Sonnencreme-Test: Ladival, dm Sundance, Elkos

Sonnencreme-Test
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Sonnencreme ist ein schwieriges Thema – wir stellen dir drei herkömmliche Produkte vor, die beim Sonnencreme-Test bei Öko-Test und Stiftung Warentest gut abschneiden und die wir selbst ausprobiert haben.

Vorweg: Warum eigentlich „herkömmliche Sonnencremes“? Weil es zwei verschiedene Arten gibt:

  • Sonnencremes mit mineralischem UV-Filter: Sie enthalten weniger bedenkliche Stoffe, vor allem keine hormonell wirksamen Substanzen. Mineralische UV-Filter wirken als Schutzschicht auf der Haut und reflektieren die UV-Strahlen wie winzige Spiegel. Für Schwangere, stillende Mütter und Kleinkinder sind sie erste Wahl. Infos im Beitrag mineralische Sonnencreme, Produkte dazu zeigt die Utopia-Bestenliste mineralische Bio-Sonnencremes.
  • Sonnencremes mit chemischem UV-Filter: Wer je eine mineralische Sonnencreme ausprobiert hat, weiß, dass sie nicht so richtig in die Haut einzieht – das soll sie ja auch gar nicht. Dennoch fühlen sich viele im Sommer damit nicht wohl und greifen lieber zu herkömmlichen, also chemischen Sonnencremes. Sie enthalten allerdings oft bedenkliche Inhaltsstoffe – eben deswegen ziehen sie ja gut ein.

Was also tun? Utopia hat sich umgesehen und stellt in diesem Sonnencreme-Test den Kompromiss vor: herkömmliche (chemische) Sonnencreme, die zwar gut einzieht, aber dennoch vergleichsweise unbedenklich ist. Wir haben uns Ladival Sonnenschutz, Elkos Sun Sonnenmilch (Edeka) oder Sundance Sonnenmilch (dm) näher angesehen.

Sonnencreme-Test: „gut“ für chemische Sonnencremes

Ladival Sonnenschutz, Elkos Sun Sonnenmilch und Sundance Sonnenmilch von dm enthalten UV-Filter, sind also chemische Sonnencremes. Sie verzichten aber auf eine Vielzahl bedenklicher Inhaltsstoffe wie Paraffine, PEGs oder Silikone. Das hatte Öko-Test im bis dato letzten Sonnencreme-Test 2012 herausgefunden.

Update: Im Juni 2016 schnitten im Sonnencreme-Test der Stiftung Warentest mehrere Produkte mit Sonnenschutzfaktor 20 bzw. 15 „sehr gut“ ab. Darunter zum Beispiel die „Nivea Sun Schutz und Pflege Sonnenmilch“, die „Today Sun Sonnenmilch“ (Rewe, Penny) und die „Sun Ozon Sonnenmilch Med“ (Rossmann). Allerdings hat der Test der Stiftung Warentest lediglich die Wirksamkeit des Sonnenschutzes, die Feuchtigkeitsanreicherung in der Haut, die Anwendung und Handhabung des Produktes sowie Anwendungshinweise, Beschriftungen und Verpackung bewertet – die Inhaltsstoffe blieben unberücksichtigt.

Die Sonnenschutzmittel der Marken Ladival, Sundance und Elkos, die wir in der Utopia-Redaktion getestet haben, schnitten bei Stiftung Warentest in der LSF 20 bzw. LSF 15 Variante mit „gut“ (dm Sundance, Ladival) bzw. „sehr gut“ (Elkos) ab. Wir bleiben also auch 2017 dabei, diese zu empfehlen.

Sundance: dm Sonnencreme im Test

Sonnencreme-Test: dm Sundance Sonnenmilch 20Sundance ist die Eigenmarke von dm für konventionellen Sonnenschutz. Die Drogeriemarktkette dm ist beliebt und für viele Leute gut erreichbar, das macht die Sundance Sonnencreme besonders interessant. Wie die meisten herkömmlichen Sonnencremes aber enthält die Sonnenmilch von dm Nanopartikel – und wer auf Nummer sicher gehen will, sollte diese besser meiden. Erste Wahl sind die mineralischen Bio-Sonnencremes in der Utopia-Bestenliste. Mit chemischem Filter, aber (meist) ohne Nanopartikel ist der Sonnenschutz von Ladival (s.u.).

Ansonsten schneidet Sundance in Sonnencreme-Tests meist gut ab. Öko-Test hat im letzten Test 2012 neben dem chemischen UV-Filter und Nanopartikeln in der „Sonnenmilch 20“ keine weiteren bedenklichen Inhaltsstoffe festgestellt. Stiftung Warentest attestierte der „Sundance Sonnenmilch 20“ 2013 eine „gute Einhaltung des Sonnenschutzfaktors“, im Test 2015 schnitt das „Sundance Transparentes Sonnenspray“ (LSF 30) mit „gut“ ab, im Sonnencreme-Test 2016 wurde das „Sundance Sonnenspray 20“ mit „gut“ bewertet.

Anwendung: Die dm-Sonnencreme lässt sich gut verschmieren und zieht schnell in die Haut ein. Klebrige Haut konnten wir bei uns nicht feststellen. Die Sundance Sonnenmilch hat einen typischen Sonnencreme-Geruch, bleibt dabei aber angenehm dezent. Den Sundance Sonnenschutz gibt es außerdem in einer Sensitiv-Variante ohne Duftstoffe.

Sundance kaufen: bei dm

Preis: ab 1,95 Euro (100 ml) – je nach Variante und Lichtschutzfaktor

Ladival Sonnenschutz im Sonnencreme-Test

Sonnencreme-Test: LadivalLadival wird vom Arzneimittelhersteller Stada produziert. Derzeit gibt es die Sonnencremes nur in der Apotheke zu kaufen. Der Ladival Sonnenschutz ist der einzige der drei in unserem Test, der überwiegend ohne Nanopartikel auskommt.

Noch ist nicht ausreichend erforscht, wie Nanoteilchen im Körper wirken. Sicher ist, dass Stoffe in Nanogröße ihre chemischen und physikalischen Eigenschaften verändern und im Körper mit anderen Molekülen reagieren können. Ob sie sich dabei gesundheitsschädlich auswirken, ist genauso umstritten wie die Frage, ob in Sonnencreme enthaltene Nanopartikel überhaupt durch eine gesunde Haut dringen können.

Wer vorsorglich auf Nanoteilchen in der Sonnencreme verzichten und dennoch keine mineralische Sonnencreme verwenden möchte, findet mit Ladival Sonnenschutz ein gute Alternative. Allerdings sind die Sonnencremes vergleichsweise teuer. (Achtung: Nicht alle Ladival-Produkte sind frei von Nanopartikeln. Zur Sicherheit am besten die Inhaltsstoffliste checken, in der Apotheke oder online informieren.)

Die Stiftung Warentest bescheinigte im Sonnencreme-Test der Ausgabe 7/2016 der Ladival Sonnenschutz Lotion „normale bis empfindliche Haut“ (LSF 20) eine „gute Einhaltung des Sonnenschutzfaktors“. Auch Öko-Test hat diese Ladival Sonnencreme im Test 2012 mit „gut“ bewertet.

Anwendung: Die Sonnenschutz Lotion finden wir beim Auftragen, Einziehen und im Geruch angenehm. Da sich das Sonnenschutzgel für „normale bis empfindliche Haut“ auch einige Zeit nach dem Auftragen noch etwas klebrig anfühlt, empfehlen wir die Varianten „für allergische Haut“. Die ziehen schnell und vollständig ein, riechen neutral bis angenehm und haben keine Nachteile im Vergleich zur Serie für normale Haut. (Achtung: Die LSF 50+-Variante und einige Sprays enthalten Nanopartikel.)

Ladival kaufen**: in Apotheken, online z. B. bei Amazon

Preis: je nach Lichtschutzfaktor zwischen ca. 13 und 21 Euro (200 ml).

Elkos Sun Sonnenmilch im Test

Sonnencreme-Test: Elkos SonnenmilchDie dritte empfehlenswerte Sonnencreme mit chemischem Filter neben den Produkten von Ladival und Sundance kommt von der Edeka-Eigenmarke Elkos. Auch für diese gilt: Laut Öko-Test sind neben den chemischen UV-Filtern und Nanopartikeln keine weiteren bedenklichen Inhaltsstoffe enthalten. Die Stiftung Warentest bescheinigte der „Elkos Sun Sonnenmilch 20“ im Test 2013 eine „gute Einhaltung des Sonnenschutzfaktors“, 2015 bewertete sie die „Elkos Sun Schutz & Bräune Sonnenmilch 30“ mit „gut“, das Sonnenspray mit LSF 15 schnitt im Sonnencreme-Test 2016 mit „sehr gut“ ab.

Anwendung: Die Sonnenmilch zieht gut und schnell in die Haut ein und hinterlässt keine klebrigen Spuren. Elkos Sun Sonnenmilch ist eine gute Alternative für alle Nivea-Fans, ihr Geruch erinnert stark an den Sonnenschutz in der blauen Verpackung. Diese übrigens („Nivea Sun Pflegende Sonnenmilch 20“) schnitt im Sonnencreme-Test von Öko-Test nur mit „mangelhaft“ ab: Das Magazin stellte allergieauslösende Duftstoffe und bedenkliche Parabene fest.

Elkos Sun kaufen**: bei Edeka

Preis: ab 3,59 Euro (250 ml) – je nach Variante und Lichtschutzfaktor

Wie hoch sollte der Lichtschutzfaktor sein?

Hohe Lichtschutzfaktoren von 30 oder 50 lassen sich gut verkaufen – doch sie verleiten zu sorglosem Umgang mit Sonnenstrahlung. Dabei müssen solch hohe Lichtschutzfaktoren gar nicht sein. Dr. med. Gerrit Schlippe erklärt im Utopia-Interview, dass auch Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 20 bis 25 effektiv gegen Sonnenbrand schützt, wenn man sich vernünftig verhält.

 

Der Utopia Sonnencreme-Test: Fazit

Ladival Sonnenschutz, dm Sundance und Elkos Sun Sonnenmilch sind aktuell die drei empfehlenswertesten herkömmlichen Sonnencremes. Im Vergleich mit anderen Sonnenschutzmitteln mit chemischem UV-Filter enthalten sie weniger bedenkliche Inhaltsstoffe. Wie fast alle konventionellen Sonnencremes enthalten sie aber leider Kunststoff in flüssiger Form (Mikroplastik). Ebenso umstritten sind Nanopartikel: Wer auch auf die vorsorglich verzichten will, sollte den Sonnenschutz von Ladival kaufen, der ist allerdings etwas teurer.

Sundance von DM zeigt sich im Sonnencreme-Test als solider, preiswerter Sonnenschutz, Minuspunkt sind die enthaltenen Nanoteilchen. Dasselbe gilt für Elkos Sun von Edeka – die riecht sogar wie die beliebte Nivea-Sonnencreme.

Wer auf bedenkliche chemische UV-Filter verzichten will, sollte einen Sonnenschutz aus der Utopia-Bestenliste Mineralische Bio-Sonnencreme verwenden.

Bestenliste: mineralische Bio-Sonnencreme

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(16) Kommentare

  1. Nachtrag: Ok, die Eco ist u.a. verlinkt bei der Liste mineralischer Cremes. Trotzdem liest sich der Artikel für mich sie eine Empfehlung für Nanopartikel-Cremes (wenn auch nur die „halbschlimmen“). Das passt für mich nicht zum angeblichen Anspruch dieser Seite.

    • für mich liest sich der Artikel auch so… („halbschlimm“). Wenn noch „nicht ausreichend erforscht [ist], wie Nanoteilchen im Körper wirken“, dann sollten gemäß dem Vorsorgeprinzip doch einfach darauf verzichtet werden. Für mich ein absolutes Versagen des Verbraucherschutzes, dass Nano ohne diese ausreichende Erforschung überhaupt zugelassen ist.

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