Sonnencreme-Test 2019 ☀️ Ombra Sun, Annemarie Börlind & Dado Sens

Utopia/heymiro.de

Sonnenschutz ist auch 2019 ein „brandheißes“ Thema – wir stellen dir drei Produkte vor, die nicht nur in Sonnencreme-Tests von Öko-Test und Stiftung Warentest gut abschneiden, sondern die wir auch selbst ausprobiert haben.

Wir haben alle verlässlichen Sonnencreme-Tests von 2017 bis 2019 studiert und Sonnencremes selbst ausprobiert. Auf dieser Basis geben wir für das Jahr 2019 folgende drei Empfehlungen ab:

  1. Annemarie Börlind Sun Care Sonnen-Fluid 20
  2. Dado Sens Sun Sonnenfluid 30
  3. Ombra Sun Sonnenmilch 30 (Aldi)
  4. Unser Fazit
  5. Tipps: Richtig eincremen

Das Problem mit Sonnencreme-Tests

Das Problem mit Sonnencreme-Tests? Von Jahr zu Jahr ermittelt jeder etwas andere Sieger. Warum das so ist? Aus vier Gründen:

  • Weil nicht jeder Test die gleichen Produkte untersucht.
  • Weil nicht jeder Test die gleichen Schwerpunkte hat – so testet Stiftung Warentest beispielsweise anders als Öko-Test.
  • Weil einige Produkte mit der Zeit ihre Inhaltsstoffe verändern, aber ihren Namen behalten, sodass 2019 in der (vermeintlich) gleichen Creme etwas anderes enthalten sein als im Jahr zuvor.
  • Weil die Forschung immer wieder zu neuen Erkenntnissen kommt, welche Wirkstoffe bedenklich sein könnten und welche nicht. So wurde beispielsweise der chemische UV-Filter Octocrylen, der in vielen Sonnencremes enthalten ist, 2018 von Öko-Test zwar bemängelt, aber nur mit leichten Punkteabzügen bedacht. Im Jahr 2019 hingegen gab es für Octocrylen schon eine deutlich schlechtere Note.

Sonnencreme: Die Testsieger 2017 bis 2019

Sonnencreme
Verwirrt? Keine Sorgen, wir haben den Überblick! (© timonko – Fotolia.com)

Das schlägt sich auch in den Testsiegern der letzten Jahre nieder: Während bei Stiftung Warentest 2018 noch die Eigenmarken von Aldi, Real und Rossmann vorne lagen, waren es ein Jahr später (2018) die Hausmarken von dm, Lidl, Penny/Rewe und (erneut) Real. Bei Öko-Test wiederum schnitten 2018 vor allem Sonnencremes von Naturkosmetik-Herstellern wie Alverde, Eco Cosmetics oder Lavera „sehr gut“ ab; auch die Aldi-Creme (die wir hier empfehlen) konnte erneut punkten.

Die neuesten Sonnencreme-Tests, die uns vorliegen, stammen von Öko-Test (Juni 2019) und Stiftung Warentest (Juli 2019): Während bei den Öko-Testern 2019 erneut die Naturkosmetik-Marken (zum Beispiel Eco Cosmetics und Lavera) Testsieger waren, entschied sich Stiftung Warentest dafür, die Sundance Sonnenmilch von dm als bestes Produkt auszuzeichnen. Mehr zu den Sonnenschutz-Tests 2019 von Öko-Test und Stiftung Warentest findest du hier und hier.

Sonnenschutz: Wir haben den Überblick

Was also tun? Angesichts von so vielen Tests und unterschiedlichen Produkten? Den Überblick behalten!

Wir haben deshalb alle verlässlichen Sonnencreme-Tests für dich studiert, einige Sonnencremes ausprobiert und die enthaltenen Inhaltsstoffe überprüft. Deshalb können wir dir drei gute Empfehlungen für den Sommer 2019 geben: Ombra Sun von Aldi sowie zwei Cremes von Annemarie Börlind und Dado Sens.

Vorweg: Alle drei sind herkömmliche Sonnencremes und keine rein mineralischen Cremes – denn es gibt zwei verschiedene Arten von Sonnenschutz.

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Herkömmliche Sonnencremes vs. mineralischer Sonnenschutz

Zwei Arten von Sonnenschutz? Welche sind das?

  • Zum einen gibt es herkömmliche Sonnencremes mit chemischen UV-Filtern. Sie gelten als Standard, beispielsweise zählen die Sundance-Produkte von dm dazu. Cremes mit diesen UV-Filtern enthalten normalerweise Inhaltsstoffe, die dafür sorgen, dass sie besonders schnell in die Haut einziehen.
  • Kein Wunder, dass sie bei vielen Sonnenfreunden beliebter sind als die zweite Form: Sonnenschutz mit mineralischen UV-Filtern. Diese Cremes ziehen oft nur langsam oder gar nicht vollständig ein – weil sie das auch nicht sollen. Denn mineralische UV-Filter wirken als Schutzschicht direkt auf der Haut und reflektieren die UV-Strahlen wie winzige Spiegel.

Der Nachteil von mineralischen Cremes liegt auf der Hand. Oder besser: auf der Haut. Sie sorgen häufig für einen ungeliebten weißen Film. Auch färben viele mineralische Sonnencremes leichter ab als herkömmliche Produkte.

Dafür enthalten Sonnencremes mit mineralischem UV-Filter auch weniger bedenkliche Stoffe, vor allem dann, wenn sie bio sind. Etliche chemische UV-Filter hingegen werden verdächtigt, hormonell wirksam zu sein. Bei Öko-Test schnitten mineralische Bio-Cremes deshalb immer besser ab als andere Produkte. Für Schwangere, stillende Mütter und den Nachwuchs sind sie die erste Wahl – mehr Infos findest du in unserem Artikel zu mineralischer Bio-Sonnencreme.

Sonnencreme-Test 2019: Unsere drei Empfehlungen

Sonnenschutz
Wer sich korrekt eincremt, hat gut lachen. Wir empfehlen drei Sonnencremes. (Foto: © Maridav - Fotolia.com)

Für welches Produkt solltest du dich also entscheiden? Du möchtest optimalen Sonnenschutz, möglichst wenig bedenkliche Inhaltsstoffe und trotzdem keine Creme, die dich im Sommer aussehen lässt wie einen Schneemann?

Mit unserem drei Empfehlungen stellten wir dir einen Kompromiss vor: Sonnencremes mit herkömmlichen UV-Filtern, die gut einziehen, aber dennoch vergleichsweise unbedenklich sind. Wir empfehlen hier also bewusst keine rein mineralischen Cremes; lediglich in Ombra Sun ist zusätzlich zu chemischen UV-Filtern auch Titandioxid als mineralischer UV-Spiegel enthalten.

Alle drei Sonnencremes verzichten auf eine Vielzahl bedenklicher Inhaltsstoffe wie Parabene, PEGs oder Silikone, die in anderen Kosmetika vorkommen. Auch der Wirkstoff Octocrylen, der zuletzt in Sonnencreme-Tests zu Abwertungen geführt hatte, ist in keiner der Empfehlungen enthalten.

1. Annemarie Börlind Sun Care Sonnen-Fluid 20

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Sonnencreme von Annemarie Börlind (Utopia/heymiro.de)

Das Sonnen-Fluid von Annemarie Börlind wurde 2018 von Öko-Test mit „sehr gut“ bewertet. Das Verbrauchermagazin bemängelte lediglich, dass die Creme in einem überflüssigen Karton verkauft wird, was wir auch nicht besonders sinnvoll finden.

Inhalt: Als Produkt eines Herstellers mit CSE-Zertifikat genügt die Sonnenmilch verhältnismäßig hohen Standards. Sie enthält zwar chemische UV-Filter, aber  kein Mikroplastik, keine Parabene, Silikone, Mineralölderivate, synthetischen Farbstoffe oder Rohstoffe von genmanipulierten Pflanzen. Außerdem ist sie vegan.

Die Sonnencreme ist laut Hersteller für alle Hauttypen geeignet, außerdem wurde die Wirkung und Verträglichkeit nachweislich bestätigt. PS: Die Creme gibt es auch mit LSF 30.

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Annemarie Börlind in der Anwendung. (Utopia/heymiro.de)

Anwendung: Die Sonnenmilch von Annemarie Börlind ist etwas dünnflüssiger als die anderen Cremes, die wir getestet haben. Sie lässt sich gut auf der Haut verteilen und ist nach kurzem Verreiben eingezogen. Zurück bleibt ein leichter, nicht unangenehmer Geruch nach Zitronengras. Die Finger fühlen sich nach dem Auftragen nicht übermäßig fettig an.

Nachteil: Was Inhaltsstoffe und Anwendung betrifft, ist das Preis-Leistungs-Verhältnis zwar angemessen, das „Sonnen-Fluid“ ist aber trotzdem (sehr) teuer. Viel drin ist auch nicht: Die 125 ml reichen bei korrekter, nämlich großzügiger Ganzkörper-Anwendung, bei der regelmäßig nachgecremt wird, gerade mal für zwei bis drei Tage.

Wer damit vier Personen durch einen zweiwöchigen Strandurlaub bringen wollte, müsste über 300 Euro nur für Sonnencreme bezahlen. Wir wünschen uns deshalb dringend ein Produkt, das schützt, vollkommen unbedenklich und bezahlbar zugleich ist.

Wasserfest: Ja

Preis: ca. 17 Euro (125 ml)

Kaufen**: Das Sonnen-Fluid von Annemarie Börlind erhältst du z.B. bei Vitalia. Online kannst es bei Douglas, BioNaturel oder Karstadt bestellen.

2. Dado Sens Sun Sonnenfluid 30

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Sonnencreme von Dado Sens – teuer, aber gut! (Utopia/heymiro.de)

Das Sonnen-Fluid von Dado Sens hat von Öko-Test gerade (Juni 2019) die Bewertung „sehr gut“ erhalten. Die Marke Dado Sens gehört ebenfalls zu Annemarie Börlind, die Inhaltsstoffe der beiden Sonnencremes sind allerdings nicht identisch. So ist die Dado-Sens-Creme beispielsweise nicht wasserfest.

Inhalt: Auch Dado Sens wirkt mit chemischen UV-Filtern, verzichtet aber ansonsten auf fast alles, auf das sich verzichten lässt: auf Silikone, Paraffine, PEG, Farb- oder Duftstoffe, Konservierungsstoffe und Tierextrakte. Wirkung und Verträglichkeit wurden ebenfalls überprüft und bestätigt.

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Dado Sens in der Anwendung. (Utopia/heymiro.de)

Anwendung: Dado Sens ist ein wenig dickflüssiger als die Börlind-Creme. Sie zieht nach kurzem Verreiben sehr schnell ein und hinterlässt kaum fettige Hände. Da sie kein Parfüm enthält, ist der Geruch fast vollkommen neutral.

Nachteil: So viel Minimalismus lässt sich Dado Sens sehr gut bezahlen – die Creme ist das teuerste Produkt in unserem Test, vielleicht auch, weil man eine unnötige Kartonverpackung mitfinanziert. Ansonsten gilt, was wir auch oben schrieben: Eine günstige, unkritische Sonnencreme, die zuverlässigen Schutz bietet, ist eine Marktlücke, die dringend geschlossen werden sollte!

Wasserfest: Nein, nur wasserresistent.

Preis: ca. 20 Euro (125 ml)

Kaufen**: Das Sonnenfluid von Dado Sens erhältst du ebenfalls bei Vitalia und anderen Fachhändlern. Online kannst du es u.a. bei BioNaturel, Douglas oder Karstadt bestellen.

3. Ombra Sun Sonnenmilch 30

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Ombra Sun, der Sieger aus dem Discounter (Utopia/heymiro.de)

Discounter Aldi überrascht: Die Ombra-Sun-Sonnenmilch mit Lichtschutzfaktor (LSF) 30 ist nicht nur günstig, sondern hat auch in Tests gut abgeschnitten.

Stiftung Warentest vergab 2017 ein „sehr gut“ (1,4), Öko-Test 2018 ebenfalls. Beide Label schmücken auch die Plastikflasche, sodass man sie im Regal des Discounters gut erkennen kann. Allerdings werden bestimmte Inhaltsstoffe seither stärker kritisiert (siehe unten).

Inhalt: Ombra Sun verwendet eine Kombination aus synthetische UV-Filtern und aus Titandioxid in Nanoform, das als mineralischer UV-Filter wirkt. Titandioxid steht zurzeit in der Kritik, weil der Stoff möglicherweise Krebs auslöst, wenn man ihn einatmet. In Frankreich wird Titandioxid in Lebensmitteln deshalb ab 2020 für begrenzte Zeit verboten.

Weil die Studienlage zu einer möglichen Schädlichkeit von Titandioxid – das auch in vielen mineralischen Sonnencremes enthalten ist – noch keine eindeutigen Befunde zulässt, halten wir das Pigment als UV-Filter weiterhin für unproblematisch. Und empfehlen deshalb Ombra Sun genauso, wie wir mineralische Sonnencremes mit Titandioxid für eine gute Wahl halten.

Bedenklicher ist, dass die Aldi-Sonnenmilch Polymere auf Acrylatbasis und damit Mikroplastik im weitesten Sinn enthält. Acrylates gelten als biologisch schwer abbaubar und könnten negativen Einfluss auf die Umwelt haben. Wenn du also auf Mikroplastik in deiner Sonnencreme verzichten willst und dennoch keine rein mineralische Sonnencreme suchst, greif lieber etwas tiefer ins Portemonnaie und halte dich an die weiter oben empfohlenen Produkte.

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Ombra Sun von Aldi in der Anwendung – einmal als Klecks, einmal etwas verschmiert. (Utopia/heymiro.de)

Anwendung: Die Aldi-Sonnenmilch hat einen unaufdringlichen Geruch, der an klassische Sonnencremes und natürlich an den Strand denken lässt. Die Creme ist nicht zu dünnflüssig und fühlt sich auch nicht zu fettig an. Da sie Titandioxid enthält, muss sie gründlicher auf der Haut verteilt werden als herkömmliche Cremes, bevor sie vollständig einzieht. Der Aufwand hält sich allerdings in Grenzen.

Wasserfest: Ja

Preis: ca. 2,99 Euro (250 ml)

Kaufen: bei Aldi

Bonustipp: Auch die Sensitiv-Variante der Aldi-Creme konnte 2019 überzeugen. Stiftung Warentest vergab ein „sehr gut“ für die Ombra Sun Ultra Sensitiv Sonnencreme LSF 30 (50 ml), die 200-ml-Flasche mit LSF 50+ erhielt immer noch ein „gut“ von Öko-Test. Aber: Auch hier ist Mikroplastik enthalten.

Unser Sonnencreme-Test: Fazit

Die drei Produkte, die wir empfehlen, gehören zurzeit zu den besten Sonnencremes mit chemischem UV-Filtern. Im Vergleich zu vielen anderen herkömmlichen Sonnenschutzmitteln enthalten sie auch weniger bedenkliche Inhaltsstoffe. Festzuhalten ist:

  • Ombra Sun ist klarer Preis-Leistungs-Sieger, bedenklich stimmt nur das enthaltene Mikroplastik. Die Kombination aus chemischen und mineralischen UV-Filtern und die Anwendung dagegen überzeugt. Wie sich die Diskussion um eine mögliche Schädlichkeit von Titandioxid entwickelt, bleibt abzuwarten. Eine Alternative ist Ombra Sun Sensitiv, die kein Titandioxid, aber auch Mikroplastik enthält.
  • Annemarie Börlind und Dado Sens sind sich relativ ähnlich, was Anwendung, Preis und die Unbedenklichkeit der Inhaltsstoffe betrifft, wobei die Sonnencreme von Dado Sens noch puristischer daherkommt als die von Börlind. Für umwelt- und gesundheitsbewusste Sonnenfreunde, die eine zusätzliche Ausgabe und chemische UV-Filter nicht scheuen, sind diese Cremes die beste Wahl.
  • Kaufen**:

Wer übrigens vollständig auf chemische UV-Filter verzichten will, sollte eine Bio-Sonnencreme aus der Utopia-Bestenliste Mineralische Bio-Sonnencreme verwenden:

Richtig wichtig – das korrekte Eincremen

Egal, welche Creme du verwendest: Wenn du dich nicht richtig eincremst, kann auch das beste Produkt der Welt dich nicht schützen. Denk deshalb bitte immer an Folgendes:

  • Unbedingt vor dem Sonnenbaden eincremen – hat die Haut erst einmal Schaden genommen, lässt sich dieser nicht mehr durch Einschmieren reparieren.
  • Auf den ganzen Körper gerechnet sollten etwa 6 Teelöffel Sonnencreme verteilt werden. Also lieber großzügig verteilen – wer zu wenig Sonnencreme verwendet, ist nicht richtig geschützt.
  • Auch Nase, Ohren und Fußrücken nicht vergessen; dafür den Kontakt mit Augen und Textilien vermeiden.
  • Achte darauf, dass die Sonnencreme (wenn es sich nicht um mineralische Creme handelt) immer vollständig eingezogen ist, vor allem, bevor du ins Wasser gehst.
  • Um den Lichtschutz beizubehalten, musst du dich in regelmäßigen Abständen erneut eincremen, besonders nach dem Baden und Abtrocknen, oder wenn du stark geschwitzt hast.
  • Gut zu wissen: Wiederholtes Eincremen kann den angegebenen Lichtschutzfaktor nicht erhöhen, sondern sorgt nur dafür, dass er beibehalten wird.
  • Vermeide intensive Mittagssonne und zu langes Sonnenbaden generell. Zieh dich lieber eine Weile in den Schatten zurück – auch dort wird man braun.

Lies zum Thema Sonnenschutz auch:

Weiterlesen auf Utopia.de: Sonnencreme-Test 2019

Bitte lies unseren Hinweis zu Gesundheitsthemen.

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(30) Kommentare

  1. Nachtrag: Ok, die Eco ist u.a. verlinkt bei der Liste mineralischer Cremes. Trotzdem liest sich der Artikel für mich sie eine Empfehlung für Nanopartikel-Cremes (wenn auch nur die „halbschlimmen“). Das passt für mich nicht zum angeblichen Anspruch dieser Seite.

  2. für mich liest sich der Artikel auch so… („halbschlimm“). Wenn noch „nicht ausreichend erforscht [ist], wie Nanoteilchen im Körper wirken“, dann sollten gemäß dem Vorsorgeprinzip doch einfach darauf verzichtet werden. Für mich ein absolutes Versagen des Verbraucherschutzes, dass Nano ohne diese ausreichende Erforschung überhaupt zugelassen ist.

  3. Das kannst Du nur von Fall zu Fall prüfen.
    Hier war schon mal ein Artikel über Bio-Sonnencreme:
    https://utopia.de/ratgeber/was-taugen-bio-sonnencremes-wirklich-mineralisch-uv-filter-nano-lichtschutzfaktor/
    Hier gibt es auch gute Tipps:
    http://www.nachhaltigleben.ch/themen/gesundheit/natuerliche-heilmittel/natuerlicher-sonnenschutz-welche-mittel-gesund-sind-und-schuetzen-1521/2
    Und der dort verlinkte Codechecker bietet Informationen über die Inhaltsstoffe bestimmter Kosmetik-Produkte.

  4. Es ist mir absolut unbegreiflich, wie Sie Cremes mit Octocrylenen empfehlen können. Dieser UV-Filter ist in Fachkreisen mittlerweile deutlich umstrittener als Nano-Partikel. Diesbezüglich können Sie z. B. bei Avène nachfragen.
    Weiterhin enthalten ihre empfohlenen Cremes Stoffe wie Phenoxyethanol, Aminomethyl Propanol, Disodium EDTA, diverse Duftstoffe mit C26 Allergenen usw.

    Alles in allem treffen Sie hier eine sehr bedenkliche Auswahl…

  5. Die sonst sehr gut ausgewählten Kriterien haben hier leider anderweitige Ambitionen gehabt…schade. Denn das veranlasst wieder viele Menschen, die nicht selbst in der Tiefe nach Zusammenhängen suchen dazu, zu sagen…“geht doch-halbsoschlimm“. Ich schließe mich den Vorrednern an – die Auswahl ist nicht halb so schlimm, schon gar nicht, wenn hier ökologische & ethische Parameter zu Grunde gelegt werden. Ganz davon abgesehen, sollte auch erwähnt werden, was die Tonnen Sonnenmilch mit dem Meer machen & der vernünftige /gesunde Umgang mit Sonne erwähnt werden. Nicht umsonst gab es früher eine Heliotherapie. Der beeindruckende Eigenschutz der Haut durch Melaninbildung funktioniert allerdings nur, wenn dieser geschult & unterstützt wird, z. B. duch hochwertige, reine Pflanzenöle (z. B. Bio & Kaltgepresst: Cocosöl, Jojobaöl, Sesamöl) mit einen LSF Schutz von immerhin bis zu 7. Das beudeutet immerhin 7 x länger in der Sonne verbleiben zu können, als ohne. Verbingen wir die 2 Wochen des Jahresurlaubes nach wochenlangem Büroalltag in der prallen Sonne, um nur ja beeindruckend braun nach Hause zu kehren, wird das schwierig für Haut & Umwelt. Es gibt auch nicht nanopartikuläres & nicht gecoatetes Zink, welches aber die Haut gerne zusetzt, daher ist die regelmäßige Reinigung hier sehr wichtig, damit die Haut in der Nacht atmen kann. Zudem braucht es eine gute After-Sun um den Hautschutz zu aktivieren. Dieser kann auch leicht selbst zubereitet werden. (Dazu gibt es schöne Kurse u.a.auch bei Naowa.)

  6. Guter Sonnenschutz ist der, der sicher funktioniert, denn dass zuviel UV-Strahlung die Haut kurz- und langfristig schwer schädigt, steht außer Frage. Das Gegeneinander von „gut“ und „böse“ macht in diesem Fall überhaupt keinen Sinn.
    Die mineralischen UV-Filter, die hier so gut wegkommen heißen: Titandioxid und Zinkoxid. Die beiden wichtigsten UV-Filter in Nanogröße heißen: Titandioxid und Zinkoxid. Das Verbraucherministerium Baden-Württemberg erklärt den Unterschied auf http://www.nanoportal-bw.de.

  7. Zwei der hier gezeigten Sonnencremes enthalten Mikroplastik! Dass Utopia solche empfiehlt, kann ich nicht nachvollziehen. Vielleicht sollte man nicht irgendwelche 4 Jahre alten Tests als Grundlage heranziehen, denn in der Zwischenzeit können sich Inhaltsstoffe verändert haben, bzw. die Bewertung dieser (wie bei Mikroplastik geschehen). Besser mal selbst auf die Inhaltsstoffe schauen.

    LG Michaela

  8. Wir wäre es hier mal mit einem Update? Mir scheint das alles nicht mehr auf dem neuesten Stand zu sein. Das dm Sundance Sonnenspray mit LSF 30 ist z. B. frei von Nanopartikeln und Mikroplastik. Wieso wird das nicht empfohlen?

  9. Weil es nicht nicht stimmt:

    Sonnenspray LSF 30, 200 ml:

    Inhaltsstoffe
    Aqua, Octocrylene, Alcohol Denat., Glycerin, C12-15 Alkyl Benzoate, Butyl Methoxydibenzoylmethane, Ethylhexyl Salicylate, Dicaprylyl Ether, Triacontanyl PVP, VP/Hexadecene Copolymer, Phenylbenzimidazole Sulfonic Acid, Ethylhexyl Triazone, Tocopheryl Acetate, Microcrystalline Cellulose, Caprylyl Glycol, Sodium Hydroxide, Galactoarabinan, Acrylates/C10-30 Alkyl Acrylate Crosspolymer, Disodium EDTA, Ethylhexylglycerin, Cellulose Gum, Carbomer, Xanthan Gum, Citric Acid, Tocopherol

    „dm“ wäscht sich gerne grün!
    https://www.dm.de/unternehmen/engagement/nachhaltigkeit/kunststoff-mikropartikel-c1118164.html

  10. „Ob sie sich dabei gesundheitsschädlich auswirken, ist genauso umstritten wie die Frage, ob in Sonnenschutz-Lotionen enthaltene Nanopartikel überhaupt durch eine gesunde Haut dringen können. Solange keine Klarheit über die Wirkung herrscht, raten wir von Nanopartikeln in Pflegeprodukten eher ab.“

    Die Absicht des Artikels ist an sich ja ganz löblich, aber ein erwähnenswerter Aspekt ist meiner Meinung nach, dass man mit eingecremten Körper oft ins Wasser geht. Dass Nanopartikel/Mikroplastik nichts im Wasser zu suchen haben fehlt mir hier leider.

  11. Wie bekommt man die Flecken der Sonnencreme, des Sonnensprays wieder aus den weißen, hellen T-Shirts, der Kleidung?? o_O
    Man vergisst ja immer wieder nach einem 3/4-Jahr Nichtnutzung den Warnhinweis: Kontaktflecken …
    Aber das Problem haben wohl leider alle Sonnekrems?

    Sonnenkrem greift dann sicher auch die Haut an, Augen, Schleimhäute – kann nicht gut sein.. o_O
    Farbstoff E171 = Titandioxid = Krebs:
    „Weißmacher Titandioxid in Lebensmitteln reizt unsere Därme… o_O
    https://www.facebook.com/Reizdarm.Lebensmittelunvertraeglichkeit/posts/2313396662016611

    UND, wie Vorredner: WO landet diese Chemie? Im Wasser, in der Natur…
    OK, ein Teil in unseren Organen… o_O

  12. Ich bin jetzt 61 Jahre alt und habe seit meiner Jugend keine Sonnencreme mehr verwendet. Meine Haut ist eher hell, ich bekomme leicht einen Sonnenbrand. Ich schmore nicht stundenlang in derr Sonne, trotzdem will ich auf Sonnenenergie nicht verzichten und begebe mich minutenweise möglichst unbekleidet zur Mittagszeit in die Sonne. Zur Bildung von Vitamin D und auch für andere biochemische und photoelektronische Prozesse, auch auf quantenphysikalischer Ebene, ist das wichtig.
    Bis jetzt hatte ich noch keine Probleme mit Hautkrebs…

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