Sonnencreme-Test 2019: So gut sind Sundance von dm, Ladival & Elkos

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Sonnenschutz ist auch 2019 ein „brandheißes“ Thema – wir stellen dir drei Produkte vor, die im Sonnencreme-Test bei Öko-Test und Stiftung Warentest immer wieder gut abschneiden, und die wir selbst ausprobiert haben.

Je nach Testverfahren und Sichtweise kommt ein Sonnencreme-Test auf unterschiedliche Test-Sieger. WĂ€hrend bei Stiftung Warentest zuletzt etwa Eigenmarken von Lidl, dm oder Real vorne lagen, schnitten bei Öko-Test Sonnenschutzmittel von Ladival, Elkos und Sundance (ebenfalls dm) gut ab.

Hier unsere drei Empfehlungen aus allen Sonnencreme-Tests 2017 bis 2019:

  1. Sundance: dm Sonnencreme im Test
  2. Elkos Sun Sonnenmilch im Test
  3. Ladival Sonnenschutz im Sonnencreme-Test
  4. Fazit

Vorweg: Alle drei sind „herkömmliche“ Sonnencremes – denn es gibt zwei verschiedene Arten von Cremes.

Herkömmliche Sonnencremes vs. (Bio-)Sonnenschutz

Da wĂ€ren zum einen Sonnencremes mit chemischem UV-Filter. Sie sind der herkömmliche Standard. Sie enthalten allerdings oft bedenkliche Inhaltsstoffe – genau deshalb ziehen sie besonders schnell in die Haut ein.

Daher sind sie auch beliebter als mineralische (Bio-)Sonnenschutzmittel, die oft nicht vollstĂ€ndig einziehen – das sollen sie auch gar nicht. Denn mineralische UV-Filter wirken als Schutzschicht auf der Haut und reflektieren die UV-Strahlen wie winzige Spiegel.

(Bio-)Sonnencremes mit mineralischem UV-Filter enthalten weniger bedenkliche Stoffe, vor allem keine hormonell wirksamen Substanzen.  FĂŒr Schwangere, stillende MĂŒtter und den Nachwuchs sind sie deshalb die erste Wahl.

Mehr Infos im Beitrag zu mineralischer Bio-Sonnencreme und in der Bestenliste Mineralische Bio-Sonnencreme:

Sonnencreme-Test 2019: Unsere drei Empfehlungen

Was also tun?

Wir haben uns umgesehen und stellen dir in diesem Sonnencreme-Test einen Kompromiss vor: herkömmliche, also chemische Sonnencremes, die zwar gut einziehen, aber dennoch vergleichsweise unbedenklich sind.

Wir haben alle aktuellen Sonnencreme-Tests von 2017 bis 2019 ĂŒberprĂŒft und uns daraufhin entschieden, Ladival Sonnenschutz, Elkos Sun Sonnenmilch und Sundance Sonnenmilch zu empfehlen.

Die Produkte enthalten zwar synthetische UV-Filter und Kunststoffe (Mikroplastik im weiteren Sinne) – davon raten wir normalerweise strikt ab. Die drei Sonnencremes verzichten dafĂŒr aber auf eine Vielzahl bedenklicher Inhaltsstoffe wie Paraffine, PEGs oder Silikone.

Das hatte Öko-Test bereits 2012 herausgefunden und zuletzt im Sonnencreme-Test 2018 bestĂ€tigt.

Sundance: Sonnencreme von dm im Test

Sundance Sonnenmilch 20 von dm schneidet in Sonnencreme-Test gut ab
Sundance Sonnenmilch 20 von dm schneidet in Sonnencreme-Test gut ab (Foto: © dm)

Sundance ist die dm-Eigenmarke fĂŒr konventionellen Sonnenschutz.

Wie die meisten herkömmlichen Schutzmittel enthĂ€lt die Sonnenmilch von dm flĂŒssigen Kunststoff (Mikroplastik im weiteren Sinne) und Nanopartikel – wer auf Nummer sicher gehen will, sollte diese besser meiden.

Erste Wahl sind die mineralischen Bio-Sonnencremes in der Utopia-Bestenliste. Mit chemischem Filter, aber (meist) ohne Nanopartikel ist der Sonnenschutz von Ladival (siehe unten).

Ansonsten schneidet Sundance in Sonnencreme-Tests meist gut ab. Öko-Test hat im letzten Test 2018 neben dem chemischen UV-Filter und Nanopartikeln in der „Sonnenmilch 20“ keine weiteren bedenklichen Inhaltsstoffe festgestellt.

Stiftung Warentest vergab im Juli 2017 zuletzt ein „sehr gut“ (1,5) an das „Sundance Med Ultra Sensitive Sonnencreme-Gel LSF 30“, im Juli 2018 ein „sehr gut“ (1,4) fĂŒr das „Sun Dance Sonnenspray LSF 50“.

Anwendung: Die dm-Sonnenmilch lĂ€sst sich gut verschmieren und zieht schnell in die Haut ein. Klebrige Haut konnten wir bei uns nicht feststellen. Die Sundance-Sonnenmilch hat einen typischen Geruch, bleibt dabei aber angenehm dezent. Den Sundance-Sonnenschutz gibt es außerdem in einer Sensitiv-Variante ohne Duftstoffe.

Kaufen: bei dm

Preis: ab 1,45 Euro (100 ml) – je nach Variante und Lichtschutzfaktor

Ladival-Sonnenschutz im Sonnencreme-Test

Sonnencreme-Test: Ladival
Ladival-Sonnenschutz (Foto: © Stada Arzneimittel AG)

Ladival wird vom Arzneimittelhersteller Stada produziert. Derzeit gibt es die Sonnenschutz-Lotion nur in der Apotheke zu kaufen.

Der Ladival-Sonnenschutz ist der einzige der drei in unserem Test, der zumindest teilweise ohne Nanopartikel auskommt.

Noch ist nicht ausreichend erforscht, wie Nanoteilchen im Körper wirken. Sicher ist, dass Stoffe in NanogrĂ¶ĂŸe ihre chemischen und physikalischen Eigenschaften verĂ€ndern und im Körper mit anderen MolekĂŒlen reagieren können.

Ob sie sich dabei gesundheitsschĂ€dlich auswirken, ist genauso umstritten wie die Frage, ob in Sonnenschutz-Lotionen enthaltene Nanopartikel ĂŒberhaupt durch eine gesunde Haut dringen können. Solange keine Klarheit ĂŒber die Wirkung herrscht, raten wir von Nanopartikeln in Pflegeprodukten eher ab. Zu erkennen sind sie am Zusatz „(nano)“ auf der Inhaltsstoffliste.

Wer vorsorglich auf Nanoteilchen in der Sonnencreme verzichten und dennoch keine mineralische Sonnencreme verwenden möchte, findet mit Ladival-Sonnenschutz eine vertretbare Alternative. Allerdings enthalten fast alle Ladival-Sonnenschutzmittel synthetische Kunststoffe.

Zudem sind die Cremes vergleichsweise teuer. (Achtung: Nicht alle Ladival-Produkte sind frei von Nanopartikeln! Zur Sicherheit am besten die Inhaltsstoffliste checken, in der Apotheke oder online informieren.)

Bei Öko-Test schnitt „Ladival Allergische Haut LSF 20“ im Jahr 2018 mit „gut“ ab, bei der Stiftung Warentest erhielt die „Ladival Sonnenschutz Lotion Empfindliche Haut LSF 50“ im Juli 2018 die Note „gut“ (1,8), im Jahr zuvor bekam die „Ladival Trockene Haut Sonnenschutz Milch LSF 30“ ebenfalls ein „gut“.

Anwendung: Die Sonnenschutz-Lotion finden wir beim Auftragen, Einziehen und im Geruch sehr angenehm. Die Varianten „fĂŒr allergische Haut“ ziehen noch etwas schneller ein.

Ladival kaufen**: in Apotheken, online z. B. bei Amazon

Preis: Je nach Lichtschutzfaktor und GrĂ¶ĂŸe zwischen ca. 13 und 21 Euro (200 ml).

Elkos Sun Sonnenmilch im Test

Sonnencreme-Test: Elkos Sonnenmilch
Elkos Sonnenmilch (Foto: © EDEKA)

Auch fĂŒr die Sonnenmilch der Edeka-Eigenmarke Elkos gilt: Laut Öko-Test sind neben den chemischen UV-Filtern und Nanopartikeln keine weiteren bedenklichen Inhaltsstoffe enthalten. Allerdings zeigt die Inhaltsstoffliste flĂŒssige Kunststoffe (Mikroplastik im weiteren Sinne).

Bei Öko-Test bekam die Elkos Sun Sonnenmilch LSF 20 zuletzt 2018 die Note „gut“. 2017 bewertete Stiftung Warentest das „Elkos Sun Transparentes Sonnenspray (LSF 30)“ mit „gut“, 2018 wurde kein Sonnenschutzprodukt von Elkos getestet.

Anwendung: Die Sonnenmilch zieht gut und schnell in die Haut ein und hinterlĂ€sst keine klebrigen Spuren. Elkos Sun Sonnenmilch ist eine gute Alternative fĂŒr alle Nivea-Fans, ihr Geruch erinnert stark an den Sonnenschutz in der blauen Verpackung.

Elkos Sun kaufen**: bei Edeka

Preis: ab 2,49 Euro (250 ml) – je nach Variante und Lichtschutzfaktor

Wie hoch sollte der Lichtschutzfaktor sein?

Hohe Lichtschutzfaktoren von 30 oder 50 lassen sich gut verkaufen – doch sie verleiten zu sorglosem Umgang mit Sonnenstrahlung. Dabei mĂŒssen solch hohe Lichtschutzfaktoren gar nicht sein.

Dr. med. Gerrit Schlippe erklĂ€rt im Utopia-Interview, dass auch Sonnenschutzmittel mit Lichtschutzfaktor 20 bis 25 effektiv gegen Sonnenbrand schĂŒtzt, wenn man sich vernĂŒnftig verhĂ€lt.

Der Utopia-Sonnencreme-Test: Fazit

Ladival Sonnenschutz, dm Sundance und Elkos Sun Sonnenmilch sind zwar nur eingeschrĂ€nkt empfehlenswert – aktuell sind die drei aber die empfehlenswertesten herkömmlichen Sonnencremes. Im Vergleich mit anderen Sonnenschutzmitteln mit chemischem UV-Filter enthalten sie weniger bedenkliche Inhaltsstoffe.

Wie fast alle konventionellen Sonnencremes enthalten sie aber leider Kunststoffe in flĂŒssiger Form. Ebenso umstritten sind Nanopartikel: Wer auch auf die vorsorglich verzichten will, sollte den Sonnenschutz von Ladival kaufen – allerdings sind nur die Produkte, auf denen „nano“ nicht in der Inhaltsstoffliste steht, frei davon.

Sundance von dm zeigt sich im Sonnencreme-Test als solider, preiswerter Sonnenschutz, Minuspunkt sind die enthaltenen Nanoteilchen. Dasselbe gilt fĂŒr Elkos Sun von Edeka.

Wer auf bedenkliche chemische UV-Filter verzichten will, sollte eine Bio-Sonnencreme aus der Utopia-Bestenliste Mineralische Bio-Sonnencreme verwenden.

Zum Thema Sonnenschutz lies auch:

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(24) Kommentare

  1. Nachtrag: Ok, die Eco ist u.a. verlinkt bei der Liste mineralischer Cremes. Trotzdem liest sich der Artikel fĂŒr mich sie eine Empfehlung fĂŒr Nanopartikel-Cremes (wenn auch nur die „halbschlimmen“). Das passt fĂŒr mich nicht zum angeblichen Anspruch dieser Seite.

  2. fĂŒr mich liest sich der Artikel auch so… („halbschlimm“). Wenn noch „nicht ausreichend erforscht [ist], wie Nanoteilchen im Körper wirken“, dann sollten gemĂ€ĂŸ dem Vorsorgeprinzip doch einfach darauf verzichtet werden. FĂŒr mich ein absolutes Versagen des Verbraucherschutzes, dass Nano ohne diese ausreichende Erforschung ĂŒberhaupt zugelassen ist.

  3. Das kannst Du nur von Fall zu Fall prĂŒfen.
    Hier war schon mal ein Artikel ĂŒber Bio-Sonnencreme:
    https://utopia.de/ratgeber/was-taugen-bio-sonnencremes-wirklich-mineralisch-uv-filter-nano-lichtschutzfaktor/
    Hier gibt es auch gute Tipps:
    http://www.nachhaltigleben.ch/themen/gesundheit/natuerliche-heilmittel/natuerlicher-sonnenschutz-welche-mittel-gesund-sind-und-schuetzen-1521/2
    Und der dort verlinkte Codechecker bietet Informationen ĂŒber die Inhaltsstoffe bestimmter Kosmetik-Produkte.

  4. Es ist mir absolut unbegreiflich, wie Sie Cremes mit Octocrylenen empfehlen können. Dieser UV-Filter ist in Fachkreisen mittlerweile deutlich umstrittener als Nano-Partikel. DiesbezĂŒglich können Sie z. B. bei AvĂšne nachfragen.
    Weiterhin enthalten ihre empfohlenen Cremes Stoffe wie Phenoxyethanol, Aminomethyl Propanol, Disodium EDTA, diverse Duftstoffe mit C26 Allergenen usw.

    Alles in allem treffen Sie hier eine sehr bedenkliche Auswahl…

  5. Die sonst sehr gut ausgewĂ€hlten Kriterien haben hier leider anderweitige Ambitionen gehabt…schade. Denn das veranlasst wieder viele Menschen, die nicht selbst in der Tiefe nach ZusammenhĂ€ngen suchen dazu, zu sagen…“geht doch-halbsoschlimm“. Ich schließe mich den Vorrednern an – die Auswahl ist nicht halb so schlimm, schon gar nicht, wenn hier ökologische & ethische Parameter zu Grunde gelegt werden. Ganz davon abgesehen, sollte auch erwĂ€hnt werden, was die Tonnen Sonnenmilch mit dem Meer machen & der vernĂŒnftige /gesunde Umgang mit Sonne erwĂ€hnt werden. Nicht umsonst gab es frĂŒher eine Heliotherapie. Der beeindruckende Eigenschutz der Haut durch Melaninbildung funktioniert allerdings nur, wenn dieser geschult & unterstĂŒtzt wird, z. B. duch hochwertige, reine Pflanzenöle (z. B. Bio & Kaltgepresst: Cocosöl, Jojobaöl, Sesamöl) mit einen LSF Schutz von immerhin bis zu 7. Das beudeutet immerhin 7 x lĂ€nger in der Sonne verbleiben zu können, als ohne. Verbingen wir die 2 Wochen des Jahresurlaubes nach wochenlangem BĂŒroalltag in der prallen Sonne, um nur ja beeindruckend braun nach Hause zu kehren, wird das schwierig fĂŒr Haut & Umwelt. Es gibt auch nicht nanopartikulĂ€res & nicht gecoatetes Zink, welches aber die Haut gerne zusetzt, daher ist die regelmĂ€ĂŸige Reinigung hier sehr wichtig, damit die Haut in der Nacht atmen kann. Zudem braucht es eine gute After-Sun um den Hautschutz zu aktivieren. Dieser kann auch leicht selbst zubereitet werden. (Dazu gibt es schöne Kurse u.a.auch bei Naowa.)

  6. Guter Sonnenschutz ist der, der sicher funktioniert, denn dass zuviel UV-Strahlung die Haut kurz- und langfristig schwer schĂ€digt, steht außer Frage. Das Gegeneinander von „gut“ und „böse“ macht in diesem Fall ĂŒberhaupt keinen Sinn.
    Die mineralischen UV-Filter, die hier so gut wegkommen heißen: Titandioxid und Zinkoxid. Die beiden wichtigsten UV-Filter in NanogrĂ¶ĂŸe heißen: Titandioxid und Zinkoxid. Das Verbraucherministerium Baden-WĂŒrttemberg erklĂ€rt den Unterschied auf http://www.nanoportal-bw.de.

  7. Zwei der hier gezeigten Sonnencremes enthalten Mikroplastik! Dass Utopia solche empfiehlt, kann ich nicht nachvollziehen. Vielleicht sollte man nicht irgendwelche 4 Jahre alten Tests als Grundlage heranziehen, denn in der Zwischenzeit können sich Inhaltsstoffe verÀndert haben, bzw. die Bewertung dieser (wie bei Mikroplastik geschehen). Besser mal selbst auf die Inhaltsstoffe schauen.

    LG Michaela

  8. Wir wÀre es hier mal mit einem Update? Mir scheint das alles nicht mehr auf dem neuesten Stand zu sein. Das dm Sundance Sonnenspray mit LSF 30 ist z. B. frei von Nanopartikeln und Mikroplastik. Wieso wird das nicht empfohlen?

  9. Weil es nicht nicht stimmt:

    Sonnenspray LSF 30, 200 ml:

    Inhaltsstoffe
    Aqua, Octocrylene, Alcohol Denat., Glycerin, C12-15 Alkyl Benzoate, Butyl Methoxydibenzoylmethane, Ethylhexyl Salicylate, Dicaprylyl Ether, Triacontanyl PVP, VP/Hexadecene Copolymer, Phenylbenzimidazole Sulfonic Acid, Ethylhexyl Triazone, Tocopheryl Acetate, Microcrystalline Cellulose, Caprylyl Glycol, Sodium Hydroxide, Galactoarabinan, Acrylates/C10-30 Alkyl Acrylate Crosspolymer, Disodium EDTA, Ethylhexylglycerin, Cellulose Gum, Carbomer, Xanthan Gum, Citric Acid, Tocopherol

    „dm“ wĂ€scht sich gerne grĂŒn!
    https://www.dm.de/unternehmen/engagement/nachhaltigkeit/kunststoff-mikropartikel-c1118164.html

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