, Allerdings ist ein Fach welches auf Höhe des unteren Kühlschrankfachs liegt, bei geschlossenem Kühlschrank eigentlich relativ weit unten und damit eher kalt. Ware die im unteren Fleisch- und Fischfach vorne stehen, haben einen ähnlich warmen Platz, wie die in der Tür.

    Ein weiterer Tipp fehlt mir:
    Der Kühlschrank sollte möglichst an einer eher kalten Stelle stehen. Nicht direkt neben Herd und Ofen. Außenwand oder sogar Ecke. Luftzirkulation hinter dem Gerät sollte gewährleistet sein.

    • Mischa und Jens Hilden/Reisgies

      Wenn Sie alles wissen warum fragen Sie dann überhaupt.
      Kaufen Sie sich einen vernünftigen Kühlschrank, der zeigt die Temperatur an.

  2. Ich persönlich finde dieses Thema unheimlich spannend. Gerade das Kosten-Nutzen-Verhältnis scheint bei einer ordnungsgemäßen Konfiguration extrem verbessert zu werden.
    Auch bei den Gefrierschränken ist die Temperatur ein Kompromiss aus Leistung und Verbrauch. Dazu habe ich letztens einen Artikel gefunden, welcher sich ein wenig mit der Bestimmung und „Erfindung“ der Gefrierschranktemperatur von -18°C auseinandersetzt. Echt interessant das ganze. Ich packe mal einen Link mit rein. (:
    [LINK ENTFERNT V. UTOPIA-TEAM]

    LG Jörg

  3. „Ein Grad mehr bedeutet in etwa sechs Prozent mehr Stromverbrauch – eine unnötige Verschwendung“
    Das ist falsch! Ein Grad mehr bedeutet WENIGER Stromverbrauch! Ein Grad weniger bedeutet mehr Stromverbrauch. Oder meint ihr damit, dass -19 mehr ist als -18? Dann zurück in die Schule.

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